Vortrag von apl. Prof. Dr. Niko Paech

Aula (Gebäude A11) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech hält die sogenannte „Deutsche Energiewende“ für ein Ablenkungsmanöver, mit dem die dringend notwendige, aber eben unpopuläre Änderung des Mobilitäts- und Konsumverhaltens verhindert werde. Paechs Thesen werden von dem Grundgedanken bestimmt, dass ein immerwährendes Wirtschaftswachstum nicht funktionieren kann. Während sich Paech ausdrücklich für den Klimaschutz ausspricht und den Ausstieg aus der Kohle- und Kernenergie befürwortet, hält er die momentan präferierten Alternativen — Windkraft und Solarenergie — für nicht hinreichend. Die Energiewende basiere seiner Meinung nach auf einem technologisch orientierten, lediglich vermeintlichen Klimaschutz, bei dem die eigentliche Herausforderung völlig aus dem Fokus gerate.

Der Wirtschaftswissenschaftler apl. Prof. Dr. Niko Paech ist einer der Vordenker zum Thema „Postwachstumsökonomie“. Er forscht und lehrt unter anderem in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Von 2008 bis 2016 hat er den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt („PUM“) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vertreten. Seine Beiträge zur Postwachstumsökonomie haben die Universität Oldenburg europaweitbekannter werden lassen. Trotz großen Interesses der Studierendenschaft an seinem Verbleib hatte die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sein Ausscheiden veranlasst. Seitdem lehrt er an der Universität Siegen im Studiengang „Plurale Ökonomik“. Dennoch ist er in Oldenburg weiter aktiv, beispielsweise durch die von ihm mitorganisierte, öffentlichen Ringvorlesung „Postwachstumsökonomie“ (www.postwachstumsoekonomie.de), als Aufsichtsrat der Oldenburger Genossenschaften Polygenos und Olegeno, im Repair-Café oder als Beirat der „Werkstatt Zukunft“.