Aktuelles!

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Wegen des rechtsextremen Anschlags in Hanau findet heute um 18 Uhr am Lefferseck eine Mahnwache gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus statt.
Außerdem findet morgen, Samstag den 22.02, um 14:00 Uhr eine Mahnwache am Julius-Mosen-Platz statt.

www.facebook.com/events/200243394715040/
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4 Tage vergangen

Wegen des rechtsextremen Anschlags in Hanau findet heute um 18 Uhr am Lefferseck eine Mahnwache gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus statt.
Außerdem findet morgen, Samstag den 22.02, um 14:00 Uhr eine Mahnwache am Julius-Mosen-Platz statt.

https://www.facebook.com/events/200243394715040/

Moin,

über die Semesterferien legen wir eine Pause ein und sind pünktlich zum
Start des neuen Semester ab dem 16. April wieder für euch da.

Desweiteren würden wir uns über tatkräftige Unterstützung für unser Nightline-Team freuen. Ab nächtsem Semster könnt ihr Teil davon werden und werdet eine Stimme des Zuhörtelefons. Bei Interesse oder weiteren Fragen schreibt uns eine Nachricht an: nightline@asta-oldenburg.de. Weitere Informationen werden demnächst noch einmal extra veröffentlicht.

Wir wünschen euch gute Erholung vom Studienstress, viel Spaß in der freien Zeit und alles was für euch noch zu gelungenen Ferien dazugehört.

Die Nummer der Telefonseelsorge erreicht ihr rund um die Uhr unter: 0800/111 0 111

Euer Nightline-Team Oldenburg #ehrenamt #student #students #oldenburg #unioldenburg #seelsorge #wirhöreneuchzu
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4 Tage vergangen

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Semesterferien, oder vorlesungsfreie Zeit :-D

+++Servicepost+++
Die Beratungszeiten haben sich geändert.
Immer aktuell auf: asta-oldenburg.de/beratungszeiten/
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2 Wochen vergangen

+++Servicepost+++
Die Beratungszeiten haben sich geändert.
Immer aktuell auf: https://asta-oldenburg.de/beratungszeiten/

+++Servicepost+++
Die Rückmeldefrist geht noch bis zum 15.02.
Die Frist ist gewahrt, wenn der Zahlungsauftrag bei der Bank bis zu diesem Termin eingegangen ist. Der aktuelle (Regelfall) Semesterbeitrag beträgt 401,27€.
Alle Informationen findet ihr auf der Website der Uni:
uol.de/studium/rueckmeldung
uol.de/studium/gebuehren/semesterbeitraege/

Außerdem: Seit gestern werken einige Künstler_innen im AStA. Was sie tun? Das erfahrt ihr nach Abschluss der Arbeit!
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3 Wochen vergangen

+++Servicepost+++
Die Rückmeldefrist geht noch bis zum 15.02.
Die Frist ist gewahrt, wenn der Zahlungsauftrag bei der Bank bis zu diesem Termin eingegangen ist. Der aktuelle (Regelfall) Semesterbeitrag beträgt 401,27€.
Alle Informationen findet ihr auf der Website der Uni:
https://uol.de/studium/rueckmeldung
https://uol.de/studium/gebuehren/semesterbeitraege/

Außerdem: Seit gestern werken einige Künstler_innen im AStA. Was sie tun? Das erfahrt ihr nach Abschluss der Arbeit!

+++Servicepost+++
Die PC-Werkstatt fällt heute leider krankheitsbedingt aus. Kommt gerne nächste Woche wieder vorbei!
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3 Wochen vergangen

Juhu, die Infobroschüren zu eurem Semesterticket sind da! Holt sie euch im AStA Trakt ab, wenn ihr auch offline die wichtigsten Informationen zur Nutzung des ÖPNV in Niedersachsen und außerhalb nachlesen wollt. ... MehrWeniger

4 Wochen vergangen

Juhu, die Infobroschüren zu eurem Semesterticket sind da! Holt sie euch im AStA Trakt ab, wenn ihr auch offline die wichtigsten Informationen zur Nutzung des ÖPNV in Niedersachsen und außerhalb nachlesen wollt.

+++Servicepost+++
Die Wahl des Studierendenparlamemts für die Legislatur 2020 ist ausgezählt. Alle Ergebnisse findet ihr Online unter: stupa-oldenburg.de/stupa/ausschuesse/wahlausschuss/
Die Wahlergebnisse in kürze:
Campus Grün Oldenburg: 46,75% [24 Sitze]
RCDS: 12,32% [6 Sitze]
DieLinke.SDS: 10,46% [5 Sitze]
Unabhängige Studierende Oldenburg: 8,61% [4 Sitze]
JuSo Hochschulgruppe: 8,24% [4 Sitze]
Liste Informatik: 5,82% [3 Sitze]
Liberale Hochschulgruppe: 5,57% [3 Sitze]
DieListe: 1,73% [1 Sitz]
Ungültige Stimmen: 1,04%
Jannis Moritz: 0,5% [0 Sitze]

Wahlbeteiligung: 10,06%

Außerdem: Diese Woche findet die Themenwoche Antisemitismus mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Kommt vorbei!+++Themenwoche Antisemitismus+++
Vom 27. - 31.01.2020 finden im Rahmen der Themenwoche Antisemitismus verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Antisemitismus statt.

27.01. Filmvorführung Shoah von Claude Lanzmann
12:00 - 20:00 Uhr V03 0-E003
www.facebook.com/events/1178952819114539/

28.01. It’s not systemic- Antisemitismus im akademischen Antirassismus. Vortrag & Diskussion mit Ingo Elbe
18:30 - 20:30 Uhr A01 0-005
www.facebook.com/events/175654330479773/

29.01. Über Schuld und Abwehr. Warum das Wissen um die Nazi-Vergangenheit nicht gegen Antisemitismus hilft.
Workshop mit Olaf Kistenmacher
14:00 - 18:00 Uhr V03 0-D001
www.facebook.com/events/154899409141780/

30.01. »Nakba«, »Apartheidstaat«, »Kindermörder« Über antiisrelische Mythen in Geschichte und Gegenwart.
Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt
16:00 - 18:00 Uhr A01 0-010a
www.facebook.com/events/187130832479020/

31.01. Antisemitismus im deutschen Rap
Vortrag und Diskussion mit Konstantin Nowotny
19:00 - 21:00 Uhr A01 0-006
www.facebook.com/events/170463337390944/
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4 Wochen vergangen

+++Servicepost+++
Die Wahl des Studierendenparlamemts für die Legislatur 2020 ist ausgezählt. Alle Ergebnisse findet ihr Online unter: http://stupa-oldenburg.de/stupa/ausschuesse/wahlausschuss/
Die Wahlergebnisse in kürze:
Campus Grün Oldenburg: 46,75% [24 Sitze]
RCDS: 12,32% [6 Sitze]
DieLinke.SDS: 10,46% [5 Sitze]
Unabhängige Studierende Oldenburg: 8,61% [4 Sitze]
JuSo Hochschulgruppe: 8,24% [4 Sitze]
Liste Informatik: 5,82% [3 Sitze]
Liberale Hochschulgruppe: 5,57% [3 Sitze]
DieListe: 1,73% [1 Sitz]
Ungültige Stimmen: 1,04% 
Jannis Moritz: 0,5% [0 Sitze]

Wahlbeteiligung: 10,06%

Außerdem: Diese Woche findet die Themenwoche Antisemitismus mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Kommt vorbei!

Gegen die Verschlechterung der LehrePressemitteilung des AStA der Carl von Ossietzky Universität

Jedes Jahr der gleiche Schreck und keine Besserung in Sicht. Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt und spitzen sich Jahr für Jahr weiter zu. Es fehlt an staatlichen Mitteln, die Bildungsqualität leidet. Studierende sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung. Mangel an Lehrpersonal, marode Gebäude, veraltete Technik, kommissarische Besetzung von Professurstellen und Unterfinanzierung der Studierendenwerke an der Uni erschweren das Studium, parallel explodieren die Lebenshaltungskosten insbesondere aufgrund der steigenden Mieten.

Die Konsequenz ist mangelnde Beteiligung der Studierenden, die sich, statt zu lernen mit Nebenjobs, Raum- und Personalmangel herumschlagen müssen. Statt die Probleme anzugehen bekämpft die Universität das Symptom mittels kruder und nicht nachvollziehbarer Methoden wie Anwesenheitspflicht, die eigentlich gesetzlich verboten ist, speziell gekennzeichneter Übungszettel sowie Sitzzettel. An einigen Instituten folgt eine Beschäftigungstherapie durch Aufgaben wie dem Zusammenfassen von Texten und der Vergabe von Kurzreferaten. In der Didaktik der Mathematik führte ein alternativloses Modul, das nur von einer einzigen Lehrenden gegeben wird, bereits zum Abwandern von 50 Studierenden. Unklare Anforderungen, inkonsistentes Bewertungsschema und überfüllte Sprechstunden machten die Vorbereitung auf die Modulprüfung kaum möglich. Besserung ist leider nicht in Sicht. An der Universität sollen vermehrt auch in der grundständigen Lehre sogenannte LfbA-Stellen (Lehrkraft für besondere Aufgaben) geschaffen werden. Diese sehen vor, dass die Stelleninhaber_innen nur noch Lehre, aber keine Forschung mehr leisten. Das bedeutet bei einer vollen Stelle eine Erhöhung des Lehrdeputats von bisher maximal 5 Seminaren auf bis zu 9 Seminare pro Woche. Das ist Teil eines Trends, Lehre und Forschung zu trennen, was zu Lasten der Lehre passiert. Die ganze Struktur würde sich verändern: schematisierte Lehre statt innovativer Lernkonzepte; weniger inhaltliche Auswahlmöglichkeiten für Studierende; weniger Dozierende für die gleiche Studierendenzahl und damit einhergehend eine Verschlechterung der Betreuungs- und Prüfungssituation. Statt besserer Finanzierung des Mittelbaus und dem Ausbau von Forschung und Lehre folgt eine Verschulung der Universität und noch weniger Pluralität an Lehrpersonal. Die benötigte Lehre und die damit verbundene Prüfungsbetreuung sollen in Zukunft mit weniger Stellen gewährleistet werden, gleichzeitig sollen mehr Stellen für Forschungsprojekte eingerichtet werden.

Als AStA fordern wir all das. Schluss mit #LernenAmLimit ! Es braucht dringend bezahlbaren Wohnraum, BAföG als Vollzuschuss für alle, deutlich mehr Geld für Bildung. Wir sind gegen die vermehrte, unsachgemäße Einführung von LfbA-Stellen. Wir fordern stattdessen entfristete wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstellen, bei denen die Einheit von Forschung und Lehre auch in personeller Einheit realisiert ist.
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1 Monat vergangen

Gegen die Verschlechterung der Lehre

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Ist das mit der "Leere" ein Wortspiel oder ein Tippfehler?

+++Themenwoche Antisemitismus+++
Vom 27. - 31.01.2020 finden im Rahmen der Themenwoche Antisemitismus verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Antisemitismus statt.

27.01. Filmvorführung Shoah von Claude Lanzmann
12:00 - 20:00 Uhr V03 0-E003
www.facebook.com/events/1178952819114539/

28.01. It’s not systemic- Antisemitismus im akademischen Antirassismus. Vortrag & Diskussion mit Ingo Elbe
18:30 - 20:30 Uhr A01 0-005
www.facebook.com/events/175654330479773/

29.01. Über Schuld und Abwehr. Warum das Wissen um die Nazi-Vergangenheit nicht gegen Antisemitismus hilft.
Workshop mit Olaf Kistenmacher
14:00 - 18:00 Uhr V03 0-D001
www.facebook.com/events/154899409141780/

30.01. »Nakba«, »Apartheidstaat«, »Kindermörder« Über antiisrelische Mythen in Geschichte und Gegenwart.
Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt
16:00 - 18:00 Uhr A01 0-010a
www.facebook.com/events/187130832479020/

31.01. Antisemitismus im deutschen Rap
Vortrag und Diskussion mit Konstantin Nowotny
19:00 - 21:00 Uhr A01 0-006
www.facebook.com/events/170463337390944/
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1 Monat vergangen

+++Themenwoche Antisemitismus+++
Vom 27. - 31.01.2020 finden im Rahmen der Themenwoche Antisemitismus verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Antisemitismus statt.

27.01. Filmvorführung Shoah von Claude Lanzmann
12:00 - 20:00 Uhr V03 0-E003
https://www.facebook.com/events/1178952819114539/

28.01. It’s not systemic- Antisemitismus im akademischen Antirassismus. Vortrag & Diskussion mit Ingo Elbe 
18:30 - 20:30 Uhr A01 0-005
https://www.facebook.com/events/175654330479773/

29.01. Über Schuld und Abwehr. Warum das Wissen um die Nazi-Vergangenheit nicht gegen Antisemitismus hilft. 
Workshop mit Olaf Kistenmacher 
14:00 - 18:00 Uhr V03 0-D001
https://www.facebook.com/events/154899409141780/

30.01. »Nakba«, »Apartheidstaat«, »Kindermörder« Über antiisrelische Mythen in Geschichte und Gegenwart. 
Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt
16:00 - 18:00 Uhr A01 0-010a
https://www.facebook.com/events/187130832479020/

31.01. Antisemitismus im deutschen Rap
Vortrag und Diskussion mit Konstantin Nowotny
19:00 - 21:00 Uhr A01 0-006
https://www.facebook.com/events/170463337390944/

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sich mit der Geschichte zu befassen ist wichtig. www.youtube.com/watch?v=Rs3bRb_bPK4

Rückblick auf die Legislatur 2019/20 des AStA der Carl von Ossietzky Universität OldenburgRückblick auf die Legislatur 2019/20 des AStA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Gestellt von den Listen Campus Grün Oldenburg, Die Linke.SDS Oldenburg und Liste Informatik

Seit dem Amtsantritt des CGO-SDS-LI-AStA hat sich einiges getan. Über 50 Veranstaltungen hat der AStA für euch organisiert. Zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops, Aktionstage und ein Festival am Campus bilden dabei nur die Spitze unserer Aktivitäten. Alle sechs Studierendenparlamentssitzung der Legislatur und 30 AStA-Sitzungen liegen hinter uns, die Wahlen für die kommende Legislatur stehen vor der Tür. Zeit für uns, auf die Arbeit zurückzublicken.

In den letzten neun Monaten beschäftigten uns viele Themen. Ob nun Gleichstellung, die Qualität von Studium und Lehre, Antidiskriminierung, das Semesterticket oder das Fördern von Kultur an unserer Universität, zu zahlreichen Themen arbeitete der AStA für die Studierendenschaft. Viele Themen lassen sich dabei Uni-intern nicht lösen, die Kommunikation mit anderen Universitäten und der Politik ist unabdingbar. So waren wir auf zahlreichen Vernetzungstreffen, in landesweiten Arbeitskreisen und haben uns engagiert, damit die Uni Oldenburg teil der bundesweiten Studierendenvereinigung FZS wird. Wir hoffen dadurch Probleme auf dem Wohnungsmarkt, das landesweite Semesterticket, die Unterfinanzierung der Studierendenwerke und dringend notwendige BAföG Reformen effizienter angehen zu können. Denn leider sind all diese Probleme nicht nur in Oldenburg anzutreffen. In zahlreichen Universitätsstädten leiden die Studierenden unter mangelhafter Finanzierung von Bildungsinstitutionen und öffentlichen Einrichtungen. Steigende Preise für Wohnraum und ÖPNV, Säulen des Studierendenlebens unter der Armutsgrenze, bedrohen weiterhin die Existenz vieler Studierender. Abhilfe könnten nur umfangreiche Finanzierungspakete des Bundes und der Länder schaffen, noch stellen die sich aber quer. Darum wird auch in den kommenden Legislaturen den Asten diese Sisyphusarbeit nicht erspart bleiben. Doch bis diese Kämpfe gewonnen sind gilt es zusätzlich kurzfristige Lösungen für die Studierenden zu finden. So helfen Kredite, Sozialberatung, Wohnungsvermittlung und Projekte wie „Wohnen für Hilfe“ schon jetzt zahlreichen Studierenden an unserer Universität, mit den Herausforderungen des Studierendenalltags zurechtzukommen. Spezielle Beratungsangebote und rechtlicher Beistand durch den AStA gewährleisten, dass Studierende fair von Seiten der Universität behandelt werden. Dabei kümmern sich die autonomen Referate um die jeweiligen Statusgruppen, wer nicht zu diesen dazu gehört kann sich aber dennoch sicher sein, im AStA haben wir ein offenes Ohr und geben unser Bestes.

Besorgniserregend ist, dass einige politische Kräfte das allgemeinpolitische Mandat der Asten in Niedersachsen angreifen. Dies würde die Handlungsspielräume des AStA als gesellschaftlicher Akteur stark beschränken und Studierende im gesamtgesellschaftlichen Kontext unsichtbar machen. Desselben Geistes Kind sind auch Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU Ausland sowie die Forderung nach der Öffnung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten für Männer. Statt die Finanzierungslöcher der Universitäten mit Geld zu stopfen folgen rassistisch konnotierte Forderungen nach Belastung von Studierenden aus dem Ausland und anstatt reale Diskriminierung durch patriarchale Strukturen und damit durch Männer anzuerkennen, wird die Stellung von Männern im Hochschulbetrieb weiter ausgebaut. Dies zementiert bestehende diskriminierende Strukturen in der Universität. Als AStA widersetzen wir uns diesen regressiven Vorstößen und versuchen, gemeinsam mit anderen Asten und hochschulpolitischen Akteuren Druck auf Parteien im Landtag auszuüben.

Rassistischer und antisemitischer Hetze haben wir den Kampf angesagt. Denn trotz der Behauptung der Universität, keinen Raum für solche Hetze zu bieten finden sich immer wieder Beweise, dass es auch an der Universität diese Probleme gibt. Meldungen über Rassismus und Relativierung des Nationalsozialismus, regressive Kapitalismuskritik in Vorträgen und die leider immer wieder auftauchenden Flyer der antisemitischen „Nachdenkseiten“ unterstreichen, dass hier auch weiterhin Aufklärung dringend notwendig sein wird.

Der knappe Geldbeutel von vielen Studierenden hat uns dazu veranlasst, eine kostenlose Computerselbsthilfewerkstatt einzurichten. Zusätzlich haben wir die Angebote der letzten Jahre erhalten: die Fahrradwerkstatt, das AStA-Land oder auch den AStA-Shop, um einige Beispiele zu nennen. Nicht mehr angeboten wird der Service rund um den Car-Sharing Anbieter Cambio. Denn aufgrund von Vertragsänderungen seitens Cambio würde dies keine Vorteile mehr für Studierende ergeben, allerdings weiter Kosten für diese Verursachen. Die Nightline ist mittlerweile in vollem Gange und hat ein offenes Ohr für eure Probleme an zwei Terminen in der Woche, vollkommen anonym. Auch die kleine Weltbühne ist mehrmals erschienen, ebenso wie eine neue Auflage des AStA-Kalenders in einem neuen Design.

Nachhaltigkeit war und ist, insbesondere im Kontext des menschengemachten Klimawandels, ein wichtiges Thema. Wir freuen uns, dass so viele Studierende sich zum Beispiel bei Students for Future oder Fridays for Future engagieren und waren natürlich auch selbst tätig. So gab es wieder eine Nachhaltigkeitswoche, gleich zwei Referate griffen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln auf. Außerdem kämpfen wir dafür, das Thema insgesamt stärker in der Universität einzubinden. Dafür sind Änderungen an zahlreichen bürokratischen Prozessen notwendig, was die Arbeit schwierig und mühselig gestaltet. Für notwendige bauliche Maßnahmen fehlt es an Geld. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die Universität dem Thema in Zukunft die angemessene Aufmerksamkeit schenken wird, denn in zahlreichen Studiengängen in den Natur- und Geisteswissenschaften rückt die Klimaproblematik und Beiträge zu möglichen Lösungen dieser zunehmend in den Fokus, während der öffentliche Druck weiter steigt. Dem Ernst der Lage angemessen bekämpfen wir gleichzeitig regressive Tendenzen in der Klimabewegung und setzen uns für wissenschaftlich verifizierbare Ansätze ein. Antisemitische Tiefenökologie, esoterische Heilsversprechen oder Klimapopulismus durch Gruppen wie Extinktion Rebellion sollten weiterhin keinen Platz an der Universität finden.

Im Senat arbeiteten wir für Antidiskriminierung und Frauengleichstellung, gegen die Streichung von Professionalisierungsmodulen, für eine barrierefreie Universität und stellten einige Anträge und Anfragen. So erhielten wir die beispielsweise die Information, dass zukünftig der Beschluss der Hochschulrektorenkonferenz zu Antisemitismus an der Universität umgesetzt werden soll. Außerdem erwirkten wir, dass der Senat die Aktion SOS-StudiWerk unterstützt, die sich für eine bessere Finanzierung der Studierendenwerke einsetzt. Wir nehmen die Universität beim Wort und bleiben unbequem. Auch in der nächsten Legislatur werden die Listen Campus Grün Oldenburg, Die Linke.SDS Oldenburg, Liste Informatik und die Juso Hochschulgruppe gemeinsam eine Senatsliste auf den Weg bringen. Wir hoffen, die Interessen der Studierendenschaft wieder mit zwei Sitzen im Senat unterstützen zu können. Die Wahl zum Senat findet am 21.01.2020 am Campus Wechloy und am 22. Und 23.01.2020 am Campus Haarentor statt.

Differenzierte Gesellschaftskritik war und ist uns wichtig. In eigenen und durch den AStA geförderte Veranstaltungen waren wir bemüht, ein breites Spektrum abzubilden und grundsätzliche gesellschaftliche Probleme und Fragen ebenso wie spezifisch universitäre Probleme zu bearbeiten. So haben wir es geschafft, ein buntes Programm neben den zunehmend versteinerten Studienstrukturen zu schnüren. Die Arbeit des AStA ermöglichte Zugang zu Beratung, Bildung, Kultur und Sport für alle Studierenden, unabhängig vom Geldbeutel, ebenso wie die Förderung der freien Entfaltung von Studierenden.

Der Kampf geht selbstverständlich weiter. Gebäude- und Wohnungsmangel, Mangel an Arbeitsplätzen, Unterfinanzierung der Studierendenwerke sowie der Universität und der Ausbau der Infrastruktur an der Universität sind dringende Themen, ebenso wie zahlreiche Probleme in diversen Studiengängen mit den Studien- und Prüfungsordnungen. Zusätzlich bleiben zahlreiche gesellschaftliche Probleme, die oft auch Studierende direkt betreffen, bestehen. Probleme, die auch der kommende AStA der Legislatur 2020/21 wird bearbeiten müssen. Welchen Fokus dieser setzt und über welche Kompetenzen dieser verfügt, entscheidet ihr! Mit der Wahl zum Studierendenparlament am 20. und 21.01.2020 am Campus Wechloy und vom 22.-24.01.2020 am Campus Haarentor beeinflusst ihr direkt, welche Listen in das Studierendenparlament einziehen und welche Möglichkeiten für eine Koalitionsbildung bestehen. Wir bedanken uns für euer Vertrauen im letzten Jahr und hoffen, dass ihr zufrieden mit der Arbeit des AStA in der Legislatur 2019/20 wart und weiterhin seid.

Euer AStA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Bestehend aus den Listen Campus Grün Oldenburg, Die Linke.SDS Oldenburg und Liste Informatik
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1 Monat vergangen

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Die Spitze ist es tatsächlich, wenn man ein eklatant gescheitertes Mensen-Festival auch noch anpreist. Mehrere Tausend Euro wurden verschwendet für eine Veranstaltung zu der rund 50 Personen erschienen sind. Dabei hätte es so einfach vermieden werden können, hättet ihr schlichtweg auf den ernsthaften und eindringlichen Rat des Amadeus gehört, die euch intensiv unterstützt haben. Das ist nicht nur schlechte Organisation gewesen, das war Arroganz vor der Aufgabe, eurem Mandat und erfahrenen Veranstaltern.

Heute sind wir am Campus Haarentor und Wechloy mit jeweils einem Infostand und klären über die Bedingungen an der Universität auf.
Die fortschreitende Trennung von Forschung und Lehre sowie die Unterfinanzierung der Hochschulen und der Studierendenwerke wirken sich direkt auf die Studienqualität aus. Marode Gebäude, überfüllte Seminare und Sprechstunden und explodierende Semesterbeiträge sind nur einige Folgen der katastrophalen finanziellen Lage.
Darum: Unterzeichnet die Petition und streikt mit uns, am 21.01.2020 um 12:00 Uhr beim Hörsaalzentrum A14 am Campus Haarentor!

Hier gehts zur Petition: www.change.org/p/carl-von-ossietzky-universit%C3%A4t-oldenburg-gegen-die-verschlechterung-der-lehre

Hier gehts zum Streik:https://www.facebook.com/events/602051307285741/
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1 Monat vergangen

Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, sind die Server der Uni down. Das betrifft sowohl sämtliche WLAN Modems als auch alle Internetseiten der Uni wie Elearning, die Cloud oder die Homepage. Die Ursache für die Störung ist uns nicht bekannt. Wir gehen dem Problem weiterhin nach und informieren euch, wenn uns neue Informationen vorliegen. ... MehrWeniger

2 Monate vergangen

Die Nightline des AStA ist ab dem 5. Januar wieder für euch da. Bis dahin wünscht der AStA noch schöne Ferientage und natürlich einen guten Rutsch! ... MehrWeniger

2 Monate vergangen

SOS – Ein Notruf aus der Uni!Pressemitteilung des AStA der Universität Oldenburg

Jedes Jahr der gleiche Schreck und keine Besserung in Sicht. Studierende sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung. Mangel an Lehrpersonal, marode Gebäude, veraltete Technik, kommissarische Besetzung von Professurstellen und Unterfinanzierung der Studierendenwerke an der Uni erschweren das Studium, parallel explodieren die Lebenshaltungskosten insbesondere aufgrund der steigenden Mieten.

Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt und spitzen sich Jahr für Jahr weiter zu. Es fehlt an staatlichen Mitteln, die Bildungsqualität leidet. Die Konsequenz ist mangelnde Beteiligung der Studierenden, die sich, statt zu lernen mit Nebenjobs, Raum- und Personalmangel herumschlagen müssen. Statt die Probleme anzugehen bekämpft die Universität das Symptom mittels kruder und nicht nachvollziehbarer Methoden wie Anwesenheitspflicht, die eigentlich gesetzlich verboten ist, speziell gekennzeichneter Übungszettel sowie Sitzzettel. An einigen Instituten folgt eine Beschäftigungstherapie durch Aufgaben wie dem Zusammenfassen von Texten und der Vergabe von Kurzreferaten. In der Didaktik der Mathematik führte ein alternativloses Modul, dass nur von einer einzigen Lehrenden gegeben wird, bereits zum Abwandern von 50 Studierenden. Unklare Anforderungen, inkonsistentes Bewertungsschema und überfüllte Sprechstunden machten die Vorbereitung auf die Modulprüfung kaum möglich. Besserung ist leider nicht in Sicht, statt besserer Finanzierung des Mittelbaus und dem Ausbau von Forschung und Lehre werden diese durch die Schaffung reiner Lehrstellen weiter gespalten, eine Verschulung der Universität und noch weniger Pluralität an Lehrpersonal ist die Folge.

Trotzdem steigen die Kosten für Studierende. Die Studierendenwerke leiden an einem Sanierungsstau, da zugesagte Förderungen des Landes Niedersachsen für die Sanierung ausgeblieben sind. Der Landesrechnungshof bezifferte diesen bereits im Jahr 2012 mit 149 Millionen Euro bis zum Jahr 2024. Das dieser Betrag mittlerweile angestiegen ist, kann auch den Wissenschaftsminister nicht überraschen. Die Rücklagen der Studierendenwerke (2012 noch rund 83 Millionen Euro) hierzu sind nahezu verbraucht. Die Rechnung der Landesregierung lautet, dass Studierende, deren Einkünfte im Durchschnitt unter dem Hartz IV - Niveau liegen, für die Sanierung und den Neubau von Unterkünften zahlen müssen. Die Studierendenwerke in Göttingen und Hannover haben aktuell deutliche Anstiege der Beiträge auf über 115 Euro pro Semester angekündigt, in Braunschweig liegen diese schon bei 104 Euro, mit einer jährlichen Steigerung von 2 Euro, in Oldenburg ringt man schon traditionell mit einer Liquiditätslücke. Während der Anteil der Finanzhilfen des Landes an der Gesamtfinanzierung der Studierendenwerke nur noch rund 10% beträgt, erreicht der Anteil der Studierenden inzwischen mehr als 25%. Nötig wäre ein Sofortbauprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro, sowie die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25% und einer automatischen, jährlichen Erhöhung des Landeszuschusses um 3%.

Als AStA fordern wir all das. Schluss mit #LernenAmLimit ! Es braucht dringend bezahlbaren Wohnraum, BAföG als Vollzuschuss für alle, deutlich mehr Geld für Bildung.
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2 Monate vergangen

SOS – Ein Notruf aus der Uni!

+++Gegen die Leere in der Lehre+++
Heute ist unser Aktionstag für bessere Bedingungen an der Universität!
Wir fordern:
- BAföG als Vollzuschuss für alle - keine Bildungs-/Studiengebühren
- Gute Finanzierung von Forschung und Lehre - Ausreichende Studienplätze - Unbefristete Beschäftigungsverhältnisse
- Mietpreisbremse - Ausbau und Sanierung von Wohnheimplätzen - Mehr sozialer Wohnungsbau
- Ein Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro!
- Die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25%!
- Eine automatische, jährliche Erhöhung des Landeszuschusses um 3%

Wir haben Punsch, Glühwein und Waffeln für euch. Schaut vorbei, informiert euch. Außerdem könnt ihr eure Weihnachtswünsche an den Bildungsminister senden. Wir freuen uns auf euch!
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3 Monate vergangen

+++Lotta Magazin kostenlos am Campus+++

Wir haben für euch 300 Exemplare der Lotta Sonderausgabe #5 zu „Studentenverbindungen im Netzwerk der extremen Rechten“ angeschafft.
Burschenschaften sind ein Hort der Regression. Sie fußen auf deutschnationalistischer Ideologie und beziehen sich positiv auf einen „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“, der im Gründungsprotokoll der Burschenschaftlichen Gemeinde (BG) vermerkt ist. Eine kritische Reflexion des Heimatbegriffs findet, aufgrund der autoritär konservativen bis rechten Gesinnung, meist nicht statt. Zusätzlich stellt sich die Frage, was einen „Deutschen“ ausmacht, dass dieser (oder diese) Mitglied in einer Burschenschaft sein darf. 2009/10 hat sich der Rechtsausschuss der Deutschen Burschenschaften (DB) darauf festgelegt, dass „die Abstammung von Angehörigen des deutschen Volkes" maßgeblich sei. Deshalb könnten nur Bewerber aufgenommen werden, deren "familiäre Wurzeln schwerpunktmäßig im deutschen Siedlungsgebiet in der Mitte Europas oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa liegen"[1]. Eine Teilnahme ist also dann möglich, wenn die biologische Grundlage der „richtigen“ Abstammung gegeben ist. Dabei wird aber nicht nur unterschieden zwischen „Angehörigen verschiedener Rassen“ sondern auch den „Unterschieden in Fähigkeiten und Verhaltensweisen […] zwischen Männern und Frauen“ [2] Burschenschaften begreifen sich als Elite, die das einheitliche Interesse der „Volksgemeinschaft“ vertritt, wobei individuelle Wünsche und Bedürfnisse gegenüber dieser Gemeinschaft zurückzustellen sind.
Neben Elitarismus und Nationalismus ist auch die gesellschaftlich affirmierte Männlichkeit ein wesentliches Strukturmerkmal der Ideologie. Frauen werden mehrheitlich ausgeschlossen und das männliche Ideal, also Härte, Wehrfähigkeit, Standhaftigkeit, Loyalität usw. gepflegt. Autoritarismus, Antiliberalismus und Antifeminismus sind weitere Elemente des burschenschaftlichen Denkens [3]. Durch die gemeinsame Ideologie ist auch eine Basis für die Zusammenarbeit mit anderen rechten, rechtsextremen oder neonazistischen Gruppierungen bereitet. So habe die "Mehrheit der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft weder ein Interesse an Reformen, noch an einer klaren Abgrenzung zu offen rassistischen, verfassungsfeindlichen und nationalsozialistisch geprägten Handlungen und Positionen", nach Feststellung der Stuttgarter Ghibellinen 2013 [3]. Aufgrund dessen werden diverse Burschenschaften auch vom Verfassungsschutz beobachtet.
Viele Informationen zu Burschenschaften, deren Ideologie und deren Tätigkeit in der Gesellschaft findet ihr in der Lotta Sonderausgabe #5. Sie wird am Campus ausgelegt und ist auch im AStA-Trakt zu bekommen.

Quellen:
[1] vgl. Rechtsausschuss der Deutschen Burschenschaft (2010): Rechtsgutachten vom 21. November. DB-Nachrichtenblatt 311 vom 7. Februar, 15–18, hier: 16f.
[2] vgl. Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ (Hg.in) (2012). Denkschrift aus den Reihen der Burschenschaftlichen Gemeinschaft in DB und DBÖ, Wien, 15.
[3] vgl. www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/256889/burschenschaften
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3 Monate vergangen

+++Lotta Magazin kostenlos am Campus+++

Wir haben für euch 300 Exemplare der Lotta Sonderausgabe #5 zu „Studentenverbindungen im Netzwerk der extremen Rechten“ angeschafft.
Burschenschaften sind ein Hort der Regression. Sie fußen auf deutschnationalistischer Ideologie und beziehen sich positiv auf einen „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“, der im Gründungsprotokoll der Burschenschaftlichen Gemeinde (BG) vermerkt ist. Eine kritische Reflexion des Heimatbegriffs findet, aufgrund der autoritär konservativen bis rechten Gesinnung, meist nicht statt. Zusätzlich stellt sich die Frage, was einen „Deutschen“ ausmacht, dass dieser (oder diese) Mitglied in einer Burschenschaft sein darf. 2009/10 hat sich der Rechtsausschuss der Deutschen Burschenschaften (DB) darauf festgelegt, dass „die Abstammung von Angehörigen des deutschen Volkes maßgeblich sei. Deshalb könnten nur Bewerber aufgenommen werden, deren familiäre Wurzeln schwerpunktmäßig im deutschen Siedlungsgebiet in der Mitte Europas oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa liegen[1]. Eine Teilnahme ist also dann möglich, wenn die biologische Grundlage der „richtigen“ Abstammung gegeben ist. Dabei wird aber nicht nur unterschieden zwischen „Angehörigen verschiedener Rassen“ sondern auch den „Unterschieden in Fähigkeiten und Verhaltensweisen […] zwischen Männern und Frauen“ [2] Burschenschaften begreifen sich als Elite, die das einheitliche Interesse der „Volksgemeinschaft“ vertritt, wobei individuelle Wünsche und Bedürfnisse gegenüber dieser Gemeinschaft zurückzustellen sind.
Neben Elitarismus und Nationalismus ist auch die gesellschaftlich affirmierte Männlichkeit ein wesentliches Strukturmerkmal der Ideologie. Frauen werden mehrheitlich ausgeschlossen und das männliche Ideal, also Härte, Wehrfähigkeit, Standhaftigkeit, Loyalität usw. gepflegt. Autoritarismus, Antiliberalismus und Antifeminismus sind weitere Elemente des burschenschaftlichen Denkens [3]. Durch die gemeinsame Ideologie ist auch eine Basis für die Zusammenarbeit mit anderen rechten, rechtsextremen oder neonazistischen Gruppierungen bereitet. So habe die Mehrheit der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft weder ein Interesse an Reformen, noch an einer klaren Abgrenzung zu offen rassistischen, verfassungsfeindlichen und nationalsozialistisch geprägten Handlungen und Positionen, nach Feststellung der Stuttgarter Ghibellinen 2013 [3]. Aufgrund dessen werden diverse Burschenschaften auch vom Verfassungsschutz beobachtet.
Viele Informationen zu Burschenschaften, deren Ideologie und deren Tätigkeit in der Gesellschaft findet ihr in der Lotta Sonderausgabe #5. Sie wird am Campus ausgelegt und ist auch im AStA-Trakt zu bekommen.

Quellen:
[1] vgl. Rechtsausschuss der Deutschen Burschenschaft (2010): Rechtsgutachten vom 21. November. DB-Nachrichtenblatt 311 vom 7. Februar, 15–18, hier: 16f.
[2] vgl. Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ (Hg.in) (2012). Denkschrift aus den Reihen der Burschenschaftlichen Gemeinschaft in DB und DBÖ, Wien, 15.
[3] vgl. https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/256889/burschenschaften

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Krass cool! 👍

Morgen stellt Adrian Oeser seinen Film "Von Neonazis und Superhelden" an der @UniOldenburg
vor. Für die neue Ausgabe der 'kleinen Weltbühne' hat Kollege Max Linschmann ihn aus diesem Anlass interviewt.
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asta-oldenburg.de/adrian-oeser-interview/
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3 Monate vergangen

Morgen stellt Adrian Oeser seinen Film Von Neonazis und Superhelden an der @UniOldenburg
 vor. Für die neue Ausgabe der kleinen Weltbühne hat Kollege Max Linschmann ihn aus diesem Anlass interviewt.
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Stellungnahme des AStA zum Vortrag „Geld ist Schuld [..am Klimawandel]“ von Philip KellerBereits der Titel des angekündigten Vortrages von Philip Keller – „Geld ist Schuld [..am Klimawandel]“ – lässt vermuten, dass es sich hier um eine falsche Kritik des Kapitalismus handelt. Die auf Bitte des AStA zur Verfügung gestellte kurze Zusammenfassung des Vortrages bestätigt diese Vermutungen. Dem Abstract entnehmend erhebt der Vortrag den Anspruch, das Phänomen des Geldes zu erklären und die der Einführung des Geldes angeblich geschuldeten Abhängigkeits- bzw. Schuldverhältnisse, die mit dem Geld zwangsläufig einhergingen und die durch den steigenden Abstraktionsprozess reproduziert würden, zu beleuchten. Diesem Anspruch kann der Vortrag nicht gerecht werden, nicht nur deswegen, da er von falschen Annahmen ausgehend, falsche Schlüsse nahelegt, sondern sich von vornherein ins rein Phantastische begibt.

Laut des Abstracts des Vortrages sei Geld „ein Kommunikationsmedium, das Auskunft über Schuldverhältnisse gibt“, es sei ein „Schuldmittel“ und ein „Schuldschein“. Nach dieser falschen Auffassung ginge mit jedem durch das Geld vermittelten Tauschakt zwangsläufig ein Schuldverhältnis einher. Einen Tauschakt, der kein Schuldverhältnis erzeugte, ist auf dieser Grundlage nur noch als „direkte[r] Tausch von Waren und Dienstleistungen“ denkbar. Diese falsche Auffassung des Geldes als eines bloßen, wertlosen Kommunikationsmediums, welches ein Zeichen von Schuld darstellt, – und nicht als Ware selbst, die eine allgemein gesellschaftlich gültige Äquivalentform darstellt, die den gerechten, äquivalenten Warentausch ausmacht – führt dazu, dass das Konkrete (der direkte Tauschakt) dem Abstraktem (dem geldvermittelten Tauschakt) gegenübergestellt wird und Ersteres als natürlich und gesellschaftlich unvermittelt erscheint.

Darüber hinaus werden jegliche Abhängigkeitsverhältnisse auf das Geld als ihrer Ursache zurückgeführt. Ein solcher Versuch, die Komplexität der modernen Gesellschaft zu durchschauen, indem man andere ökonomische Formbestimmungen wie das Kapital außer Acht lässt, sich auf der Oberfläche der kapitalistischen Erscheinungsformen (vor allem deren der Zirkulationssphäre) bewegt, ohne die Eigentums- und Produktionsverhältnisse zu analysieren, mündet in der sogenannten Kritik der Dominanz des Geldes, die wiederum die gesellschaftlichen Strukturen auf das bewusste, manipulative Wirken von Personen reduziert. Statt den Kapitalismus als gesellschaftliche Form der anonymen Herrschaft, in der die entscheidenden Herrschaftsverhältnisse keine ‚persönliche Abhängigkeitsverhältnisse‘ sind, sondern aus der gesellschaftlichen Struktur selbst resultieren, zu begreifen, wird im Endeffekt eine Gruppe von Menschen, sei es in der Gestalt der „Zentralbank“, ausgesondert und ihr eine enorme Macht zugeschrieben. Diese Macht ist nicht konkret, manifestiert sich nicht unmittelbar, sondern wird durch ihre steigende Abstraktheit und Unfassbarkeit charakterisiert, die wiederum dazu führt, dass sie einen Träger benötigt (sei es Geld), um ihre Wirkung auf die Welt zu entfalten. Eine solche Denkform ist bereits im 19. Jahrhundert zu finden und bildet seitdem unaufhörlich den Nährboden für moderne antisemitische Vorstellungen und Verschwörungstheorien.

Das gesellschaftliche Problem der Ökologie (‚Klimakrise‘) lässt sich durch eine verkürzte Kapitalismuskritik weder begreifen noch lösen. Indem die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Form einer Antinomie vom Konkreten und Abstrakten in Erscheinung treten, braucht es einer kritischen Analyse, die – statt diese als Ausgangspunkt des Denkens und der politischen Praxis zu affirmieren – sie an erster Stelle als falsche Antinomie in Frage stellt. Wenn die Abstraktionskraft des Denkens vor der Komplexität kapituliert und selbst zum Ressentiment gegenüber dem Abstrakten wird, bleibt lediglich eine Sehnsucht nach Natürlichem und ein Bedürfnis nach Rückkehr zum Verlorenem übrig. Im besten Fall bleibt ein solches Gedankengut in den Köpfen der Einzelnen, im schlimmsten mündet es in einer quasi emanzipatorischen, politischen Praxis, die um das verklärte Konkrete zu bewahren, das Abstrakte abschaffen will, womit die Vernunft dem Ressentiment geopfert wird.

Um Letzteren entgegenzuwirken, erklärt der AStA der Uni Oldenburg hiermit keine Unterstützung (selbstverständlich auch keine finanzielle, um sich selbst am Klimawandel nicht schuldig zu machen) des Vortrages „Geld ist Schuld [..am Klimawandel]“ von Philip Keller. Wir positionieren uns äußerst kritisch gegenüber den in Form dieses Vortrages verbreiteten Inhalten.
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3 Monate vergangen

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Wer sich nicht auf das Verstehen der Kritik des AStAs einlässt und einfach irgendwelche ausflüchtigen Kommentare hier hinschreibt, beweist warum solche Theoriegebilde eine solch enorm gesellschaftliche Gefahr beinhalten! Ich bin sehr froh, dass der AStA aus der grauenhaften Weltgeschichte gelernt hat❣️

Guten Tag, Ich habe zufällig gerade meine Master-Arbeit zu dem Thema Geld in Gesellschaft und Beziehungen der Sozialen Arbeit abgegeben. Weil ein Teilnehmer dieser Veranstaltung hier meine Meisterarbeit korrekturgelesen hat, wurde ich auf dieses Statement aufmerksam gemacht. Ich kann nicht anders als hier ein paar Dinge (belegbar) klarzustellen: Kapitalismuskritik ist klar von Geldkritik zu unterscheiden. Das eine ist die Auslegung der Geldregeln in einer Gesellschaft, das andere ist das betrachten und hinterfragen der Geldregeln selbst und vor allem die Analyse der Gefahren, die durch die Wirkweisen von Geld entstehen. Die Verbindung von Geld, Geldregeln und unserer Gesellschaftsstruktur kann sehr schon bei Heinz-Peter Spahn und Heiner Ganßmann in Deutschmann 2002 (Die gesellschaftliche Macht des Geldes) nachgelesen werden. Es wird oben von „angeblich geschuldeten Abhängigkeits- und Schuldverhältnisse“ gesprochen. Diese sind alles andere als abwegig. Tatsächlich spricht nichts dagegen Geld als „Kommunikationsmedium“, „Schuldmittel“ oder „Schuldschein“ zu betrachten. Bei Luhmann (1988) ist es nichts anderes als Kommunikation. Bei Simmel (2009[1900]) können wir lesen, dass es das absolute Mittel für Zweckreihen über die Verlagerung von Arbeits-Guthaben in die Zukunft ist (Schuld). Die weitreichenden und gesellschaftsbestimmenden Schuldverhältnisse beschreibt Reifner 2010 in „Die Geldgesellschaft“. Dazu hat sich das Geldgeschäft tatsächlich massiv von dem interpersonellen Tauschakt entfernt. Hier die Geldbeziehung einer Mensch-Mensch-Beziehung gegenüberzustellen ist nicht nur möglich, sondern absolut notwendig um die Beziehung/Beziehungslosigkeit zu betrachten, die über Geld entsteht. Mit Simmel (2009)[1900] kann problemlos argumentiert werden, dass Geld der Hauptinitiator unserer modernen, allumfassenden aber nicht mehr persönlichen Abhängigkeitsverhältnisse ist. Über die Möglichkeit diese Abhängigkeitsverhältnisse jederzeit zu wechseln, definiert sich unser Verständnis von Freiheit. Diese Entwicklung hatte als wichtige Triebkraft das Geld. Zu der Zentralbank: In der Organisation von Geld kommt tatsächlich der Zentralbank eine enorme Macht zu. Sie ist die einzige, die das Geld tatsächlich kontrollieren und limitieren darf. Das haben wir als Gesellschaft so veranlasst. Die Limitierung des Geldes ist aber auch eine zentrale Regel des Geldes. Gerade die unreflektierte Verteufelung von Kapital ist es, die zu antisemitischen Haltungen führt. Nicht etwa die fundierte Auseinandersetzung mit dem Mittel Geld. Für mich entsteht hier der Eindruck, dass sich nicht vernünftig mit dem Thema und dem Inhalt des Vortrages auseinandergesetzt wurde. Ich kann nicht sagen, ob dieser Vortrag Fehler hatte. Die genannten sind es nicht. Es sind begründete Interpretationen und Deutungsangebote unserer Gesellschaft über ein Mittel, über das wir viel zu selten fundiert reden. Beispielsweise sehe ich auch Luhmanns Analyse als Kommunikationsmittel (und nicht als Wert) sehr kritisch, aber das ist damit nicht weniger ein begründbarer Standpunkt. Dieses Statement wirkt wie die Verweigerung sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Besonders ärgert mich persönlich der vorletzte Abschnitt, der aus einer Aneinanderreihung von leeren Phrasen aber schön klingenden Worten besteht. Es sollte sich gefragt werden, wer vor der (selbst)reflektierten Analyse kapituliert. Sollten noch weitere Belege und genauere Angaben zu Seitenzahlen gewünscht werden, kann ich die gerne nachreichen. Ich möchte hier niemanden persönlich angehen. Es geht mir um das Thema, das mich seit Monaten begleitet und mir nun doch sehr wichtig ist. Viele Grüße Michael Gärtner

Schade, dass der AStA das momentan wohl intern sehr beliebte "Plattmacher-Aber" loslassen muss - da stellen Studenten und Studentinnen ehrenamtlich ein tolles Programm auf die Bühne, setzen sich ein für ein Thema, das an unserer Uni viel zu klein gehalten wird (und sich m. E. auch in den Aktionen des AStA nicht der aktuellen Situation angemessen entsprechend abbildet), und alles was Euch einfällt, ist: direkt mal wieder die nächste Contra-Stellungnahme raushauen. Sehr unpassender und unnötiger Weise auch noch mit Sarkasmus garniert, und zuverlässig in geschwollenen Wortlauten, die leider - zumindest bei mir inzwischen - den Eindruck von "Möchtegern" und "von oben herab" hinterlassen. Leute, was soll dieses permanente Austeilen denn? Abgesehen davon zieht ihr Schlüsse, dass ein bestimmter Vortrag (wohlgemerkt Eure) Erwartungen nicht erfüllen und Themen nicht gerecht werden kann, und dabei wurde der Vortrag noch nichtmal gehalten! Könnt ihr jetzt auch noch hellsehen? Herrje... ihr habt ein paar wirklich tolle Leute bei Euch. Aber von Euren Auftritten hier bin ich menschlich ganz, ganz arg enttäuscht.

+++Servicepost+++
Aufgrund technischer Probleme ist der AStA vorraussichtlich bis Freitag nicht telefonisch zu erreichen.
Ihr könnt uns jederzeit per Mail oder Persönlich zu den Geschäftszeiten erreichen.
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3 Monate vergangen

Stellungnahme des AStA zum Streit mit dem Campusradio zum Begriff der „Kulturschaffenden”„Wenn den rechtgläubigen Juden ein Eßgerät kultisch unrein geworden ist, dann reinigen sie es, indem sie es in der Erde vergraben. Man sollte viele Worte des nazistischen Sprachgebrauchs für lange Zeit, und einige für immer, ins Massengrab legen.“

- Victor Klemperer
(LTI – Notizbuch eines Philologen, Reclam Leipzig, 1978, S. 22)

Am 30.09.2019 beschloss der AStA, „dass jede Zusammenarbeit mit dem oder Unterstützung des Campusradio […] auf unbestimmte Zeit eingestellt wird“. Dem ging ein fünfmonatiger Streit mit dem Campusradio um die Verwendung des Begriffs der ‚Kulturschaffenden‘ voraus, in welchem dem AStA unter anderem Populismus vorgeworfen und mehrfach mit rechtlichen Schritten gedroht wurde. Die Campusradiosendung vom 03.10.2019 versucht den Konflikt aufzurollen, zeigt nach Meinung des AStA den Konflikt allerdings vollkommen einseitig und verhindert durch Falschdarstellung und Schuldzuweisung eine Lösung des Konflikts. Diese Stellungnahme versucht, die Auseinandersetzung aus der Perspektive des AStA durch Darstellung der Problematik um den Begriff der ‚Kulturschaffenden‘ und Klarstellung der Reibungsflächen zwischen den Konfliktparteien zu beleuchten.

Der Begriff ‚Kulturschaffende‘ findet im frühen zwanzigsten Jahrhundert Einzug in die deutsche Sprache, das Campusradio fand eine Verwendung aus dem Jahr 1899. Die Bundeszentrale für politische Bildung führt es als NS-Neubildung auf, laut Duden ist es eine „ursprünglich nationalsozialistische Bezeichnung“ [auch online einsehbar: www.duden.de/rechtschreibung/Kulturschaffende]. Für Hans Hinkel, SS-Gruppenführer und Ministerialbeamter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, war die Funktion des ‚Kulturschaffenden‘ im Nationalsozialismus nicht „unmittelbare Staatsfunktion, sondern ein freies, aber verantwortliches Dienen.“ [zitiert nach Schmitz-Bering, Cornelia, Vokabular des Nationalsozialismus, de Gruyter, 2007, S. 363]. Spätestens seit der ‚Aktion wider den undeutschen Geist‘, welche in der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Berlin ihren Höhenpunkt fand, war klar wie ein solches Dienen zu verstehen ist. Neben der persönlichen Unterwerfung unter nationalsozialistische Ideale wurde auch der Transport eben dieser in Kunst und Kultur erwartet, womit ‚Kulturschaffende‘ integraler Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda wurden. Das ‚Schaffen‘ von ‚deutscher‘ Kunst und Kultur muss darum im Zusammenhang insbesondere mit der parallel stattfindenden Verfolgung und oft auch Ermordung jüdischer, kommunistischer, liberaler oder anderer oppositioneller Künstler_innen, letztlich im Lichte aller Opfer des Nationalsozialismus, gedacht werden. Denn ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie des ‚Schaffenden‘ und ‚Raffenden‘ soll auch der ‚Kulturschaffende‘ letztlich dazu beitragen, „die Massen an den »arischen« Wirtschaftsführer zu binden und Juden als zinstreibende, sich ohne Arbeit bereichernde Schmarotzer zu stigmatisieren“ [Trampert, Rainer, Die Herren der Zinsen, jungle.world, 23/2014, online verfügbar: jungle.world/artikel/2014/23/die-herren-der-zinsen]. Der Antisemitismus des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts ist so in den Begriff eingeschrieben, erweitert das antisemitische Bild des ‚Schaffenden‘ und ‚Raffenden‘ von der wirtschaftlichen Sphäre auf die Kulturelle. Mit dem Sieg der Alliierten wurde zwar der Staat offiziell vom Nationalsozialismus befreit, die Ideologie und das antisemitische Denken in der Mehrheit der Bevölkerung blieb allerdings erhalten, so dass von einer Entnazifizierung keinesfalls die Rede sein kann. Wenig verwunderlich ist dann, dass die Verwendung von nationalsozialistischen Begriffen nicht zurückgegangen ist, was deren Belastung aber nicht minimiert oder die Begriffe gar rehabilitiert. Vielmehr bilden diese Begriffe ein Abbild gescheiterter Reflektion der Verbrechen eines ‚Volkes‘; in einem Staat, der sich für seine Erinnerungspolitik gerne loben lässt. Die häufige Verwendung des Begriffs der ‚Kulturschaffenden‘ in der DDR untermauert dies, denn diese bezeichnete sich nach 1945 einfach als das ‚unschuldige Deutschland‘ und verweigerte sich einer Auseinandersetzung mit Antisemitismus sowie deutscher Schuld und Verantwortung nach dem Genozid an den europäischen Jüd_innen. Die heutige häufige Verwendung lässt sich also nicht auf eine gelungene Reflektion, sondern auf eine gescheiterte Aufarbeitung zurückführen. Dass dies unter anderem bis heute faschistisches Potential konserviert hat, zeigt sich am Aktuellen erstarken faschistischer Kräfte, die immer noch verankertes nationalsozialistisches Vokabular gerne wieder aufgreifen und ideologisch aufladen, um damit dieses faschistische Potential zu reaktivieren. Denn „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da“ (Victor Klemperer, LTI – Notizbuch eines Philologen, Reclam Leipzig 1978, S. 21)

Ausgangspunkt des Konflikts ist der Hinweis des Vertreters des autonomen Referats für chronisch kranke und behinderte Studierende auf einer AStA Sitzung, dass der Begriff ‚Kulturschaffende‘ aus dem Vokabular des Nationalsozialismus stammt, sowie darauf folgend eine Mail des AStA Vorstandes an diverse Kulturinitiativen, die beendet wurde mit: „Wir bitten allerdings darum den Begriff der „Kulturschaffenden“ zu vermeiden, aufgrund der historischen Belastung des Begriffs, insbesondere durch die Nationalsozialisten und dem Antisemitismus des frühen 20 Jhd.. Stattdessen könnte z.B. auf Kulturinitiativen o.Ä. zurückgegriffen werden“ (09.05.2019). Die adressierten Kulturinitiativen nehmen die Kritik des AStA auf; auf den Begriff wird verzichtet. Nur das Campusradio fühlte sich durch diese Mail des AStA Vorstandes bereits „bedenklich an Methoden des Populismus“ erinnert, da es sich um „das unreflektierte Weitertragen von nicht belegten Behauptungen“ handeln würde, dass „die demokratische Grundlage der Studierendenvertretung“ gefährden würde. Daraufhin reichte der AStA einige Informationen zur Verwobenheit des Begriffs mit dem Nationalsozialismus nach. Die Quelle des AStA führte das Wort als eine Wortneubildung aus dem Nationalsozialismus. Dem begegnete das Campusradio mit einer besonderen Argumentationslogik. Es führt einen Beleg an, dass das Wort schon vor dem Nationalsozialismus aufgetaucht ist. Darüber hinaus holt es Rat bei Sprachwissenschaftler_innen ein, die bestätigen, dass der Begriff auch heute noch verwendet wird und beispielsweise auch in der DDR Verwendung fand, was auch der Duden bestätigt. Es entsteht der Eindruck, dass wenn es eine Quelle gibt, die belegt, dass der Begriff schon vor 1933 bestand, dies den Stellenwert in der nationalsozialistischen Ideologie relativieren würde. Aufgrund der häufigen Verwendung auch noch heute sowie in der Vergangenheit, insbesondere in der DDR, wird der Begriff letztlich rehabilitiert, und eine weitere Verwendung gerechtfertigt. Dabei bescheinigt die häufige Verwendung in der DDR viel weniger eine Rehabilitation des Begriffs als eine antisemitische Kontinuität in der deutschen Sprache. Auch, dass eine Verhaltensänderung in dieser Logik immer obsolet ist, da alles seine Legitimation über die bloße Dauer des Bestehens des Status Quo erhält, bleibt unreflektiert. In dieser Logik wurde offensichtlich auch die Radiosendung vom 03.10.2019 geplant. In der geschichtlichen Erklärung des Begriffs wird die ideologische Aufladung durch den Nationalsozialismus letztlich relativiert, indem die spezifische antisemitische Konnotation nicht einmal Erwähnung findet. Die Wirkung von zwölf Jahren Nationalsozialismus auf den Begriff bedenkt das Campusradio mit kaum mehr Worten als dessen Verwendung in einem Zeitungsbericht von 1899. Die Relativierung setzt sich fort durch eine der Begriffsgeschichte folgenden Aufzählung von Organisationen und Personen, die kein Problem in der Verwendung sehen würden; auch hier bleibt eine Reflektion der antisemitischen Konnotation aus.

Obwohl scheinbar kein Dissens über die Funktion des Begriffs und von Sprache im Allgemeinen im Nationalsozialismus besteht, akzeptierte das Campusradio die Argumentation des AStA nicht und redet die Belastung beständig klein. So zum Beispiel in dem Versuch einer Satire während der Sendung vom 03.10.2019, in welchem die Einordnung in die nationalsozialistische Logik des ‚Raffenden‘ und ‚Schaffenden‘ kurz aufgegriffen wird, allerdings nur um diese unmittelbar danach mit der Aussage, dass es heute „wieder weitestgehend wertfrei“ genutzt werden würde, zu relativieren. Am Ende der Satire wird sich vermeintlich ‚scherzhaft‘ in ‚Reichsradio‘ umbenannt mit dem passenden Slogan, man sei das ‚Radio für die Uni und das Volk‘. Dass über den ‚Volksempfänger‘ die Propaganda der ‚Kulturschaffenden‘ zur Rechtfertigung des Genozids an den europäischen Jüd_innen einst massenhaft verteilt wurde, stellt für das Campusradio kein Hindernis dar darüber zu scherzen.

Es wurden darüber hinaus auch Autoritätsargumente bemüht um die eigene Position zu stärken:

„Ihr geht nicht auf die aktuelle Verwendung des Begriffs „kulturschaffend“ ein. Eine Stichwortsuche auf der Seite der BpB liefert 162 Nennungen in verschiedenen Artikeln diverser Autoren, die sämtlich von der BpB auf ihrer Homepage hochgeladen wurden.
Eine kurze Internet-Recherche ergibt unzählige aktuelle Artikel, die den Begriff „kulturschaffend“ unvoreingenommen, und oft in direkter Gegenüberstellung zum rechten Populismus, verwenden. Auf der Seite der Universität Oldenburg sind zahlreiche Artikel veröffentlicht, die den Begriff unvoreingenommen verwenden.“

- Mail des Campusradio an den AStA vom 21.05.2019

Dass diese die Kritik des AStA nicht berühren fällt in der zunehmenden Emotionalisierung der Debatte nicht auf. Die Grußformel eines AStA Sprechers („Antifaschistische Grüße“) wurde als „bewusst und absichtlich denunzierende Formulierung“ aufgefasst. Nach dem Hinweis, dass man mit der Adaption von Naziwortschatz diese Ideologie reproduziert, sah man sich „in dieselbe Position wie faschistisches Gedankengut“ gestellt, obwohl schon auf der AStA Sitzung vom 06.05.2019 klargestellt wurde, dass die Kulturinitiativen der Universität nie als faschistisch wahrgenommen wurden. Die Äußerung der Hoffnung, dass die Diskussion beendet sein möge wurde nach einer weiteren Mail als Beispiel für die Unzuverlässigkeit des AStA herangezogen. Jede Äußerung des AStA ist für das Campusradio scheinbar das Böse und Falsche und wird als solches bekämpft, final in der Drohung mit rechtlichen Schritten und durch öffentliche Denunziation. Eine schriftliche Diskussion ist auf dieser Grundlage nach Ansicht des AStA nicht möglich.
Dass das Campusradio private Aussagen veröffentlichte und in Pausen der AStA Sitzung protokollierte, bewerten wir als AStA als absolut untragbar. Auch Behauptungen während der Sendung, wie das Fabulieren von einer „unanfechtbaren Autorität des AStA Sprechers“, oder die Behauptung, „seiner Majestät [Gemeint war wohl das Mitglied des AStA-Sprecher_innen-Teams Jooris Mettler] muss man den Ring küssen“, zeigen, wie entrückt der Konflikt betrachtet wird. Der Vorwurf des Campusradio, dass zwischen Kritiker und Kritik nicht differenziert werden würde, entpuppt sich in diesem Kontext als projektive Leistung. Das Campusradio inszeniert sich als Opfer von Aggression durch den AStA, während es gleichzeitig eine konstruktive Lösung blockiert, beispielsweise durch das Verweigern von Gesprächen oder blockieren von Terminfindung, obwohl offensichtlich im Schriftverkehr keine Lösung herbeigeführt werden kann. Immer wieder besteht das Campusradio dabei auf ihr Recht zur freien Meinungsäußerung. Dass dieses nie infrage gestellt wurde und auch nie die bloße Meinungsäußerung des Campusradio kritisiert wurde, sondern stets die Argumentation zur Verteidigung der Verwendung sowie das Bestehen auf den Begriff, wird ignoriert. Dies zeigt auch, dass das Campusradio unter freier Meinungsäußerung offensichtlich versteht, dass ihre Meinung umgesetzt wird. Anderslautendes ist in dieser Logik Populismus oder beleidigend und bedeutet unmittelbar den Niedergang der demokratischen Grundlage der Studierendenvertretung.

Als AStA sind wir weiterhin an der Schlichtung des Konflikts interessiert. Grundlage können hierfür allerdings nur Gespräche bilden, zum einen aufgrund der im Raum stehenden rechtlichen Schritte gegen den AStA, zum anderen da eine schriftliche Kommunikation offensichtlich nicht zur Lösung der Missverständnisse beiträgt.
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4 Monate vergangen

Stellungnahme des AStA zum Streit mit dem Campusradio zum Begriff der „Kulturschaffenden”

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Ich würde an dieser Stelle gerne mal wissen, wie sich der AStA zu dem Gebrauch des Wortes "Kulturschaffende" in seiner eingenen Koalitionsvereinbarung positioniert (asta-oldenburg.de/wp-content/uploads/2019/05/Koalitionsvereinbarung_AStA_1920.pdf). Wenn man anderen vorschreibt, Worte nicht mehr zu benutzen, aber sich selber nicht dran hält, dann klingt das doch nach Doppelmoral, oder?

Ich will mich gar nicht groß an der Diskussion beteiligen. Allerdings ist die Wahrnehmung, welche das campusradio in Bezug auf die Auseinandersetzung mit einzelnen AStA mitglieder*innen teilt interessant. Trifft auch das, was ich erlebt, gesehen und gehört habe. Das hier selbst- und fremdwahrnehmung (selbstverständlich) auseinandergehen, wundert hier allerdings gar nicht. So viel wie über so genannte selbstreflexion geredet wird, sollte sich vielleicht die Frage gestellt werden, warum es so viele, teils schwer emotional geladene, spaltende und definitiv nicht-Augenhöhe Diskussionen es in den den letzten Monaten mit dem AStA gab. Mir kommt die außendarstellung des astas der letzten zwei Jahre schon recht selbstdienlich vor.

Vielen, vielen Dank! Das ist super dargelegt und da ziehe ich meinen Hut!👍 Seit Jahrzehnten und immer wieder führe ich diese Art Diskurs, vor allem, wenn es um Begriffe in diesem geschichtlichen Kontext geht. Als Beispiel der Begriff "ausmerzen"! Bis Heute bin ich nicht müde geworden es jedesmal freundlich anzumerken, wenn der Begriff fällt. Viele habe es dankbar als Korrektur angenommen. Da wundert es einen schon, wie das "Campus-Radio" sich diesem Sachverhalt stellt! 🤔

Freunde der ☀️. Ich weiß...der Vergleich hinkt...aber seitdem dieses Thema aufgemacht wurde (ich bin in Osten in der Theaterwelt aufgewachsen...und es ist für mich nach wie vor ein völlig normaler Begriff) drängt sich mir irgendwie der "Autobahnenvergleich" auf... Es ist richtig und wichtig auf solche Themen Hinzuweisen, aber soviel Kraft und Zeit in dieses Thema zu stecken... Ich glaube eure Zeit/Kraft/Motivation wird an anderer Stelle wirklich dringender gebraucht.

Man kann aus jeder Mücke einen Elefanten machen, sollte man aber nicht....

Dieser AstA ist schon lustig: Kein Problem damit Referenten einzuladen, die von ‘fatwadreckschleudern’ reden und behaupten, ‘dass das einzig “Weiße” an Kolonialismus und Sklaverei, deren Abschaffung gewesen ist’, (Ich erinnere mich stets ungern und mit zwei weinenden Augen: asta-oldenburg.de/event/die-unkultivierte-aneignung-ueber-islamische-sklaverei-vortrag-und-diskus... ) aber so ein Tamtam wegen des Wortes ‘Kulturschaffende’ vom Zaun brechen 😂 Aufgrund einer aus dem Ruder gelaufenen Debatte einem Kulturinitiierendem (?) Projekt wie dem Campusradio die Kooperation bzw. Unterstützung zu verweigern, gleicht in meinen Augen deutlich eher Methoden aus einer Zeit die ich nicht wiederhaben möchte, als die Verwendung des Wortes ‘Kulturschaffende’. Ich hatte bereits mehrfach den Eindruck, dass es diesem AstA (bzw. einzelnen Aktueren aus diesem) gelegentlich wichtiger ist Genitalvergleiche in Form von Diskussionen zu führen, als tatsächlich Kultur zu schaffen oder ein Menschliches aufeinander Zugehen zu fördern. Wer dringend Diskussionen gewinnen will, dem empfehle ich einen Debattierclub.

Wenn wir eines aus den Lehren der Vergangenheit hätten ziehen müssen, dann folgendes: dass wir uns für einen wertschätzenden, friedlichen, freundlichen Umgang mit- und untereinander einsetzen - und diesen leben. Was aber stattdessen aktuell vielerorts stattfindet, ist das genaue Gegenteil: es herrschen Zwietracht, Anfeindung und Ellbogenmentalität, vermeintlich im Dienste und Sinne der "political correctness". Oder kurzgesagt: wir hauen uns gegenseitig verbal und auch emotional die Köpfe ein wegen Wörtern. Wegen falsch verwendeten Buchstabenkombinationen. Weil Wörter in ihrer Verwendung nicht mehr "political correct" sind und deshalb die o. g. Werte angreifen, da sie in der Vergangenheit einmal von verblendeten, moralisch und menschlich entgleisten Personengruppen gebraucht wurden. Oder weil sie nicht jede denkbare Endung für alle theoretisch existierenden und deshalb auch als solche wertzuschätzenden sexuellen Identitäten beinhalten. Man führe sich diese Absurdität vor Augen - wir streiten und kämpfen miteinander, damit Wörter unterbunden werden, die möglichen Disrespekt, mögliche Anfeindung etc. ausdrücken könnten, und was leben wir währenddessen? Genau das, was wir verbal zu eliminieren versuchen: Anfeindung, Agression, Hass, ein Gegen- statt ein Miteinander. Was ist das Ende vom Lied? Dass die Leute sich nicht mehr trauen, den Mund aufzumachen, sich an Gesprächen zu beteiligen, Meinungen zu äußern - ein Recht, für dass in der Vergangenheit hart gekämpft wurde. Ein jeder von uns ist geprägt durch die Wörter und Ausdrücke, von denen wir unser bisheriges Leben begleitet wurden. Auch ich kenne den Begriff "Kulturschaffende", aber als vollkommen neutrales Wort, das genau das aussagt, was es aussagt: nämlich dass eine Person im kulturellen Bereich tätig ist und somit "Kultur schafft". Genauso wie es die Begriffe der "Filmschaffenden" und "Kunstschaffenden" gibt. Wenn man jedes Wort, das man schreiben oder sprechen möchte vor anderen Menschen, erst gedanklich fünfmal umdrehen muss und am besten, bevor man es verwendet, sicherheitshalber nochmal den Duden und ein paar Geschichtsbücher rausholen muss - das ist der Tod jeder Kommuniktion. Die Leute reden nicht mehr miteinander, sondern irgendwann nur noch übereinander, in der Regel hinter vorgehaltener Hand. Keiner will mehr laut etwas sagen, wie schnell verwendet man versehentlich ein Wort, von dessen "political incorrectness" man nichtmal etwas weiß und ist infolgedessen im Nu selbst als "political incorrect" abgestempelt, erntet harte Diskussionen, Anfeindung, Misstrauen, Ablehnung, Voreingenommenheit. Ausschluss aus der Gemeinschaft. Und was ist das Resultat? Zurückgeworfenes Misstrauen. Ablehnung. Grüppchenbildung der aus der Gemeinschaft Ausgestossenen oder derer, die sich als solche fühlen. Zu was genau das führt, hat uns die Geschichte mehr als deutlich gelehrt. Zu was das führt, dieses Gegen- statt Miteinander, sehen wir aktuell deutlichst am Beispiel der AfD. Das kann keiner wollen, nicht im Namen der "political correctness". Vielleicht sollten wir aufhören, auf dem Papier um jedes einzelnen Buchstaben Willen "political correct" sein zu wollen, und uns stattdessen so verhalten, wie es wirklich dringend nötig wäre: menschlich korrekt. Miteinander statt gegeneinander.

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4 Monate vergangen

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Auch das Studentenwerk [sic!] Oldenburg beteiligt sich an den Aktionen um auf die löchrige Finazlage der Studierendenwerke in Niedersachsen aufmerksam zu machen. ... MehrWeniger

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4 Monate vergangen

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Minister Thümler kapituliert vor dem Wohnungsmarkt und schiebt finanzielle Verantwortung auf StudierendeSchluss mit den Beitragserhöhungen für Studierende – mehr Geld vom Land für Studiwerke in Niedersachsen

“Die Finanzhilfe des Landes an die Studentenwerke ist keine Bedarfsfinanzierung, sondern eine staatliche Grundfinanzierung”, so der Minister am 24. Oktober 2019 im niedersächsischen Landtag als Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen. Somit hat das Land die jährliche Finanzhilfe auf 16,3 Mio. Euro festgeschrieben. Bereits im April diesen Jahres haben die Geschäftsführer der Studierendenwerke darauf hingewiesen, dass eben diese Grundfinanzierung nicht ausreicht und eine deutliche Erhöhung gefordert, da die Personalkosten tarifbedingt um bis zu 20 Prozent und die Zahl der Studierenden um rund 19 Prozent gestiegen seien.

Der Sozialbeitrag der Studierende in Niedersachsen steigt stetig an, während die Finanzierung durch das Land stagniert. Die Finanzierung der Studierendenwerke speist sich somit zunehmend aus der Statusgruppe der Studierenden, welche eigentlich unterstützt werden soll. Die Landesregierung entzieht sich der Verantwortung Rahmenbedingungen zu schaffen, damit studieren für alle Gesellschaftsschichten gelingt.

Hinzu kommt ein Sanierungsstau der Wohnheime, da zugesagte Förderungen des Landes Niedersachsen für die Sanierungen ausgeblieben sind. Der Landesrechnunghof bezifferte diesen bereits im Jahr 2012 mit 149 Mio. Euro bis zum Jahr 2024. Das dieser Betrag mittlerweile angestiegen ist, kann auch den Wissenschaftsminister nicht überraschen. Die Rücklagen der Studentenwerke hierzu sind (2012 noch rund 83 Mio. Euro) nahezu verbraucht. Nun sollen Studierende zur Kasse gebeten werden.

Die Studierendenwerke in Göttingen und Hannover haben aktuell deutliche Anstiege der Beiträge auf über 115 Euro pro Semester angekündigt, in Braunschweig liegen diese schon bei 104 Euro, mit einer jährlichen Steigerung von 2 Euro, in Oldenburg ringt man schon traditionell mit einer Liquiditätslücke. Während der Anteil der Finanzhilfen des Landes an der Gesamtfinanzierung der Studierendenwerke nur noch rund 10% beträgt, erreicht der Anteil der Studierenden inzwischen mehr als 25%.

Die Rechnung der Landesregierung lautet also, dass Studierende, deren Einkünfte im Durchschnitt unter dem Hartz IV - Niveau liegen, für die Sanierung und den Neubau von Unterkünften zahlen müssen.

Die stetige finanzielle Mehrbelastung für Studierende ist auch ein genereller Nachteil für Niedersachsen als Hochschulstandort. Hohe Studierendenbeiträge, stetig steigende Mieten in den Wohnheimen und Preiserhöhungen in den Mensen und Cafeterien senken die Attraktivität ein Studium in Niedersachsen aufzunehmen. Besonders das für viele Hochschulen wichtige Ziel „Internationalisierung & internationale Wissenschaftler*innen“ gerät ins Wanken, wenn für internationale Studierende, aufgrund der wenigen Plätze und langen Wartelisten keine Unterkunftsmöglichkeiten angeboten werden können.

Die ASten des Landes Niedersachsen finden: Das darf nicht sein! Studierende müssen entlastet, der Hochschulstandort Niedersachsen muss gestärkt werden.

Um Studierende und eine möglichst breite Öffentlichkeit zu informieren, sowie die Forderungen auf allen Wegen an die Landesregierung, zuständigen Minister und Entscheidungsträger*innen zu bringen, hat sich das Bündnis SOS Studiwerk gegründet. Dieses besteht aus Vertreter*innen der ASten und studentischen Vertreter*innen in den Organen der Studierendenwerken aus nahezu allen Hochschulstandorten in Niedersachsen.

Zentrale Forderungen des Bündnisses sind:

· Ein Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro!

· Die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25%!

· Eine automatische, jährliche Erhöhung des Landeszuschusses um 3%!

Das Bündnis SOS Studiwerk in Niedersachsen fordert deshalb das Land auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden, Minister Thümler sein Versprechen vom 18.12.2017 im Landtag „Auflage eines substantiellen Sonderprogramms zur Sanierung der Wohnheime“ einzulösen und die Studierendenwerke als eine wichtige Säule des Studienstandorts Niedersachsen anzuerkennen.

Kampagnenstart mit Aktionstag und Petition

Als Auftakt einer Öffentlichkeitskampagne finden am 29.10.2019 an vielen Standorten in Niedersachsen Aktionen in Kooperation mit den Studierendenwerken statt. Ob ausschließlich Erbsensuppe in der Mensa, geschlossene Cafeterien, grillende Studis oder Infostände mit belegten Brötchen: Es soll auf die unhaltbare Situation der Unterfinanzierung der Studierendenwerke durch das Land Niedersachsen hingewiesen werden.

Ebenfalls wird an diesem Tag eine landesweite Petition gestartet, die unsere Forderungen unterstützen soll. Weitere Aktionen werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.
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4 Monate vergangen

Minister Thümler kapituliert vor dem Wohnungsmarkt und schiebt finanzielle Verantwortung auf Studierende

Zur RCDS ÄnderungssynopseAm 13.08.2019 übergab der RCDS Niedersachsen (Ring Christlich Demokratischer Studenten [sic!]) dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (CDU) eine „Synopse zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG)“. In dieser wird die Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende, das Abschaffen des allgemeinpolitischen Mandats der niedersächsischen ASten sowie die Öffnung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten für Männer angestrebt.

Zukünftig sollen, wenn es nach dem RCDS geht, Studierende aus dem Nicht-EU Ausland eine Studiengebühr in Höhe von 1500€ entrichten, um damit Löcher im Bildungshaushalt zu stopfen. Eine Doppelbelastung für diese, da auch zukünftig für einen Platz in einem Studierendenwohnheim ein Wohnungsberechtigungsschein benötigt wird, den diese nicht erhalten können. Der Bericht des Landesrechnungshof (LRH) stützt die Forderung des RCDS. Die Hochschulen sind nach dem Jahresbericht 2019 des LRH bereits ohne die Hochschulkliniken mit über 1.5 Mrd. Euro unterfinanziert. Allerdings ist der vorgeschlagene Lösungsweg, die Erhebung von Studiengebühren für EU-Ausländer, eine Farce. Gerademal bis zu 55 Mio. Euro würden durch eine solche Gebühr in die Kassen des Landes gespült. Das Haushaltsloch würde sich damit, optimistisch gerechnet, noch nicht einmal um 4% verkleinern. Im Allgemeinen ist der Anspruch des LRH, dass sich Hochschulen über Gebühren von Studierenden gegenfinanzieren, vollkommen utopisch. Ein Bachelorstudium verursacht pro Person, abhängig vom Fach, Kosten in Höhe von 100.000 - 200.000 Euro für eine Hochschule. Diese auch nur im Ansatz auf Studierende umzulegen sorgt dafür, dass Studierende aus einkommensschwachen Familien von Universitäten ferngehalten werden bzw. dass sich diese für ein Studium, ähnlich wie es in den USA, Kanada oder Australien gängig ist, massiv verschulden müssen. Bildung wird durch solche Ansätze zur Ware, die eben nur an finanzkräftige Konsumierende verkauft wird. Als AStA stellen wir uns gegen jeden Versuch, Statusgruppen zu diskriminieren und Bildung an die finanziellen Mittel der Studierenden zu knüpfen.

Im Zuge der Kapitalisierung von Bildung wird auch eine Entpolitisierung der Hochschulen gefordert. So soll den Studierendenschaften das allgemeinpolitische Mandat entzogen und die Aufgaben der Studierendenschaften künftig über das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG) geregelt werden. Die Änderungen würden zukünftig verhindern, dass sich ASten für Studierendenbelange außerhalb der Hochschule, wie Wohnraum, Ausbau von öffentlichem Personennahverkehr und der Förderung von Kultur, einsetzen und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren für Demokratie und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen darf. Stattdessen wird der Wirkungsbereich der Studierendenschaft auf die Hochschulen begrenzt, was den Einfluss der Studierendenschaften auf die Zivilgesellschaft verringert und damit das wirksame Umsetzen von Studierendeninteressen behindert. Dabei ist die Argumentation des RCDS widersprüchlich:

„Da die Mitgliedschaft in der verfassten Studentenschaft [sic!] eine Zwangsmitgliedschaft darstellt (§20 (1) Satz 1 NHG) und bei den Hochschulwahlen viele (allgemein-)politische Standpunkte der Mandatsträger keine Rolle spielen, ist es vielen Studenten [sic!] zuwider, dass Studentenvertretungen [sic!] ein allgemeinpolitisches Mandat wahrnehmen. Suggerieren diese Organe doch oft eine Mehrheitsmeinung unter Studenten [sic!] in der Öffentlichkeit, die weder durch das Votum bei der Hochschulwahl noch durch die Wahlbeteiligung selbst gerechtfertigt ist.“

- [RCDS, Synopse zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG), Stand 08.08.2019]

Die Initiative des RCDS das politische Mandat einzuschränken begründet sich demnach aus dem Interesse „vieler Studenten [sic!]“ [Ebd.], wobei sie selbst schon in der Argumentation einräumen, dass sie gar nicht für eine Mehrheit sprechen können, da die Beteiligung an Wahlen und Hochschulpolitik viel zu gering ist. Letztlich ist die Streichung des politischen Mandats aus dem NHG lediglich ein Werkzeug, um anderslautende politische Ansichten aus der Gesellschaft zu drängen und öffentliche Kritik an den Verhältnissen und, damit verwoben, den katastrophalen Zuständen des Studierendenlebens verstummen zu lassen. Die Forderung nach „politisch neutralen Seminarangeboten“ [Ebd.] durch die Studierendenschaft unterstreicht diesen Anspruch. In der Neutralität kann letztlich keine Kritik mehr hervorgebracht werden, weil nur neutral sein kann, was Hegemonie nicht infrage stellt. Eben diese trifft aber die Kritik. Wohnraummangel, hohe Lebenshaltungskosten oder der Ärzte- und Psychologenmangel trifft Studierende im Privaten, an der Universität folgen Leistungsdruck, sanierungsbedürftige Gebäude, Raummangel oder veraltete Ausstattung. Die durch den RCDS angestrebte „Ideologiearmut“ [Vgl. ebd.] der Studierendenschaft begründet damit die Degradierung der Studierendenschaft zu einer politisch affirmativen Verwaltungsstelle, deren Kosten dann von den Studierenden getragen werden sollen.

Eine Öffnung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten für Männer unterstreicht den rückwärtsgewandten Kern der RCDS Forderung. Statt reale Diskriminierung durch patriarchale Strukturen und damit durch Männer anzuerkennen wird die Stellung von Männern im Hochschulbetrieb weiter ausgebaut und dadurch bestehende diskriminierende Strukturen zementiert. 2011 waren in Niedersachsen 57,5% der Studienabsolvent_innen weiblich, während gerade mal 23,4% der Professor_innen weiblich waren. Dem ist sich auch der RCDS bewusst, weswegen er anmerkt, dass es für diese Änderung einen „nachdrücklichen politischen Willen braucht“, denn die geltende Rechtslage erfordert gar keine Öffnung der Stelle. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ermöglicht es die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten nur für Frauen zu öffnen. Dass diese Stelle nun auch für den gesellschaftlichen Täter geöffnet werden soll, ist ein Schlag ins Gesicht für jede Frau im wissenschaftlichen Betrieb. Solange patriarchale Strukturen auch an der Uni vorherrschen, muss eine ernsthafte Gleichstellungsmaßnahme darin bestehen, dass Frauen die gleichen Möglichkeiten eingeräumt werden, wie sie der Mann hat – das Herbeifantasieren von Diskriminierung wo keine ist, läuft dem Gleichstellungsgedanken zuwider.

Als AStA stellen wir uns gegen alle vom RCDS angestrebten Änderungen am Niedersächsischen Hochschulgesetz, da sie dem Anspruch an gesellschaftskritische Hochschulen nicht gerecht werden und eine reale Verschlechterung der Position von Studierenden in der demokratischen Ordnung verursachen. Das beschneiden von Rechten der Studierendenschaft dient nicht dem Interesse dieser, sondern fordert viel mehr eine Entpolitisierung der Hochschulen, um unliebsamen Meinungen den Gar aus zu machen.
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4 Monate vergangen

+++Solidarität mit dem Mittelbau+++
Der AStA unterstützt die Forderung der Mittelbauinitiative Oldenburg nach mehr Dauerstellen für Wissenschaftler_innen um jungen Wissenschaftler_innen „eine vertretbare Berufsperspektive in Forschung und Lehre zu eröffnen“. Eine vollständige Verwendung der Hochschulpaktmittel für Dauerstellen halten wir allerdings für zu spezifisch, auch der Ausbau der Gleichstellung, der psychologischen Beratung sowie der Digitalisierung der Universität muss mit Mitteln bedacht werden. Es braucht mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen, um der wachsenden Zahl an Studierenden eine gute Bildung zu ermöglichen!

„Was ist geplant?
Am 11. November wird es an vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen Veranstaltungen geben. Ziel ist es, neben einer gemeinsam abgestimmten politischen Erklärung bzw. Pressemitteilung und einer Informationskampagne in den Einrichtungen, durch kleine, aber medienwirksame und bildstarke öffentliche Aktionen Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erzeugen!
Wie kannst Du Dich einbringen?
Wir haben in Stud.IP eine Studiengruppe Frist ist Frust! Aktionsgruppe Uni Oldenburg eingerichtet. Im Forum sammeln wir Ideen für eine öffentliche Aktion in der Innenstadt - informiere und beteilige Dich! Über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden wir gemeinsam am 24. Oktober um 14 Uhr in der Cafeteria Ulhornsweg. Komm vorbei!“
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4 Monate vergangen

+++Solidarität mit dem Mittelbau+++
Der AStA unterstützt die Forderung der Mittelbauinitiative Oldenburg nach mehr Dauerstellen für Wissenschaftler_innen um jungen Wissenschaftler_innen „eine vertretbare Berufsperspektive in Forschung und Lehre zu eröffnen“. Eine vollständige Verwendung der Hochschulpaktmittel für Dauerstellen halten wir allerdings für zu spezifisch, auch der Ausbau der Gleichstellung, der psychologischen Beratung sowie der Digitalisierung der Universität muss mit Mitteln bedacht werden. Es braucht mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen, um der wachsenden Zahl an Studierenden eine gute Bildung zu ermöglichen!

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Am 11. November wird es an vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen Veranstaltungen geben. Ziel ist es, neben einer gemeinsam abgestimmten politischen Erklärung bzw. Pressemitteilung und einer Informationskampagne in den Einrichtungen, durch kleine, aber medienwirksame und bildstarke öffentliche Aktionen Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erzeugen!
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Wir haben in Stud.IP eine Studiengruppe Frist ist Frust! Aktionsgruppe Uni Oldenburg eingerichtet. Im Forum sammeln wir Ideen für eine öffentliche Aktion in der Innenstadt - informiere und beteilige Dich! Über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden wir gemeinsam am 24. Oktober um 14 Uhr in der Cafeteria Ulhornsweg. Komm vorbei!“

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klingt doch sinnig 😁

Nach dem Transport von 80 kg schweren Pakaten mit dem Lastenrad der Fahrradwerke Uni Oldenburg und der Schwerstarbeit unserer AStA Sprecher Sven, Jooris und Max ist nun auch der Campus Wechloy voll mit unseren tollen AStA-Kalendern! Ihr findet sie am Info-Point, in der Cafeteria und auf der Ring-Ebene. Greift zu! ... MehrWeniger

4 Monate vergangen

Nach dem Transport von 80 kg schweren Pakaten mit dem Lastenrad der Fahrradwerke Uni Oldenburg und der Schwerstarbeit unserer AStA Sprecher Sven, Jooris und Max ist nun auch der Campus Wechloy voll mit unseren tollen AStA-Kalendern! Ihr findet sie am Info-Point, in der Cafeteria und auf der Ring-Ebene. Greift zu!

Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder einen wunderbaren Kalender für euch erstellt!
Ein ganz gewöhnlicher Kalender? Falsch! Dieser Kalender ist perfekt auf euch und eure Bedürfnisse zugeschnitten. Íhr findet neben dem Kalenderteil jede Menge Informationen zur Uni, zu hochschulpolitischen Gremien, zu Vereinen und Initiativen in Oldenburg. Ihr könnt die Kalender im Mensafoyer Haarentor, vor und im AStA-Trakt und ab heute Nachmittag auch in Wechloy abholen.
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4 Monate vergangen

Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder einen wunderbaren Kalender für euch erstellt!
Ein ganz gewöhnlicher Kalender? Falsch! Dieser Kalender ist perfekt auf euch und eure Bedürfnisse zugeschnitten. Íhr findet neben dem Kalenderteil jede Menge Informationen zur Uni, zu hochschulpolitischen Gremien, zu Vereinen und Initiativen in Oldenburg. Ihr könnt die Kalender im Mensafoyer Haarentor, vor und im AStA-Trakt und ab heute Nachmittag auch in Wechloy abholen.

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Der ist mega geworden! Danke :)

Schluss mit #lernenamlimit: Her mit Wohnraum, BAföG für alle und Geld für Bildung!

Jedes Jahr der gleiche Schreck: Student*innen sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung und von welchem Geld sollen sie eigentlich leben? Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt, sie werden sogar Jahr um Jahr prekärer.

Hast Du auch keinen Platz in deinem Seminar ergattert? Kein Laborplatz bekommen? Kein Tutoriumsplatz in Sicht? – Bitte schildere uns auch deinen Fall: lernenamlimit@asta-oldenburg.de - Schluss mit Lernen am Limit!
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4 Monate vergangen

Schluss mit #LernenAmLimit: Her mit Wohnraum, BAföG für alle und Geld für Bildung!

Jedes Jahr der gleiche Schreck: Student*innen sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung und von welchem Geld sollen sie eigentlich leben? Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt, sie werden sogar Jahr um Jahr prekärer.

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Folgt uns auf Twitter!

@asta_uni_oldb

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4 Monate vergangen

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+++Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück+++

Wir, die Beauftragten für Studierende mit Kind, laden hiermit herzlich ein zum

Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück

am Freitag 11.10.19 ab 10 Uhr
im Eltern-Kind-Raum Haarentor (M00-052)
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5 Monate vergangen

+++Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück+++

Wir, die Beauftragten für Studierende mit Kind, laden hiermit herzlich ein zum 

Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück
 
am Freitag 11.10.19 ab 10 Uhr 
im Eltern-Kind-Raum Haarentor (M00-052)

+++O-Wochen Auftakt+++
Auch der AStA ist mit einem Stand im A14 heute vertreten und informiert über seine Arbeit, politische Partizipation an der Hochschule und alternative O-Wochenangebote.
Außerdem haben wir 500 Freikarten für das Heimspiel des VfB Oldenburg gegen den SSV Jeddeloh am Sonntag, den 13.10. (www.facebook.com/events/392869964734722)
Kommt vorbei!
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5 Monate vergangen

+++O-Wochen Auftakt+++
Auch der AStA ist mit einem Stand im A14 heute vertreten und informiert über seine Arbeit, politische Partizipation an der Hochschule und alternative O-Wochenangebote. 
Außerdem haben wir 500 Freikarten für das Heimspiel des VfB Oldenburg gegen den SSV Jeddeloh am Sonntag, den 13.10. (https://www.facebook.com/events/392869964734722)
Kommt vorbei!Image attachment

+++Ersti Sleepover+++
Dein Sofa für die O-Woche

Auch dieses Jahr bekommen wir an der Carl von Ossietzky Universität wieder #erstis.
Die meisten von ihnen suchen jetzt Wohnraum in Oldenburg. Damit trotzdem alle schon zur O-Woche einen Schlafplatz haben und nicht auf diese wichtige Kennenlernphase verzichten müssen, gibt es eine Facebook Gruppe.
Dort können STUDIERENDE Erstis Sofa-Plätze und freie Zimmer kostenlos anbieten, bzw. Erstis können Plätze suchen.

#sofaaktion - Ich suche/biete Schlafplatz für Erstis in Oldenburg

www.facebook.com/groups/1733624136901125
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5 Monate vergangen

+++Ersti Sleepover+++
Dein Sofa für die O-Woche

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#SofaAktion - Ich suche/biete Schlafplatz für Erstis in Oldenburg

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+++ Haushaltsauflösung des Initiativenhaus / houshold clearance of the
Initiativenhaus +++

Ende des Monats soll das Initiativenhaus im Uhlhornsweg 68 nun leider endgültig abgerissen werden. Bevor das aber passiert müssen sämtlich Möbel raus – und da wir ein nachhaltiger AStA sind, bieten wir euch die Möglichkeit aus dem Haus alles mitzunehmen was da ist. Es sind viele Möbel übrig geblieben so z.B. diverse Sofa, Sessel und Stühle.
Kommt vorbei und schaut ob ihr etwas für euch findet.
Am 11.09 sind wir in der Zeit von 12:00-16:00 anzutreffen, am 12.09. von 15:00-19:00.
Bringt was zum Schleppen mit

Unfortunately, at the end of this month the Initiativenhaus at Uhlhornsweg 68 will be finally teared down. But before this can happen, we have to get rid of all the furniture – we are a sustainable AStA and therefore we’d like to offer you to take everything you want.
There is a lot left, for instance some couches, armchairs and chairs.
Come over and see if you’ll find something that suits you.
On 11.09., we’ll be there from 12:00-16:00 and on the 12th from
15:00-19:00 o’clock.
Get yourself something to carry
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6 Monate vergangen

Stellungnahme nach Kontaktaufnahme mit der Kulturetage zum Thema ‚Lisa Fitz‘Am 06.09.2019 soll die Kabarettistin Lisa Fitz in der Oldenburger Kulturetage auftreten. Sie steht seit Längerem massiv in der Kritik, da sie in ihren Texten antisemitische Aussagen und Codes verwendet (siehe dazu unten). Damit reiht sie sich neben ‚Künstler_innen‘, wie Xavier Naidoo (der in der Vergangenheit durch Nähe zum Reichsbürgermilieu und ebenfalls durch antisemitische Texte aufgefallen ist) oder Kollegah (der beim Echo, in seinem Video zum Song ‚Apokalypse‘ und zuletzt im Vice-Magazin durch antisemitische Äußerungen auffiel) ein.

Zu Beginn dieser Woche erreichte unsere Mail [Der Wortlaut der Mail ist diesem Dokument am Ende beigefügt] zum Auftritt von Lisa Fitz die Kulturetage. Auf diese wurde uns vom Programmleiter der Kulturetage Andreas Holtz ein Gespräch angeboten.

Dieses fand statt am Mittwoch, den 21.08.2019 gegen 12 Uhr. Andreas Holtz verwies zunächst darauf, wie wichtig er antifaschistische Arbeit und das Engagement des AStAs, speziell auch unseres, findet. Ebenso wird bereits in der Antwort auf die Mail hingewiesen, dass man grundsätzlich in der Kulturetage Werte und Ziele des Antifaschismus vertritt. Dies ist ein Umstand, über den auch wir uns sehr freuen. Umso irritierter waren wir, als sich herausstellte, dass unser Hinweis, dass zumindest der Text des Lieds „Ich sehe was, was du nicht siehst“ [Der Text ist ebenfalls dieser Mail beigefügt.] antisemitische Aussagen und Codes enthält, geleugnet wurde.

Auffällig an der Stellungnahme der Kulturetage bzw. von Herrn Holtz ist die Tatsache, dass Antisemitismus gleichgesetzt wird mit Faschismus und scheinbar ausgeschlossen ist, Antisemit zu sein bzw. sich antisemitisch auszudrücken, wenn besagte Person sich selbst als Antifaschist oder Antikapitalist begreift. So wurde darauf verwiesen, dass hier Lisa Fitz doch lediglich eine recht plumpe Kritik am Kapitalismus äußere, aber auch auf die Probleme in sogenannten ‚No-Go-Areas‘, wie Flüchtlingsunterkünften hinweist und darum also nicht unterstellt werden kann, sie sei rechts oder gar rechtsradikal, also auch unter keinen Umständen könne es sich hier um antisemitische Aussagen oder Codes handeln.

Daher müssen wir annehmen, dass es in der Kulturetage keinen Begriff – zumindest keinen umfangreichen – von Antisemitismus gibt. Hierauf verweist schon der Umstand, dass geschrieben wurde: „Ich freue mich über deinen/euren Einsatz für eine antisemitische/antifaschistische Welt“. Hat man einen einigermaßen sensiblen Umgang mit dem Thema, so passiert ein solcher Fauxpas wohl kaum. Außerdem kann es nicht angehen, dass in einem Gespräch über Antisemitismus eine der Gesprächsparteien das Wort ‚Heuschrecke(n)‘ für eine geeignete Umschreibung für Bänker etc. hält.

Als besonders erschreckend empfanden wir außerdem die belehrende Art und Weise von Herrn Holtz, die sich niederschlug in Aussagen, wie „Eine solche Interpretation würde euch jeder Deutschlehrer um die Ohren hauen“ oder der ständigen Feststellung, dass er doch schon 19 Jahre Berufserfahrung hätte bzw. wir mal berücksichtigen sollen, dass auch Lisa Fitz schon seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Künstlerin sei, sowie der Tatsache, dass unsere Gesprächsbeiträge häufig unterbrochen wurden, während Herr Holtz äußerst langatmige Monologe hielt.

Des Weiteren wurde unsere Darstellung, wie oben im Deutschlehrerzitat schon ersichtlich wird, als unhaltbare Behauptung dargestellt, obwohl wir über Quellen offensichtlich gemacht haben, worauf sich unsere Analyse (nicht Interpretation) und unsere Urteile stützen. Absolut unangebracht war der Vorwurf, wir seien doch wörtlich ‚irre‘ Lisa Fitz Zeilen als antisemitische Aussagen und Codes zu bezeichnen. Auch wenn es sich bei der Kulturetage nicht zwangsweise um eine wissenschaftliche Einrichtung mit wissenschaftlich geschulten Mitarbeiter_innen handelt, so kann man doch von einer Einrichtung, die den Begriff ‚Kultur‘ in ihrem Namen trägt, erwarten, dass eine gewisse kultivierte Praxis der Argumentation beherrscht wird.

Ergebnis des Gesprächs war letzten Endes, dass unsere Kritik an der Einladung Lisa Fitz‘ von der Kulturetage oder zumindest dem Programmverantwortlichen nicht geteilt und als lächerlich empfunden wird, also auch keine Konsequenzen zu erwarten sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals auf die Problematik hinweisen: Antisemitismus drückt sich nicht zwangsweise in explizitem Hass gegen Juden oder jüdische Einrichtungen aus. Zunächst ist die Personifizierung der Herrschaft in der kapitalistischen Produktionsweise eine falsche Analyse, korrekt analysiert handelt es sich hierbei um ein warenvermitteltes Herrschaftsverhältnis. Das Urteil, aus diesem falschen Bewusstsein, dass die Herrschenden sich versteckt in Geheimbünden organisieren müssen, weist schon eindeutige Kennzeichen einer Verschwörungstheorie auf. Lisa Fitz spricht unter anderem von „Schattenstaat“, „Die elitären Clubs der bösen Herren“ oder „Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das“. Verbunden mit dem Stereotypen des jüdischen Geldhändlers, wie er bereits im Mittelalter sich entwickelte, da Jüdinnen und Juden bereits zu dieser Zeit großem Hass ausgeliefert waren und daher nicht in anderen Berufen bzw. Zünften tätig werden konnten, wird dieser „illustre Kreis“ ganz von selbst mit der jüdischen Weltverschwörung in Verbindung gebracht, selbst wenn Rothschild und Soros im Songtext nicht erwähnt worden wären (vgl. homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/antisemitismus_struktureller_antisemitismus.pdf, zuletzt eingesehen: 22.08.2019). Besonders irritierend war folgende Rechnung, die in diesem Zusammenhang aufgemacht wurde: Es sei ja vollkommen in Ordnung, wenn in solcher plumpen Kritik am Kapitalismus zwei von sechs Großkonzernen ‚jüdische‘ sind, erst wenn der Fokus ausschließlich auf ‚jüdischen‘ Großkonzernen läge, also bspw. alle aufgezählten Großkonzerne ‚jüdisch‘ seien, wäre das ‚problematisch‘. Solche Rechnungen erinnern sehr stark an die sogenannte ‚Salami-Methode‘, wie sie auch Adorno beschreibt (Adorno, 2019, S. 45).

Für problematisch halten wir, auf Grundlage der Analyse Theodor W. Adornos Analyse im erst vor kurzen schriftlich veröffentlichten Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“, bereits den Kontext des gesamten Programms von Lisa Fitz, wie bereits im letzten Absatz des Mailtext angedeutet wird. In diesem stellt auch Adorno fest „Er [der Antisemitismus] hat die Juden, kann man sagen, überlebt“ (Adorno, 2019, S. 34), trotz des gesellschaftlichen Tabus, sich antisemitisch äußern zu dürfen. Doch bereits dieses Tabu wird instrumentalisiert zur Agitation „mit diesem Augenzwinkernden: ‚Wir dürfen ja nichts darüber sagen, aber wir verstehen uns unter uns. Wir alle wissen, was wir meinen“ (Adorno, 2019, S. 35) quasi mit „vorgehaltener Hand“ als „Flüsterwitz“. Komisch, dass sie sich gerade so, mit vorgehaltener Hand, für ihr Programm „Flüsterwitz“ ablichten lässt, (vgl. www.lisa-fitz.de/lisa-fitz-setzt-drei-ausrufezeichen-mit-fluesterwitz/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019) in dem es ihr hauptsächlich darum geht die Menschen aufzuwecken (vgl. www.lisa-fitz.de/des-derfst-ja-net-laut-sagen-lisa-fitz-erzaehlte-fluesterwitze/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019), eine selbstauferlegte Aufgabe, die sich in vielen verschwörungstheoretischen Kontexten, aber auch in der rechten Szene wiederfinden.

Derzeit erscheint es so, dass in der Kulturetage Raum für antisemitische Ressentiments und Codes geboten wird - das halten wir für äußerst bedenklich. Wir erhoffen uns, dass die Kulturetage, und auch ihr Programmverantwortlicher Andreas Holtz, ihren Begriff des Antisemitismus reflektieren und in Zuge dessen einen kritischen Blick auf „Künstler_innen“ wie Lisa Fitz werfen und in Zukunft die Einladung von ihresgleichen überdenken.

Tarek Probst (Referat gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent für Kultur, Sport und Events) im Auftrag des AStA

Weiter Quellenangaben:

1. W.-Adorno, Theodor: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. 3. Auflage, Berlin (Suhrkamp), 2019.



Mail vom 20.08.2019 an Andreas Holtz, Uwe Schwettmann, Bettina Stiller, Bernt Wach

Betreff: Zum Auftritt von Lisa Fitz in der Kulturetage

Liebes Kulturetage-Team,

Wir, vom AStA der CvO Universität Oldenburg, mussten mit einigem Entsetzen feststellen, dass sie die antisemitische Künstlerin Lisa Fitz eingeladen haben und ihr in ihren Räumlichkeiten eine Bühne bieten.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Lisa Fitz zumindest in ihrem Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ganz offen antisemitische Aussagen und Codes verwendet. Dieses Urteil lässt sich zurückführen auf die Definition der europäischen Union von Antisemitismus:

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“ (www.usahm.de/Dokumente/Antisemdeu.htm, Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Jedoch bleibt diese Definition noch etwas unspezifisch, denn eine besonders problematische Form des Antisemitismus ist der strukturelle Antisemitismus, der sich in „Denkstrukturen [äußert], die sich nicht ausdrücklich gegen Juden richten, allerdings dem “klassischen” Antisemitismus von der Argumentationsstruktur und dem Weltbild gleichen oder stark ähneln. Struktureller Antisemitismus äußert sich häufig in verkürzter Kapitalismuskritik, in der einer kleinen Gruppe an “Managern” oder “Bossen” die Schuld an den sozialen Verwerfungen und Krisen des Kapitalismus gegeben wird, obwohl diese Probleme systemimmanent sind. Struktureller Antisemitismus personifiziert gesellschaftliche Probleme und schafft somit einen Sündenbock, auf den die Schuld geschoben wird und der, der Logik nach, nur beseitigt werden müsse, um das Problem zu lösen. Sie geht also immer mit Säuberungsfantasien einher, die im nationalsozialistischen Holocaust ihren bisherigen Höhepunkt fanden. Man sollte jedoch auch beachten, dass nicht nur verkürzte Kapitalismuskritik strukturell antisemitisch sein kann, sondern auch andere Ideologien oder Verschwörungstheorien, mit anderen thematischen Schwerpunkten.“ ( marinaweisband.de/ueber-strukturellen-antisemitismus/; www.trend.infopartisan.net/trd0101/t120101.html Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Betrachten wir nun einige der ersten Zeilen besagten Songs, fallen sofort oben genannte Codes auf. So singt Lisa Fitz: „Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,/Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn?/Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,/die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“
Hier wird das Prinzip der Kapitalakkumulation in der kapitalistischen Produktionsweise ausschließlich einigen wenigen „Schurkenbanken“ und „Gierkonzernen“ vorgeworfen und fatalerweise dann mit der jüdischen Familie der Rothschilds oder George Soros personifiziert. „Die jüdische Bankiersfamilie der Rothschilds steht seit dem 19. Jahrhundert im Zentrum antisemitischer Hetze. Ähnlich wie im Falle Soros lautete der Vorwurf, sie würden zum Zwecke der Anhäufung von Geld über Krieg und Frieden in Europa bestimmen sowie Regierungen kontrollieren. Auf die „Juden der Könige“, wie sie damals genannt wurden, zielte auch der NS-Propagandafilm „Die Rothschilds“ von 1940 ab. Dieser Film wurde von Joseph Goebbels gemeinsam mit „Jud Süß“ und „Der ewige Jude“ gefördert und verbreitet“. (lbga-muenchen.org/2019/07/23/zur-verleihung-des-bayerischen-verdienstordens-an-lisa-fitz/ Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Zuvor wird gesungen: „Es rafft noch mehr wer großen Reichtum hat“. Dies verweist auf die NS-Ideologie, die von „schaffendem Kapital“, dass positiv auf das deutsche Volk wirkt, weil etwas erarbeitet wird spricht. Im Gegensatz dazu „das ‚raffende Kapital‘ wird identifiziert als das international vertretene und organisierte Großkapital, welches parasitär wirke, indem es die Völker aussauge, in denen es sich ansiedelt. Das ‚raffende Kapital‘ wird verkörpert vom Juden.“ (www.antisemitismus.net/theorie/kritische-theorie/antisemitismus.htm Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Abgesehen von diesem Lied erscheint schon der Ankündigungstext in einer problematischen Art und Weise. Der Satz „Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht“, verweist zumindest in diesem Kontext auf verschwörungstheoretisches Denken und der Satz „In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern“, wird im Kontext der Weltreligionen, bei Helfershelfern implizit auf das Judentum verwiesen.

Hiermit sollte offensichtlich sein, dass ein Auftritt von Lisa Fitz äußerst problematisch ist und wir würden sie, von der Kulturetage, darum bitten Stellung zu diesem Umstand zu beziehen.

Antifaschistische Grüße

Tarek Probst (Referent gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent Kultur, Sport und Events)



Text ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘ - Lisa Fitz

Ich sehe was, was du nicht siehst
weil´s nicht so irre lustig ist.
Ich sehe das, was du nicht sehen willst –
weil du blind bist – und lieber shoppst und chillst.
„I lies gar nix, i kauf mir jetzt a Kleid!“

Die Welt wird fieser und an wem mag´s liegen?
Ich bin umzingelt von Staatsmacht und Intrigen.
Es rafft noch mehr, wer großen Reichtum hat
und die Menschen neben mir, die werd´n nicht satt.

Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,
Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn.
Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,
die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.

Die Masterminds und grauen Eminenzen
JP Morgans, Goldman Sachs u. deren Schranzen,
Waffenhändler, Spekulanten, Militär,
Geheimdienste, Spione und noch mehr.

Die elitären Clubs der bösen Herrn,
denen liegt dein kleines Einzelschicksal – so fern.
Es gibt sowieso zu viele Esser,
ohne die Vielen geht´s den Wenigen besser.

Die Kaltblüter mauern unsere Freiheit ein
Jahr für Jahr – ohne Eile – Stein um Stein…
Und wir sind zu blöd, um zu kapieren,
zu träge und zu faul zum Informieren,
kaufen Taschen, Schuhe, Schoko, Fußballkarten,
während Satans Drachenreiter auf uns warten.

He, du…! — He, du…!

Mach die Ohren auf und höre, wie sie lügen!
Mach die Augen auf und sieh, wie sie betrügen!
Mach den Mund auf und sage, was du siehst!
Die Wahrheit ist oft leider ziemlich fies.

Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das.
Der Teufel sponsert die, kackt auf den Haufen,
Die können Teile von der Welt sich einfach kaufen.

Sind nie in Flüchtlingsheimen oder an der Tafel
In großen Schlössern wird diniert zu Geschwafel,
In Luxusghettos residiern´s im Seidenhemd
Parallelwelt und Moschee sind denen fremd.

Ich sehe was, was du nicht siehst,
weil du halt ganz a Brave bist,
die immer noch ans Gute glaubt,
auch wenn man ihr das Liebste raubt.

Deine Vision ist so naiv
und dein Glaube an den Gott, der ist so tief.
Doch sag ich dir, my love, dein Gott ist tot –
auf der Welt regieren Mord und Geld und Not.

„Wo isser denn? Warum sagt er nix? I hab doch so vui bet´ ?!
“ Lisa: Aha. Ja, wo isser denn? Tja.
Dein Gott macht Urlaub, er sitzt auf den Kanaren
Und im Pazifik, wo die Atomtests waren.
Ihm macht das nix, er ist ja nur aus Luft
Und er verduftet, wenn die ganze Welt verpufft.

Dein Unwissen birgt große Gefahr,
denn was du nicht weißt, wird immerdar
Elitenwissen bleiben und geheim
Und sie fangen uns wie Fliegen auf dem Leim.

Wir müssen aufstöbern, zeigen und enthüllen
Sie aus dem Fuchsbau jagen und zerknüllen
die Verbrecher gegen Liebe und das Menschenrecht –
Doch im Deutschen wurzelt leider tief der Knecht.

Geh hinaus und mach die Augen ganz weit auf!
Benutz dein Hirn und lern begreifen, was da lauft…
Mach dich auf deinen Weg, musst dich beeilen.
Schau genau hin und lies zwischen den Zeilen!

Wart nicht, mein Lieb, du musst dich sputen
Die Zeit arbeitet nicht mehr für die Guten…
Es ist nicht fünf vor zwölf – s´ ist fünf nach eins
und wenn du wo Gewissen suchst – s´gibt keins.

Gierige Männer, Mördergreise,
spielen vom Tod die böse alte Weise,
reißen im Fallen die halbe Welt mit sich,
wach auf und handle – lass dich nicht im Stich.

Alles, was das Volk je wollte
und was es bekommen sollte,
wurde niemals ihm geschenkt,
Wir müssen kämpfen – daran denkt!!

Wer kann den Tango der Verleugnung besser tanzen….
Die Elite – oder die dummen Schranzen? (4x wiederholen)
Hey Du! Wach auf…!
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6 Monate vergangen

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Die Superreichen dürfen halt nicht kritisiert werden, auch wenn sie Kriege anzetteln und Massenmord begehen. Ganz im Sinne von Carl von Ossietzky. Tolle Entwicklung. Ironie off.

Danke, dass Ihr Euch und die DIG Oldenburg dafür einsetzt!

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/
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6 Monate vergangen

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: https://fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/

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Ich konnte gestern leider nicht dabei sein, würde aber gerne über weitere Treffen/das Besprochene informiert werden - an wen kann ich mich da wenden?

KessErziehen

Beim Workshop „KessErziehen“ geht es vor allem um weniger Stress und mehr Freude in der Erziehung und Alltag mit Kind und Studium.

Ziel des Workshops ist es, eine andere Haltung in der Erziehung einzunehmen, sein Kind zu ermutigen und stärken, einfach entspannt erziehen, ohne schimpfen.



Referentin des Workshops ist Julia Schallehn. Sie zeichnet sich vor allem durch den Encouraging-Master und Erfahrung als vierfache Mutter für diesen Workshop aus. Zudem hat sie zahlreiche Fortbildungen zu diesem Thema absolviert.



Der Workshop soll im Wintersemester 2019/20 an 7 Terminen á 90 Minuten immer freitags stattfinden. Start am 25.10.19 von 8.30 Uhr bis 10 Uhr.

Pro Person wird der Workshop nur 25 € kosten (pro Termin also nur etwa 3,6€), den restlichen Betrag übernimmt der AStA Universität Oldenburg.



Anmeldung unter studierenmitkind@asta-oldenburg.de, natürlich auch beim Eltern-Kind-Café möglich.







Habt ihr Fragen, dann schreibt uns jederzeit einfach ebenfalls an: studierenmitkind@asta-oldenburg.de



Wir freuen uns auf euch!
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6 Monate vergangen

+++Ein Angriff auf demokratische Prinzipien und die fortschreitende Verschulung des Studiums+++

Im hochschulöffentlichen Teil der Senatssitzung am 21. August wurden zwei äußerst bedenkliche Anträge behandelt, zu denen wir Stellung beziehen möchten.

Mit dem Antrag des Wahlamtsleiters wurde offen versucht, zentrale demokratische Prinzipien mit der Begründung eines geringen bürokratischen Aufwands zu unterlaufen. Konkret eingereicht wurde ein Änderungsantrag der Wahlordnung für die Gremienwahlen. Paragraph 7 — Wahlbenachrichtigung — sollte um folgenden Abschnitt ergänzt werden: „Durch Beschluss des Wahlausschusses kann auf die Übersendung der Wahlbenachrichtigung verzichtet werden“. Nun stellt die Wahlbenachrichtigung einen elementaren Teil demokratischer Verfahren dar - nur wer über anstehende Wahlen Bescheid weiß, hat die Möglichkeit wählen zu gehen. Gerechtfertigt wurde der Versuch eines solch herben Einschnitts in demokratische Prinzipien mit einem geringerem bürokratischen Aufwand, begründet durch eine Kosten-Nutzen-Kalkulation aufgrund der ja ohnehin geringen Wahlbeteiligung, und einer möglichen Anwendung dieses Abschnittes nur in Ausnahmefällen. Wir sind froh, dass sich der Senat ohne weitere Diskussionen einstimmig gegen diesen Abschnitt entschieden hat. Bedenklich ist, dass wir einen amtierenden Wahlamtsleiter haben, der bereit ist, für eine verschlankte Bürokratie demokratische Prinzipien über Bord zu werfen.

Der Prozess der Verschulung des Studiums schreitet mit der genehmigten Änderung der Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge weiter voran. Mit einer äußerst schwachen Begründung, dem Hinweis auf die Zulassungsbeschränkung des Studienganges Sozialwissenschaft, wurden aus dem Professionalisierungsbereich – welcher einen Blick über den Tellerrand des auferlegten Studienverlaufsplans erlaubt – elementare Module der Forschung in den Sozialwissenschaften gestrichen. Dass diese Module nun nur noch von Studierenden des Fachbachelors Sozialwissenschaften belegt werden können, wird billigend in Kauf genommen. Außer den beiden Studierendenvertreter_innen hat im Senat leider niemand gegen diese fortschreitende Beschränkung eines selbstbestimmten Studiums gestimmt.
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6 Monate vergangen

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Gute Arbeit vom AStA! Ihr dürft denen nicht weiterhin so etwas durch gehen lassen! Schade das es für die SoWis nicht gereicht hat. Der Senat hat hier eine frappierend falsche Auffassung worum es in einem Studium für das Individuum geht. Bei der geringen Wahlbeteiligung hätte ich einen Vorschlag, den ich von der Uni Köln erfahren habe. Dort wurde in den 60er/70er Jahren mal zu einer StuPa-Wahl unter den Wählenden ein Auto verlost, welches durch ein Autohaus gesponsert wurde. Vielleicht könnte man mit einem wohlgesinnten Akteur etwas ähnliches auf die Beine stellen? Natürlich nicht notwendigerweise in dem Ausmaß und auch nur mit einem neutralen und fairen Partner. Natürlich kann man jetzt argumentieren, die Leute würden dann nur irgendwas wählen wegen der Verlosung. Aber ich traue den Studierenden mehr zu. Vielleicht kann man so die Hemmschwelle zur Befassung mit Hochschulpolitik , die wohl vorliegt, auflösen. Arbeitet weiter für uns, so wie ihr es ja aktuell tut 🤙

Zählt eine e-Mail denn in diesem Fall als Wahlbenachrichtigung?

Zum 26. BAföG-ÄnderungsgesetzAm 15.07.2019 wurde die 26. Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes veröffentlicht und ist damit formal in Kraft. Zentral steht die Erhöhung der Bedarfssätze, auch bei der aktuell massiven Bewerbung durch die Studenten- [sic!] und Studierendenwerke – die Förderungszahlen sollen bis 2021 um 100 000 Personen steigen, da diese zuletzt rückläufig waren. Erhielten 2017 noch 782 000 Personen Leistungen nach dem BAföG, waren es 2018 nur noch 727 000 Personen, ein Minus von 7,1% [1]. Der Grundbedarf steigt zum Wintersemester 2019 von bisher 399€ auf 419€, die Wohnpauschale legt 75€ zu auf 325€ und der Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung steigt um 23€ auf 109€ für unter 30-Jährige. Insgesamt klettert der „BAföG-Höchstsatz“ von 735€ auf 853€ für Studierende [2].

Auch an den Rückzahlungsmodalitäten tut sich was: „Maximal müssen 77 Monate lang 130 € pro Monat einkommensabhängig zurückgezahlt werden. Das sind insgesamt maximal 10.010 €. […] Wer wegen seines zu geringen Einkommens niedrigere Rückzahlungsraten als 130 € pro Monat beantragt, wird nach 77 Monatsraten schuldenfrei – auch, wenn insgesamt weniger als 10.010 € zurückgezahlt wurden. Wenn trotz nachweisbarem Bemühen und Mitwirken binnen 20 Jahren nicht die 77 Tilgungsraten gezahlt werden können, werden die dann noch bestehenden Schulden erlassen“ [3]. Ein einfacher Zugang zu einem Bildungskredit bei geringem Risiko sich massiv zu verschulden, dass insbesondere Menschen aus einkommensschwachen Verhältnissen ein Studium ermöglichen soll.

Leider versäumt der Gesetzgeber die Realität von Studierenden zu sehen und im Gesetz zu implementieren. So bietet das Studentenwerk [sic!] in Oldenburg gerade mal knapp 1000 Wohnheimplätze im Preisrahmen des BAföG an – bei fast 16000 Studierenden allein an der Universität Oldenburg. Auch bei Wohnalternativen aus der privaten Hand sieht es nicht besser aus. Bereits 2017 stieg in Oldenburg die durchschnittliche Nettokaltmiete bei Wohnungen bis 40qm auf 10€/qm [4]. Neben den explodierenden Wohnungskosten steigen auch die Semesterbeiträge, in Oldenburg sind diese aufgrund des Semestertickets bei mittlerweile 401,27€, sowie die Lebenshaltungskosten im Allgemeinen. Dabei sollte es ebenso wenig ein Geheimnis sein, dass Studierende heute ein eigenes Laptop zum Studieren benötigen, wie auch dass die Lebensmittelpreise seit Jahren deutlich stärker steigen als die Inflationsrate – das Leben der Moderne ist deutlich teurer als es der BAföG Rahmen zulassen würde.

Weiterhin behandelt der Gesetzgeber Schüler_innen, Studierende und Auszubildende als Menschen zweiter Klasse. So lag die Armutsgrenze 2018 bei 1035€ – 182€ über dem „BAföG-Höchstsatz“ nach der 26. BAföG-Novelle [5]. Im Tenor der vorherrschenden neoliberalen Ideologie wird dabei immer wieder darauf verwiesen, dass Studierende praktisch dankbar für das BAföG sein müssten. Die SPD Politikerin und MdB Elisabeth Kaiser lässt in ihrer Pressemitteilung vom 06.08.2019 verlauten: „Das BAföG ist wieder eine echte Alternative zum Nebenjob und ermöglicht es den Geförderten, sich voll auf ihre Ausbildung zu konzentrieren.“ [6]. Dass die Eigenfinanzierung einer Ausbildung, ausschließlich der feuchte Traum eines jeden Kapitalisten ist, für jeden Auszubildenden allerdings massive Selbstausbeutung bedeutet, ist in der deutschen sozialen Marktwirtschaft des 21. Jhd. scheinbar vollkommen irrelevant. Die Äußerung von Frau Kaiser ist allerdings im Kontext ihres Abstimmungsverhaltens nur schlüssig. Als echte Sozialdemokratin kämpft auch sie erfolgreich gegen Klimaschutz (Drucksache 19/10290, Drucksachse 19/9920) und für die Verschärfung von Asylgesetzen (Drucksache 19/10047) [7].

Alle wichtigen Änderungen zum BAföG sind zu finden unter:

www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Quellen:

[1] www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/08/PD19_291_214.html

[2] www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl

[3] www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

[4] Wohnungsmarktbericht 2018, Stadtplanungsamt Stadt Oldenburg

[5] www.boeckler.de/wsi_50647.htm

[6] www.vogtlandspiegel.de/mdb-elisabeth-kaiser-zum-thema-bafoeg/1939396/

[7] www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/520786-520786

Bildquelle: www1.wdr.de/verbraucher/quintessenztippsundtrends-1150~_v-gseagaleriexl.jpg
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6 Monate vergangen

Zum 26. BAföG-Änderungsgesetz

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Was regt ihr euch über die hohen Kosten des Semestertickets auf? Die scheiße habt ihr verzapft. Die Lösung ist doch ganz einfach. Ein drei Stufen System. Stufe 1: Verpflichtendes Semesterticket, 12€ im Semester, gilt nur in Linie 306 Stufe 2: Optionales Semesterticket, gilt für alle Busse in Oldenburg. Stufe 3: Landesweites Semesterticket, kostet dann eventuell 600€-800€, wer das nutzen will zahlt das, wer nicht halt nicht. Da wäre schon mal ein Monat essen locker wieder drinnen für die, die grade im Sommersemester gerne mit dem Fahrrad fahren oder direkt neben der Uni wohnen.

+++Pressemitteilung: Wohnheime für Studierende sanieren+++

Für die Renovierung von Wohnheimen der niedersächsischen Studentenwerke sieht der Haushalt des Landes Niedersachsen wieder keine Mittel vor. Daher fordern die ASten (Allgemeinen Studierendenausschüsse) des Landes Niedersachsen Geld für die Renovierung von Wohnheimen. Außerdem fordern wir die Übernahme der tariflichen Lohnsteigerungskosten für Angestellte der Studentenwerke, um die Semesterbeiträge der Studierenden nicht noch weiter zu erhöhen.

Die Zahl der Studierenden hat sich seit der letzten Anhebung der Landesmittel für die Studentenwerke im Jahr 2014 massiv erhöht. Die Studentenwerke kümmern sich um die Bedürfnisse der Studierenden, wie die Unterbringung, Verpflegung und soziale Beratung. Weil die staatliche Förderung nicht reicht, stoßen die Studentenwerke an ihre Grenzen, wenn sie den Fragen und Problemen der Studierenden gerecht werden wollen. Ein Beleg dafür sind die langen Wartelisten für studentische Wohnheimplätze.

Was in den letzten Jahren nicht gestiegen ist, ist das Geld des Landes Niedersachsen für die Unterbringung der immer mehr werdenden Studierenden. Neue Wohnheime müssen gebaut und alte renoviert werden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler verspricht in seiner Rede zur Unterrichtung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Niedersächsischen Landtag am 18.12.2017: „Daneben müssen auch bestehende Wohnheime saniert werden […]. Dafür plant das MWK ein Sonderprogramm aufzulegen, um die Studentenwerke finanziell zu unterstützen“. Für die Renovierung von teilweise 35 Jahre alten Wohnheimen gibt es aber bis heute kein Programm und somit keine Zuschüsse. Die Kosten dafür soll jetzt die aktuelle Studierendengeneration tragen. Die ASten des Landes Niedersachsen finden: Das darf nicht sein!

Die Preise für das Mensa-Essen werden an einigen Standorten verdoppelt, die Semesterbeiträge fast jährlich erhöht. Einige Studentenwerke haben Erhöhungen der Beiträge von über 35 % auf bis zu 107 Euro angekündigt. Die ASten des Landes sehen hier versteckte Studiengebühren, die es längst nicht mehr geben sollte! Während der Beitrag für das Studentenwerk in München bei 62 Euro und in Stuttgart bei 55 Euro liegt, wird dieser im kommenden Wintersemester in Hannover und Göttingen 107 Euro und in Braunschweig 100 Euro betragen.

Das Land zieht sich aus seiner Verantwortung zurück, die Studierenden werden zur Kasse gebeten.
Die Landesregierung steht jetzt in der Pflicht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und sich der Problematik anzunehmen.
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7 Monate vergangen

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Notfalls kann man ja erstmal einbehaltene Kautionen für angeblich nicht gewischte Schrankinnenwände nutzen. Damit dürften ja schon zwei - drei neue Wohnheime entstehen können. 👍🏼

+++Servicepost+++
Einige haben es sicher schon mitbekommen: Derzeit ist es nicht möglich ein Fahrzeug bei Cambio über den AStA zu mieten. Aufgrund der Tarifumstellungen bei Cambio kann das bisherige Verleihsystem im AStA nicht beibehalten werden. Derzeit prüfen wir, ob und wie der AStA weiterhin Studierende beim Mieten von Fahrzeugen unterstützen kann.
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7 Monate vergangen

+++Servicepost+++
Einige haben es sicher schon mitbekommen: Derzeit ist es nicht möglich ein Fahrzeug bei Cambio über den AStA zu mieten. Aufgrund der Tarifumstellungen bei Cambio kann das bisherige Verleihsystem im AStA nicht beibehalten werden. Derzeit prüfen wir, ob und wie der AStA weiterhin Studierende beim Mieten von Fahrzeugen unterstützen kann.