Aktuelles!

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+++ Haushaltsauflösung des Initiativenhaus / houshold clearance of the
Initiativenhaus +++

Ende des Monats soll das Initiativenhaus im Uhlhornsweg 68 nun leider endgültig abgerissen werden. Bevor das aber passiert müssen sämtlich Möbel raus – und da wir ein nachhaltiger AStA sind, bieten wir euch die Möglichkeit aus dem Haus alles mitzunehmen was da ist. Es sind viele Möbel übrig geblieben so z.B. diverse Sofa, Sessel und Stühle.
Kommt vorbei und schaut ob ihr etwas für euch findet.
Am 11.09 sind wir in der Zeit von 12:00-16:00 anzutreffen, am 12.09. von 15:00-19:00.
Bringt was zum Schleppen mit

Unfortunately, at the end of this month the Initiativenhaus at Uhlhornsweg 68 will be finally teared down. But before this can happen, we have to get rid of all the furniture – we are a sustainable AStA and therefore we’d like to offer you to take everything you want.
There is a lot left, for instance some couches, armchairs and chairs.
Come over and see if you’ll find something that suits you.
On 11.09., we’ll be there from 12:00-16:00 and on the 12th from
15:00-19:00 o’clock.
Get yourself something to carry
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1 Woche vergangen

Stellungnahme nach Kontaktaufnahme mit der Kulturetage zum Thema ‚Lisa Fitz‘Am 06.09.2019 soll die Kabarettistin Lisa Fitz in der Oldenburger Kulturetage auftreten. Sie steht seit Längerem massiv in der Kritik, da sie in ihren Texten antisemitische Aussagen und Codes verwendet (siehe dazu unten). Damit reiht sie sich neben ‚Künstler_innen‘, wie Xavier Naidoo (der in der Vergangenheit durch Nähe zum Reichsbürgermilieu und ebenfalls durch antisemitische Texte aufgefallen ist) oder Kollegah (der beim Echo, in seinem Video zum Song ‚Apokalypse‘ und zuletzt im Vice-Magazin durch antisemitische Äußerungen auffiel) ein.

Zu Beginn dieser Woche erreichte unsere Mail [Der Wortlaut der Mail ist diesem Dokument am Ende beigefügt] zum Auftritt von Lisa Fitz die Kulturetage. Auf diese wurde uns vom Programmleiter der Kulturetage Andreas Holtz ein Gespräch angeboten.

Dieses fand statt am Mittwoch, den 21.08.2019 gegen 12 Uhr. Andreas Holtz verwies zunächst darauf, wie wichtig er antifaschistische Arbeit und das Engagement des AStAs, speziell auch unseres, findet. Ebenso wird bereits in der Antwort auf die Mail hingewiesen, dass man grundsätzlich in der Kulturetage Werte und Ziele des Antifaschismus vertritt. Dies ist ein Umstand, über den auch wir uns sehr freuen. Umso irritierter waren wir, als sich herausstellte, dass unser Hinweis, dass zumindest der Text des Lieds „Ich sehe was, was du nicht siehst“ [Der Text ist ebenfalls dieser Mail beigefügt.] antisemitische Aussagen und Codes enthält, geleugnet wurde.

Auffällig an der Stellungnahme der Kulturetage bzw. von Herrn Holtz ist die Tatsache, dass Antisemitismus gleichgesetzt wird mit Faschismus und scheinbar ausgeschlossen ist, Antisemit zu sein bzw. sich antisemitisch auszudrücken, wenn besagte Person sich selbst als Antifaschist oder Antikapitalist begreift. So wurde darauf verwiesen, dass hier Lisa Fitz doch lediglich eine recht plumpe Kritik am Kapitalismus äußere, aber auch auf die Probleme in sogenannten ‚No-Go-Areas‘, wie Flüchtlingsunterkünften hinweist und darum also nicht unterstellt werden kann, sie sei rechts oder gar rechtsradikal, also auch unter keinen Umständen könne es sich hier um antisemitische Aussagen oder Codes handeln.

Daher müssen wir annehmen, dass es in der Kulturetage keinen Begriff – zumindest keinen umfangreichen – von Antisemitismus gibt. Hierauf verweist schon der Umstand, dass geschrieben wurde: „Ich freue mich über deinen/euren Einsatz für eine antisemitische/antifaschistische Welt“. Hat man einen einigermaßen sensiblen Umgang mit dem Thema, so passiert ein solcher Fauxpas wohl kaum. Außerdem kann es nicht angehen, dass in einem Gespräch über Antisemitismus eine der Gesprächsparteien das Wort ‚Heuschrecke(n)‘ für eine geeignete Umschreibung für Bänker etc. hält.

Als besonders erschreckend empfanden wir außerdem die belehrende Art und Weise von Herrn Holtz, die sich niederschlug in Aussagen, wie „Eine solche Interpretation würde euch jeder Deutschlehrer um die Ohren hauen“ oder der ständigen Feststellung, dass er doch schon 19 Jahre Berufserfahrung hätte bzw. wir mal berücksichtigen sollen, dass auch Lisa Fitz schon seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Künstlerin sei, sowie der Tatsache, dass unsere Gesprächsbeiträge häufig unterbrochen wurden, während Herr Holtz äußerst langatmige Monologe hielt.

Des Weiteren wurde unsere Darstellung, wie oben im Deutschlehrerzitat schon ersichtlich wird, als unhaltbare Behauptung dargestellt, obwohl wir über Quellen offensichtlich gemacht haben, worauf sich unsere Analyse (nicht Interpretation) und unsere Urteile stützen. Absolut unangebracht war der Vorwurf, wir seien doch wörtlich ‚irre‘ Lisa Fitz Zeilen als antisemitische Aussagen und Codes zu bezeichnen. Auch wenn es sich bei der Kulturetage nicht zwangsweise um eine wissenschaftliche Einrichtung mit wissenschaftlich geschulten Mitarbeiter_innen handelt, so kann man doch von einer Einrichtung, die den Begriff ‚Kultur‘ in ihrem Namen trägt, erwarten, dass eine gewisse kultivierte Praxis der Argumentation beherrscht wird.

Ergebnis des Gesprächs war letzten Endes, dass unsere Kritik an der Einladung Lisa Fitz‘ von der Kulturetage oder zumindest dem Programmverantwortlichen nicht geteilt und als lächerlich empfunden wird, also auch keine Konsequenzen zu erwarten sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals auf die Problematik hinweisen: Antisemitismus drückt sich nicht zwangsweise in explizitem Hass gegen Juden oder jüdische Einrichtungen aus. Zunächst ist die Personifizierung der Herrschaft in der kapitalistischen Produktionsweise eine falsche Analyse, korrekt analysiert handelt es sich hierbei um ein warenvermitteltes Herrschaftsverhältnis. Das Urteil, aus diesem falschen Bewusstsein, dass die Herrschenden sich versteckt in Geheimbünden organisieren müssen, weist schon eindeutige Kennzeichen einer Verschwörungstheorie auf. Lisa Fitz spricht unter anderem von „Schattenstaat“, „Die elitären Clubs der bösen Herren“ oder „Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das“. Verbunden mit dem Stereotypen des jüdischen Geldhändlers, wie er bereits im Mittelalter sich entwickelte, da Jüdinnen und Juden bereits zu dieser Zeit großem Hass ausgeliefert waren und daher nicht in anderen Berufen bzw. Zünften tätig werden konnten, wird dieser „illustre Kreis“ ganz von selbst mit der jüdischen Weltverschwörung in Verbindung gebracht, selbst wenn Rothschild und Soros im Songtext nicht erwähnt worden wären (vgl. homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/antisemitismus_struktureller_antisemitismus.pdf, zuletzt eingesehen: 22.08.2019). Besonders irritierend war folgende Rechnung, die in diesem Zusammenhang aufgemacht wurde: Es sei ja vollkommen in Ordnung, wenn in solcher plumpen Kritik am Kapitalismus zwei von sechs Großkonzernen ‚jüdische‘ sind, erst wenn der Fokus ausschließlich auf ‚jüdischen‘ Großkonzernen läge, also bspw. alle aufgezählten Großkonzerne ‚jüdisch‘ seien, wäre das ‚problematisch‘. Solche Rechnungen erinnern sehr stark an die sogenannte ‚Salami-Methode‘, wie sie auch Adorno beschreibt (Adorno, 2019, S. 45).

Für problematisch halten wir, auf Grundlage der Analyse Theodor W. Adornos Analyse im erst vor kurzen schriftlich veröffentlichten Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“, bereits den Kontext des gesamten Programms von Lisa Fitz, wie bereits im letzten Absatz des Mailtext angedeutet wird. In diesem stellt auch Adorno fest „Er [der Antisemitismus] hat die Juden, kann man sagen, überlebt“ (Adorno, 2019, S. 34), trotz des gesellschaftlichen Tabus, sich antisemitisch äußern zu dürfen. Doch bereits dieses Tabu wird instrumentalisiert zur Agitation „mit diesem Augenzwinkernden: ‚Wir dürfen ja nichts darüber sagen, aber wir verstehen uns unter uns. Wir alle wissen, was wir meinen“ (Adorno, 2019, S. 35) quasi mit „vorgehaltener Hand“ als „Flüsterwitz“. Komisch, dass sie sich gerade so, mit vorgehaltener Hand, für ihr Programm „Flüsterwitz“ ablichten lässt, (vgl. www.lisa-fitz.de/lisa-fitz-setzt-drei-ausrufezeichen-mit-fluesterwitz/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019) in dem es ihr hauptsächlich darum geht die Menschen aufzuwecken (vgl. www.lisa-fitz.de/des-derfst-ja-net-laut-sagen-lisa-fitz-erzaehlte-fluesterwitze/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019), eine selbstauferlegte Aufgabe, die sich in vielen verschwörungstheoretischen Kontexten, aber auch in der rechten Szene wiederfinden.

Derzeit erscheint es so, dass in der Kulturetage Raum für antisemitische Ressentiments und Codes geboten wird - das halten wir für äußerst bedenklich. Wir erhoffen uns, dass die Kulturetage, und auch ihr Programmverantwortlicher Andreas Holtz, ihren Begriff des Antisemitismus reflektieren und in Zuge dessen einen kritischen Blick auf „Künstler_innen“ wie Lisa Fitz werfen und in Zukunft die Einladung von ihresgleichen überdenken.

Tarek Probst (Referat gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent für Kultur, Sport und Events) im Auftrag des AStA

Weiter Quellenangaben:

1. W.-Adorno, Theodor: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. 3. Auflage, Berlin (Suhrkamp), 2019.



Mail vom 20.08.2019 an Andreas Holtz, Uwe Schwettmann, Bettina Stiller, Bernt Wach

Betreff: Zum Auftritt von Lisa Fitz in der Kulturetage

Liebes Kulturetage-Team,

Wir, vom AStA der CvO Universität Oldenburg, mussten mit einigem Entsetzen feststellen, dass sie die antisemitische Künstlerin Lisa Fitz eingeladen haben und ihr in ihren Räumlichkeiten eine Bühne bieten.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Lisa Fitz zumindest in ihrem Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ganz offen antisemitische Aussagen und Codes verwendet. Dieses Urteil lässt sich zurückführen auf die Definition der europäischen Union von Antisemitismus:

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“ (www.usahm.de/Dokumente/Antisemdeu.htm, Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Jedoch bleibt diese Definition noch etwas unspezifisch, denn eine besonders problematische Form des Antisemitismus ist der strukturelle Antisemitismus, der sich in „Denkstrukturen [äußert], die sich nicht ausdrücklich gegen Juden richten, allerdings dem “klassischen” Antisemitismus von der Argumentationsstruktur und dem Weltbild gleichen oder stark ähneln. Struktureller Antisemitismus äußert sich häufig in verkürzter Kapitalismuskritik, in der einer kleinen Gruppe an “Managern” oder “Bossen” die Schuld an den sozialen Verwerfungen und Krisen des Kapitalismus gegeben wird, obwohl diese Probleme systemimmanent sind. Struktureller Antisemitismus personifiziert gesellschaftliche Probleme und schafft somit einen Sündenbock, auf den die Schuld geschoben wird und der, der Logik nach, nur beseitigt werden müsse, um das Problem zu lösen. Sie geht also immer mit Säuberungsfantasien einher, die im nationalsozialistischen Holocaust ihren bisherigen Höhepunkt fanden. Man sollte jedoch auch beachten, dass nicht nur verkürzte Kapitalismuskritik strukturell antisemitisch sein kann, sondern auch andere Ideologien oder Verschwörungstheorien, mit anderen thematischen Schwerpunkten.“ ( marinaweisband.de/ueber-strukturellen-antisemitismus/; www.trend.infopartisan.net/trd0101/t120101.html Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Betrachten wir nun einige der ersten Zeilen besagten Songs, fallen sofort oben genannte Codes auf. So singt Lisa Fitz: „Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,/Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn?/Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,/die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“
Hier wird das Prinzip der Kapitalakkumulation in der kapitalistischen Produktionsweise ausschließlich einigen wenigen „Schurkenbanken“ und „Gierkonzernen“ vorgeworfen und fatalerweise dann mit der jüdischen Familie der Rothschilds oder George Soros personifiziert. „Die jüdische Bankiersfamilie der Rothschilds steht seit dem 19. Jahrhundert im Zentrum antisemitischer Hetze. Ähnlich wie im Falle Soros lautete der Vorwurf, sie würden zum Zwecke der Anhäufung von Geld über Krieg und Frieden in Europa bestimmen sowie Regierungen kontrollieren. Auf die „Juden der Könige“, wie sie damals genannt wurden, zielte auch der NS-Propagandafilm „Die Rothschilds“ von 1940 ab. Dieser Film wurde von Joseph Goebbels gemeinsam mit „Jud Süß“ und „Der ewige Jude“ gefördert und verbreitet“. (lbga-muenchen.org/2019/07/23/zur-verleihung-des-bayerischen-verdienstordens-an-lisa-fitz/ Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Zuvor wird gesungen: „Es rafft noch mehr wer großen Reichtum hat“. Dies verweist auf die NS-Ideologie, die von „schaffendem Kapital“, dass positiv auf das deutsche Volk wirkt, weil etwas erarbeitet wird spricht. Im Gegensatz dazu „das ‚raffende Kapital‘ wird identifiziert als das international vertretene und organisierte Großkapital, welches parasitär wirke, indem es die Völker aussauge, in denen es sich ansiedelt. Das ‚raffende Kapital‘ wird verkörpert vom Juden.“ (www.antisemitismus.net/theorie/kritische-theorie/antisemitismus.htm Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Abgesehen von diesem Lied erscheint schon der Ankündigungstext in einer problematischen Art und Weise. Der Satz „Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht“, verweist zumindest in diesem Kontext auf verschwörungstheoretisches Denken und der Satz „In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern“, wird im Kontext der Weltreligionen, bei Helfershelfern implizit auf das Judentum verwiesen.

Hiermit sollte offensichtlich sein, dass ein Auftritt von Lisa Fitz äußerst problematisch ist und wir würden sie, von der Kulturetage, darum bitten Stellung zu diesem Umstand zu beziehen.

Antifaschistische Grüße

Tarek Probst (Referent gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent Kultur, Sport und Events)



Text ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘ - Lisa Fitz

Ich sehe was, was du nicht siehst
weil´s nicht so irre lustig ist.
Ich sehe das, was du nicht sehen willst –
weil du blind bist – und lieber shoppst und chillst.
„I lies gar nix, i kauf mir jetzt a Kleid!“

Die Welt wird fieser und an wem mag´s liegen?
Ich bin umzingelt von Staatsmacht und Intrigen.
Es rafft noch mehr, wer großen Reichtum hat
und die Menschen neben mir, die werd´n nicht satt.

Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,
Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn.
Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,
die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.

Die Masterminds und grauen Eminenzen
JP Morgans, Goldman Sachs u. deren Schranzen,
Waffenhändler, Spekulanten, Militär,
Geheimdienste, Spione und noch mehr.

Die elitären Clubs der bösen Herrn,
denen liegt dein kleines Einzelschicksal – so fern.
Es gibt sowieso zu viele Esser,
ohne die Vielen geht´s den Wenigen besser.

Die Kaltblüter mauern unsere Freiheit ein
Jahr für Jahr – ohne Eile – Stein um Stein…
Und wir sind zu blöd, um zu kapieren,
zu träge und zu faul zum Informieren,
kaufen Taschen, Schuhe, Schoko, Fußballkarten,
während Satans Drachenreiter auf uns warten.

He, du…! — He, du…!

Mach die Ohren auf und höre, wie sie lügen!
Mach die Augen auf und sieh, wie sie betrügen!
Mach den Mund auf und sage, was du siehst!
Die Wahrheit ist oft leider ziemlich fies.

Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das.
Der Teufel sponsert die, kackt auf den Haufen,
Die können Teile von der Welt sich einfach kaufen.

Sind nie in Flüchtlingsheimen oder an der Tafel
In großen Schlössern wird diniert zu Geschwafel,
In Luxusghettos residiern´s im Seidenhemd
Parallelwelt und Moschee sind denen fremd.

Ich sehe was, was du nicht siehst,
weil du halt ganz a Brave bist,
die immer noch ans Gute glaubt,
auch wenn man ihr das Liebste raubt.

Deine Vision ist so naiv
und dein Glaube an den Gott, der ist so tief.
Doch sag ich dir, my love, dein Gott ist tot –
auf der Welt regieren Mord und Geld und Not.

„Wo isser denn? Warum sagt er nix? I hab doch so vui bet´ ?!
“ Lisa: Aha. Ja, wo isser denn? Tja.
Dein Gott macht Urlaub, er sitzt auf den Kanaren
Und im Pazifik, wo die Atomtests waren.
Ihm macht das nix, er ist ja nur aus Luft
Und er verduftet, wenn die ganze Welt verpufft.

Dein Unwissen birgt große Gefahr,
denn was du nicht weißt, wird immerdar
Elitenwissen bleiben und geheim
Und sie fangen uns wie Fliegen auf dem Leim.

Wir müssen aufstöbern, zeigen und enthüllen
Sie aus dem Fuchsbau jagen und zerknüllen
die Verbrecher gegen Liebe und das Menschenrecht –
Doch im Deutschen wurzelt leider tief der Knecht.

Geh hinaus und mach die Augen ganz weit auf!
Benutz dein Hirn und lern begreifen, was da lauft…
Mach dich auf deinen Weg, musst dich beeilen.
Schau genau hin und lies zwischen den Zeilen!

Wart nicht, mein Lieb, du musst dich sputen
Die Zeit arbeitet nicht mehr für die Guten…
Es ist nicht fünf vor zwölf – s´ ist fünf nach eins
und wenn du wo Gewissen suchst – s´gibt keins.

Gierige Männer, Mördergreise,
spielen vom Tod die böse alte Weise,
reißen im Fallen die halbe Welt mit sich,
wach auf und handle – lass dich nicht im Stich.

Alles, was das Volk je wollte
und was es bekommen sollte,
wurde niemals ihm geschenkt,
Wir müssen kämpfen – daran denkt!!

Wer kann den Tango der Verleugnung besser tanzen….
Die Elite – oder die dummen Schranzen? (4x wiederholen)
Hey Du! Wach auf…!
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2 Wochen vergangen

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Danke, dass Ihr Euch und die DIG Oldenburg dafür einsetzt!

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/
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2 Wochen vergangen

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: https://fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/

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Ich konnte gestern leider nicht dabei sein, würde aber gerne über weitere Treffen/das Besprochene informiert werden - an wen kann ich mich da wenden?

KessErziehen

Beim Workshop „KessErziehen“ geht es vor allem um weniger Stress und mehr Freude in der Erziehung und Alltag mit Kind und Studium.

Ziel des Workshops ist es, eine andere Haltung in der Erziehung einzunehmen, sein Kind zu ermutigen und stärken, einfach entspannt erziehen, ohne schimpfen.



Referentin des Workshops ist Julia Schallehn. Sie zeichnet sich vor allem durch den Encouraging-Master und Erfahrung als vierfache Mutter für diesen Workshop aus. Zudem hat sie zahlreiche Fortbildungen zu diesem Thema absolviert.



Der Workshop soll im Wintersemester 2019/20 an 7 Terminen á 90 Minuten immer freitags stattfinden. Start am 25.10.19 von 8.30 Uhr bis 10 Uhr.

Pro Person wird der Workshop nur 25 € kosten (pro Termin also nur etwa 3,6€), den restlichen Betrag übernimmt der AStA Universität Oldenburg.



Anmeldung unter studierenmitkind@asta-oldenburg.de, natürlich auch beim Eltern-Kind-Café möglich.







Habt ihr Fragen, dann schreibt uns jederzeit einfach ebenfalls an: studierenmitkind@asta-oldenburg.de



Wir freuen uns auf euch!
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2 Wochen vergangen

+++Ein Angriff auf demokratische Prinzipien und die fortschreitende Verschulung des Studiums+++

Im hochschulöffentlichen Teil der Senatssitzung am 21. August wurden zwei äußerst bedenkliche Anträge behandelt, zu denen wir Stellung beziehen möchten.

Mit dem Antrag des Wahlamtsleiters wurde offen versucht, zentrale demokratische Prinzipien mit der Begründung eines geringen bürokratischen Aufwands zu unterlaufen. Konkret eingereicht wurde ein Änderungsantrag der Wahlordnung für die Gremienwahlen. Paragraph 7 — Wahlbenachrichtigung — sollte um folgenden Abschnitt ergänzt werden: „Durch Beschluss des Wahlausschusses kann auf die Übersendung der Wahlbenachrichtigung verzichtet werden“. Nun stellt die Wahlbenachrichtigung einen elementaren Teil demokratischer Verfahren dar - nur wer über anstehende Wahlen Bescheid weiß, hat die Möglichkeit wählen zu gehen. Gerechtfertigt wurde der Versuch eines solch herben Einschnitts in demokratische Prinzipien mit einem geringerem bürokratischen Aufwand, begründet durch eine Kosten-Nutzen-Kalkulation aufgrund der ja ohnehin geringen Wahlbeteiligung, und einer möglichen Anwendung dieses Abschnittes nur in Ausnahmefällen. Wir sind froh, dass sich der Senat ohne weitere Diskussionen einstimmig gegen diesen Abschnitt entschieden hat. Bedenklich ist, dass wir einen amtierenden Wahlamtsleiter haben, der bereit ist, für eine verschlankte Bürokratie demokratische Prinzipien über Bord zu werfen.

Der Prozess der Verschulung des Studiums schreitet mit der genehmigten Änderung der Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge weiter voran. Mit einer äußerst schwachen Begründung, dem Hinweis auf die Zulassungsbeschränkung des Studienganges Sozialwissenschaft, wurden aus dem Professionalisierungsbereich – welcher einen Blick über den Tellerrand des auferlegten Studienverlaufsplans erlaubt – elementare Module der Forschung in den Sozialwissenschaften gestrichen. Dass diese Module nun nur noch von Studierenden des Fachbachelors Sozialwissenschaften belegt werden können, wird billigend in Kauf genommen. Außer den beiden Studierendenvertreter_innen hat im Senat leider niemand gegen diese fortschreitende Beschränkung eines selbstbestimmten Studiums gestimmt.
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3 Wochen vergangen

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Gute Arbeit vom AStA! Ihr dürft denen nicht weiterhin so etwas durch gehen lassen! Schade das es für die SoWis nicht gereicht hat. Der Senat hat hier eine frappierend falsche Auffassung worum es in einem Studium für das Individuum geht. Bei der geringen Wahlbeteiligung hätte ich einen Vorschlag, den ich von der Uni Köln erfahren habe. Dort wurde in den 60er/70er Jahren mal zu einer StuPa-Wahl unter den Wählenden ein Auto verlost, welches durch ein Autohaus gesponsert wurde. Vielleicht könnte man mit einem wohlgesinnten Akteur etwas ähnliches auf die Beine stellen? Natürlich nicht notwendigerweise in dem Ausmaß und auch nur mit einem neutralen und fairen Partner. Natürlich kann man jetzt argumentieren, die Leute würden dann nur irgendwas wählen wegen der Verlosung. Aber ich traue den Studierenden mehr zu. Vielleicht kann man so die Hemmschwelle zur Befassung mit Hochschulpolitik , die wohl vorliegt, auflösen. Arbeitet weiter für uns, so wie ihr es ja aktuell tut 🤙

Zählt eine e-Mail denn in diesem Fall als Wahlbenachrichtigung?

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