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25. Januar | 18:00

Wie bringt man Umwelt- und Klimaschutz mit der freiheitlichen Demokratie zusammen? Fliegen, Jetset-Lifestyle, unendlicher Fleischkonsum? All dies ist nicht von unseren Grundrechten abgedeckt. Hingegen gibt es ein Grundrecht auf ein würdevolles Leben und körperliche Unversehrtheit. Diese Rechte sind aufgrund der Klimakatastrophe bedroht, besonders für Menschen aus dem globalen Süden und finanziell schwächere Menschen. Dieses Spannungsfeld wird im Vortrag „Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit“ von Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt kritisch analysiert.

Warum wird dann aber nur beim Klimaschutz totale Gleichheit eingefordert – obwohl liberale Demokratien Verteilungsfragen ansonsten weitgehend den jeweiligen politischen Mehrheiten zur Entscheidung überlassen? Und warum stört sich hierzulande niemand daran, dass keineswegs jeder fliegen oder täglich Fleisch essen kann, sondern nur eine kleine Minderheit weltweit überhaupt diese Möglichkeiten hat?

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt ist Jurist, Philosoph und Soziologe. Anfang 2009 gründete er die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin. Darüber hinaus ist er Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock. Seine Schwerpunkte sind Fragen der humanwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung, insbesondere Fragen von Transformation und sozialen Lernprozessen. Er beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit und Umweltrecht sowie Nachhaltigkeits-/Umweltpolitik im Sinne einer Entwicklung von Politikinstrumenten auf internationaler, europäischer, nationaler und kommunaler Ebene. Er initiierte außerdem die erfolgreiche Klimaklage vor dem BVerfG.

Die Veranstaltung findet online statt: https://uni-halle.webex.com/join/felix.ekardt An der Universität Oldenburg in Raum A01 0-008 wird es einen Livestream geben.