Im akademischen Mittelbau, das sind die wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter*innen, herrschen schlechte Arbeitsbedingungen. Fast alle Stellen sind befristet, Vollzeitstellen bilden die Ausnahme, die Hälfte der Beschäftigten hat Verträge mit einer Laufzeit von höchstens einem Jahr. Viel Arbeit, besonders Lehre wird unentgeltlich verrichtet. Im Rahmen der Exzellenzstrategie und des Wettbewerbs wird das Augenmerk auf quantitative Ziffern wie die Studierendenanzahl, Häufigkeit der Publikationen etc. gelegt.

Warum geht uns das etwas an?

Wir wünschen uns gute Lehre. Diese kann nicht stattfinden, wenn wissenschaftliche Mitarbeiter*innen derart unter Druck gesetzt werden und kaum für Qualität entlohnt werden. Die Universität soll ein Ort der Wissenschaft und kein gewinnbringendes Unternehmen sein. Es darf keine Ausbeutung im Namen der Wissenschaft passieren.

Viele streben selbst eine Karriere in der Wissenschaft an, das einzige Ziel ist die Professur. Doch diese kann nur von wenigen erreicht werden, der Rest verbleibt auf sogenannten „Qualifikationsstellen“ und erhält keinen angemessenen Lohn unter dem Deckmantel der Fortbildung und viele müssen permanent um Drittmittel werben.

Aufmerksamkeit schaffen ist der erste Schritt, mit Vernetzung und konkreten Aktionen wird es weitergehen.