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2 Tage vergangen

Stellungnahme des AStA zum Streit mit dem Campusradio zum Begriff der „Kulturschaffenden”„Wenn den rechtgläubigen Juden ein Eßgerät kultisch unrein geworden ist, dann reinigen sie es, indem sie es in der Erde vergraben. Man sollte viele Worte des nazistischen Sprachgebrauchs für lange Zeit, und einige für immer, ins Massengrab legen.“

- Victor Klemperer
(LTI – Notizbuch eines Philologen, Reclam Leipzig, 1978, S. 22)

Am 30.09.2019 beschloss der AStA, „dass jede Zusammenarbeit mit dem oder Unterstützung des Campusradio […] auf unbestimmte Zeit eingestellt wird“. Dem ging ein fünfmonatiger Streit mit dem Campusradio um die Verwendung des Begriffs der ‚Kulturschaffenden‘ voraus, in welchem dem AStA unter anderem Populismus vorgeworfen und mehrfach mit rechtlichen Schritten gedroht wurde. Die Campusradiosendung vom 03.10.2019 versucht den Konflikt aufzurollen, zeigt nach Meinung des AStA den Konflikt allerdings vollkommen einseitig und verhindert durch Falschdarstellung und Schuldzuweisung eine Lösung des Konflikts. Diese Stellungnahme versucht, die Auseinandersetzung aus der Perspektive des AStA durch Darstellung der Problematik um den Begriff der ‚Kulturschaffenden‘ und Klarstellung der Reibungsflächen zwischen den Konfliktparteien zu beleuchten.

Der Begriff ‚Kulturschaffende‘ findet im frühen zwanzigsten Jahrhundert Einzug in die deutsche Sprache, das Campusradio fand eine Verwendung aus dem Jahr 1899. Die Bundeszentrale für politische Bildung führt es als NS-Neubildung auf, laut Duden ist es eine „ursprünglich nationalsozialistische Bezeichnung“ [auch online einsehbar: www.duden.de/rechtschreibung/Kulturschaffende]. Für Hans Hinkel, SS-Gruppenführer und Ministerialbeamter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, war die Funktion des ‚Kulturschaffenden‘ im Nationalsozialismus nicht „unmittelbare Staatsfunktion, sondern ein freies, aber verantwortliches Dienen.“ [zitiert nach Schmitz-Bering, Cornelia, Vokabular des Nationalsozialismus, de Gruyter, 2007, S. 363]. Spätestens seit der ‚Aktion wider den undeutschen Geist‘, welche in der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Berlin ihren Höhenpunkt fand, war klar wie ein solches Dienen zu verstehen ist. Neben der persönlichen Unterwerfung unter nationalsozialistische Ideale wurde auch der Transport eben dieser in Kunst und Kultur erwartet, womit ‚Kulturschaffende‘ integraler Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda wurden. Das ‚Schaffen‘ von ‚deutscher‘ Kunst und Kultur muss darum im Zusammenhang insbesondere mit der parallel stattfindenden Verfolgung und oft auch Ermordung jüdischer, kommunistischer, liberaler oder anderer oppositioneller Künstler_innen, letztlich im Lichte aller Opfer des Nationalsozialismus, gedacht werden. Denn ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie des ‚Schaffenden‘ und ‚Raffenden‘ soll auch der ‚Kulturschaffende‘ letztlich dazu beitragen, „die Massen an den »arischen« Wirtschaftsführer zu binden und Juden als zinstreibende, sich ohne Arbeit bereichernde Schmarotzer zu stigmatisieren“ [Trampert, Rainer, Die Herren der Zinsen, jungle.world, 23/2014, online verfügbar: jungle.world/artikel/2014/23/die-herren-der-zinsen]. Der Antisemitismus des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts ist so in den Begriff eingeschrieben, erweitert das antisemitische Bild des ‚Schaffenden‘ und ‚Raffenden‘ von der wirtschaftlichen Sphäre auf die Kulturelle. Mit dem Sieg der Alliierten wurde zwar der Staat offiziell vom Nationalsozialismus befreit, die Ideologie und das antisemitische Denken in der Mehrheit der Bevölkerung blieb allerdings erhalten, so dass von einer Entnazifizierung keinesfalls die Rede sein kann. Wenig verwunderlich ist dann, dass die Verwendung von nationalsozialistischen Begriffen nicht zurückgegangen ist, was deren Belastung aber nicht minimiert oder die Begriffe gar rehabilitiert. Vielmehr bilden diese Begriffe ein Abbild gescheiterter Reflektion der Verbrechen eines ‚Volkes‘; in einem Staat, der sich für seine Erinnerungspolitik gerne loben lässt. Die häufige Verwendung des Begriffs der ‚Kulturschaffenden‘ in der DDR untermauert dies, denn diese bezeichnete sich nach 1945 einfach als das ‚unschuldige Deutschland‘ und verweigerte sich einer Auseinandersetzung mit Antisemitismus sowie deutscher Schuld und Verantwortung nach dem Genozid an den europäischen Jüd_innen. Die heutige häufige Verwendung lässt sich also nicht auf eine gelungene Reflektion, sondern auf eine gescheiterte Aufarbeitung zurückführen. Dass dies unter anderem bis heute faschistisches Potential konserviert hat, zeigt sich am Aktuellen erstarken faschistischer Kräfte, die immer noch verankertes nationalsozialistisches Vokabular gerne wieder aufgreifen und ideologisch aufladen, um damit dieses faschistische Potential zu reaktivieren. Denn „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da“ (Victor Klemperer, LTI – Notizbuch eines Philologen, Reclam Leipzig 1978, S. 21)

Ausgangspunkt des Konflikts ist der Hinweis des Vertreters des autonomen Referats für chronisch kranke und behinderte Studierende auf einer AStA Sitzung, dass der Begriff ‚Kulturschaffende‘ aus dem Vokabular des Nationalsozialismus stammt, sowie darauf folgend eine Mail des AStA Vorstandes an diverse Kulturinitiativen, die beendet wurde mit: „Wir bitten allerdings darum den Begriff der „Kulturschaffenden“ zu vermeiden, aufgrund der historischen Belastung des Begriffs, insbesondere durch die Nationalsozialisten und dem Antisemitismus des frühen 20 Jhd.. Stattdessen könnte z.B. auf Kulturinitiativen o.Ä. zurückgegriffen werden“ (09.05.2019). Die adressierten Kulturinitiativen nehmen die Kritik des AStA auf; auf den Begriff wird verzichtet. Nur das Campusradio fühlte sich durch diese Mail des AStA Vorstandes bereits „bedenklich an Methoden des Populismus“ erinnert, da es sich um „das unreflektierte Weitertragen von nicht belegten Behauptungen“ handeln würde, dass „die demokratische Grundlage der Studierendenvertretung“ gefährden würde. Daraufhin reichte der AStA einige Informationen zur Verwobenheit des Begriffs mit dem Nationalsozialismus nach. Die Quelle des AStA führte das Wort als eine Wortneubildung aus dem Nationalsozialismus. Dem begegnete das Campusradio mit einer besonderen Argumentationslogik. Es führt einen Beleg an, dass das Wort schon vor dem Nationalsozialismus aufgetaucht ist. Darüber hinaus holt es Rat bei Sprachwissenschaftler_innen ein, die bestätigen, dass der Begriff auch heute noch verwendet wird und beispielsweise auch in der DDR Verwendung fand, was auch der Duden bestätigt. Es entsteht der Eindruck, dass wenn es eine Quelle gibt, die belegt, dass der Begriff schon vor 1933 bestand, dies den Stellenwert in der nationalsozialistischen Ideologie relativieren würde. Aufgrund der häufigen Verwendung auch noch heute sowie in der Vergangenheit, insbesondere in der DDR, wird der Begriff letztlich rehabilitiert, und eine weitere Verwendung gerechtfertigt. Dabei bescheinigt die häufige Verwendung in der DDR viel weniger eine Rehabilitation des Begriffs als eine antisemitische Kontinuität in der deutschen Sprache. Auch, dass eine Verhaltensänderung in dieser Logik immer obsolet ist, da alles seine Legitimation über die bloße Dauer des Bestehens des Status Quo erhält, bleibt unreflektiert. In dieser Logik wurde offensichtlich auch die Radiosendung vom 03.10.2019 geplant. In der geschichtlichen Erklärung des Begriffs wird die ideologische Aufladung durch den Nationalsozialismus letztlich relativiert, indem die spezifische antisemitische Konnotation nicht einmal Erwähnung findet. Die Wirkung von zwölf Jahren Nationalsozialismus auf den Begriff bedenkt das Campusradio mit kaum mehr Worten als dessen Verwendung in einem Zeitungsbericht von 1899. Die Relativierung setzt sich fort durch eine der Begriffsgeschichte folgenden Aufzählung von Organisationen und Personen, die kein Problem in der Verwendung sehen würden; auch hier bleibt eine Reflektion der antisemitischen Konnotation aus.

Obwohl scheinbar kein Dissens über die Funktion des Begriffs und von Sprache im Allgemeinen im Nationalsozialismus besteht, akzeptierte das Campusradio die Argumentation des AStA nicht und redet die Belastung beständig klein. So zum Beispiel in dem Versuch einer Satire während der Sendung vom 03.10.2019, in welchem die Einordnung in die nationalsozialistische Logik des ‚Raffenden‘ und ‚Schaffenden‘ kurz aufgegriffen wird, allerdings nur um diese unmittelbar danach mit der Aussage, dass es heute „wieder weitestgehend wertfrei“ genutzt werden würde, zu relativieren. Am Ende der Satire wird sich vermeintlich ‚scherzhaft‘ in ‚Reichsradio‘ umbenannt mit dem passenden Slogan, man sei das ‚Radio für die Uni und das Volk‘. Dass über den ‚Volksempfänger‘ die Propaganda der ‚Kulturschaffenden‘ zur Rechtfertigung des Genozids an den europäischen Jüd_innen einst massenhaft verteilt wurde, stellt für das Campusradio kein Hindernis dar darüber zu scherzen.

Es wurden darüber hinaus auch Autoritätsargumente bemüht um die eigene Position zu stärken:

„Ihr geht nicht auf die aktuelle Verwendung des Begriffs „kulturschaffend“ ein. Eine Stichwortsuche auf der Seite der BpB liefert 162 Nennungen in verschiedenen Artikeln diverser Autoren, die sämtlich von der BpB auf ihrer Homepage hochgeladen wurden.
Eine kurze Internet-Recherche ergibt unzählige aktuelle Artikel, die den Begriff „kulturschaffend“ unvoreingenommen, und oft in direkter Gegenüberstellung zum rechten Populismus, verwenden. Auf der Seite der Universität Oldenburg sind zahlreiche Artikel veröffentlicht, die den Begriff unvoreingenommen verwenden.“

- Mail des Campusradio an den AStA vom 21.05.2019

Dass diese die Kritik des AStA nicht berühren fällt in der zunehmenden Emotionalisierung der Debatte nicht auf. Die Grußformel eines AStA Sprechers („Antifaschistische Grüße“) wurde als „bewusst und absichtlich denunzierende Formulierung“ aufgefasst. Nach dem Hinweis, dass man mit der Adaption von Naziwortschatz diese Ideologie reproduziert, sah man sich „in dieselbe Position wie faschistisches Gedankengut“ gestellt, obwohl schon auf der AStA Sitzung vom 06.05.2019 klargestellt wurde, dass die Kulturinitiativen der Universität nie als faschistisch wahrgenommen wurden. Die Äußerung der Hoffnung, dass die Diskussion beendet sein möge wurde nach einer weiteren Mail als Beispiel für die Unzuverlässigkeit des AStA herangezogen. Jede Äußerung des AStA ist für das Campusradio scheinbar das Böse und Falsche und wird als solches bekämpft, final in der Drohung mit rechtlichen Schritten und durch öffentliche Denunziation. Eine schriftliche Diskussion ist auf dieser Grundlage nach Ansicht des AStA nicht möglich.
Dass das Campusradio private Aussagen veröffentlichte und in Pausen der AStA Sitzung protokollierte, bewerten wir als AStA als absolut untragbar. Auch Behauptungen während der Sendung, wie das Fabulieren von einer „unanfechtbaren Autorität des AStA Sprechers“, oder die Behauptung, „seiner Majestät [Gemeint war wohl das Mitglied des AStA-Sprecher_innen-Teams Jooris Mettler] muss man den Ring küssen“, zeigen, wie entrückt der Konflikt betrachtet wird. Der Vorwurf des Campusradio, dass zwischen Kritiker und Kritik nicht differenziert werden würde, entpuppt sich in diesem Kontext als projektive Leistung. Das Campusradio inszeniert sich als Opfer von Aggression durch den AStA, während es gleichzeitig eine konstruktive Lösung blockiert, beispielsweise durch das Verweigern von Gesprächen oder blockieren von Terminfindung, obwohl offensichtlich im Schriftverkehr keine Lösung herbeigeführt werden kann. Immer wieder besteht das Campusradio dabei auf ihr Recht zur freien Meinungsäußerung. Dass dieses nie infrage gestellt wurde und auch nie die bloße Meinungsäußerung des Campusradio kritisiert wurde, sondern stets die Argumentation zur Verteidigung der Verwendung sowie das Bestehen auf den Begriff, wird ignoriert. Dies zeigt auch, dass das Campusradio unter freier Meinungsäußerung offensichtlich versteht, dass ihre Meinung umgesetzt wird. Anderslautendes ist in dieser Logik Populismus oder beleidigend und bedeutet unmittelbar den Niedergang der demokratischen Grundlage der Studierendenvertretung.

Als AStA sind wir weiterhin an der Schlichtung des Konflikts interessiert. Grundlage können hierfür allerdings nur Gespräche bilden, zum einen aufgrund der im Raum stehenden rechtlichen Schritte gegen den AStA, zum anderen da eine schriftliche Kommunikation offensichtlich nicht zur Lösung der Missverständnisse beiträgt.
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3 Wochen vergangen

Stellungnahme des AStA zum Streit mit dem Campusradio zum Begriff der „Kulturschaffenden”

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Vielen, vielen Dank! Das ist super dargelegt und da ziehe ich meinen Hut!👍 Seit Jahrzehnten und immer wieder führe ich diese Art Diskurs, vor allem, wenn es um Begriffe in diesem geschichtlichen Kontext geht. Als Beispiel der Begriff "ausmerzen"! Bis Heute bin ich nicht müde geworden es jedesmal freundlich anzumerken, wenn der Begriff fällt. Viele habe es dankbar als Korrektur angenommen. Da wundert es einen schon, wie das "Campus-Radio" sich diesem Sachverhalt stellt! 🤔

Ich will mich gar nicht groß an der Diskussion beteiligen. Allerdings ist die Wahrnehmung, welche das campusradio in Bezug auf die Auseinandersetzung mit einzelnen AStA mitglieder*innen teilt interessant. Trifft auch das, was ich erlebt, gesehen und gehört habe. Das hier selbst- und fremdwahrnehmung (selbstverständlich) auseinandergehen, wundert hier allerdings gar nicht. So viel wie über so genannte selbstreflexion geredet wird, sollte sich vielleicht die Frage gestellt werden, warum es so viele, teils schwer emotional geladene, spaltende und definitiv nicht-Augenhöhe Diskussionen es in den den letzten Monaten mit dem AStA gab. Mir kommt die außendarstellung des astas der letzten zwei Jahre schon recht selbstdienlich vor.

Freunde der ☀️. Ich weiß...der Vergleich hinkt...aber seitdem dieses Thema aufgemacht wurde (ich bin in Osten in der Theaterwelt aufgewachsen...und es ist für mich nach wie vor ein völlig normaler Begriff) drängt sich mir irgendwie der "Autobahnenvergleich" auf... Es ist richtig und wichtig auf solche Themen Hinzuweisen, aber soviel Kraft und Zeit in dieses Thema zu stecken... Ich glaube eure Zeit/Kraft/Motivation wird an anderer Stelle wirklich dringender gebraucht.

Man kann aus jeder Mücke einen Elefanten machen, sollte man aber nicht....

Ich würde an dieser Stelle gerne mal wissen, wie sich der AStA zu dem Gebrauch des Wortes "Kulturschaffende" in seiner eingenen Koalitionsvereinbarung positioniert (asta-oldenburg.de/wp-content/uploads/2019/05/Koalitionsvereinbarung_AStA_1920.pdf). Wenn man anderen vorschreibt, Worte nicht mehr zu benutzen, aber sich selber nicht dran hält, dann klingt das doch nach Doppelmoral, oder?

Dieser AstA ist schon lustig: Kein Problem damit Referenten einzuladen, die von ‘fatwadreckschleudern’ reden und behaupten, ‘dass das einzig “Weiße” an Kolonialismus und Sklaverei, deren Abschaffung gewesen ist’, (Ich erinnere mich stets ungern und mit zwei weinenden Augen: asta-oldenburg.de/event/die-unkultivierte-aneignung-ueber-islamische-sklaverei-vortrag-und-diskus... ) aber so ein Tamtam wegen des Wortes ‘Kulturschaffende’ vom Zaun brechen 😂 Aufgrund einer aus dem Ruder gelaufenen Debatte einem Kulturinitiierendem (?) Projekt wie dem Campusradio die Kooperation bzw. Unterstützung zu verweigern, gleicht in meinen Augen deutlich eher Methoden aus einer Zeit die ich nicht wiederhaben möchte, als die Verwendung des Wortes ‘Kulturschaffende’. Ich hatte bereits mehrfach den Eindruck, dass es diesem AstA (bzw. einzelnen Aktueren aus diesem) gelegentlich wichtiger ist Genitalvergleiche in Form von Diskussionen zu führen, als tatsächlich Kultur zu schaffen oder ein Menschliches aufeinander Zugehen zu fördern. Wer dringend Diskussionen gewinnen will, dem empfehle ich einen Debattierclub.

Wenn wir eines aus den Lehren der Vergangenheit hätten ziehen müssen, dann folgendes: dass wir uns für einen wertschätzenden, friedlichen, freundlichen Umgang mit- und untereinander einsetzen - und diesen leben. Was aber stattdessen aktuell vielerorts stattfindet, ist das genaue Gegenteil: es herrschen Zwietracht, Anfeindung und Ellbogenmentalität, vermeintlich im Dienste und Sinne der "political correctness". Oder kurzgesagt: wir hauen uns gegenseitig verbal und auch emotional die Köpfe ein wegen Wörtern. Wegen falsch verwendeten Buchstabenkombinationen. Weil Wörter in ihrer Verwendung nicht mehr "political correct" sind und deshalb die o. g. Werte angreifen, da sie in der Vergangenheit einmal von verblendeten, moralisch und menschlich entgleisten Personengruppen gebraucht wurden. Oder weil sie nicht jede denkbare Endung für alle theoretisch existierenden und deshalb auch als solche wertzuschätzenden sexuellen Identitäten beinhalten. Man führe sich diese Absurdität vor Augen - wir streiten und kämpfen miteinander, damit Wörter unterbunden werden, die möglichen Disrespekt, mögliche Anfeindung etc. ausdrücken könnten, und was leben wir währenddessen? Genau das, was wir verbal zu eliminieren versuchen: Anfeindung, Agression, Hass, ein Gegen- statt ein Miteinander. Was ist das Ende vom Lied? Dass die Leute sich nicht mehr trauen, den Mund aufzumachen, sich an Gesprächen zu beteiligen, Meinungen zu äußern - ein Recht, für dass in der Vergangenheit hart gekämpft wurde. Ein jeder von uns ist geprägt durch die Wörter und Ausdrücke, von denen wir unser bisheriges Leben begleitet wurden. Auch ich kenne den Begriff "Kulturschaffende", aber als vollkommen neutrales Wort, das genau das aussagt, was es aussagt: nämlich dass eine Person im kulturellen Bereich tätig ist und somit "Kultur schafft". Genauso wie es die Begriffe der "Filmschaffenden" und "Kunstschaffenden" gibt. Wenn man jedes Wort, das man schreiben oder sprechen möchte vor anderen Menschen, erst gedanklich fünfmal umdrehen muss und am besten, bevor man es verwendet, sicherheitshalber nochmal den Duden und ein paar Geschichtsbücher rausholen muss - das ist der Tod jeder Kommuniktion. Die Leute reden nicht mehr miteinander, sondern irgendwann nur noch übereinander, in der Regel hinter vorgehaltener Hand. Keiner will mehr laut etwas sagen, wie schnell verwendet man versehentlich ein Wort, von dessen "political incorrectness" man nichtmal etwas weiß und ist infolgedessen im Nu selbst als "political incorrect" abgestempelt, erntet harte Diskussionen, Anfeindung, Misstrauen, Ablehnung, Voreingenommenheit. Ausschluss aus der Gemeinschaft. Und was ist das Resultat? Zurückgeworfenes Misstrauen. Ablehnung. Grüppchenbildung der aus der Gemeinschaft Ausgestossenen oder derer, die sich als solche fühlen. Zu was genau das führt, hat uns die Geschichte mehr als deutlich gelehrt. Zu was das führt, dieses Gegen- statt Miteinander, sehen wir aktuell deutlichst am Beispiel der AfD. Das kann keiner wollen, nicht im Namen der "political correctness". Vielleicht sollten wir aufhören, auf dem Papier um jedes einzelnen Buchstaben Willen "political correct" sein zu wollen, und uns stattdessen so verhalten, wie es wirklich dringend nötig wäre: menschlich korrekt. Miteinander statt gegeneinander.

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Besucht auch unsren Informations- und Waffelstand im Foyer! ... MehrWeniger

3 Wochen vergangen

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Auch das Studentenwerk [sic!] Oldenburg beteiligt sich an den Aktionen um auf die löchrige Finazlage der Studierendenwerke in Niedersachsen aufmerksam zu machen. ... MehrWeniger

3 Wochen vergangen

Auch das Studentenwerk [sic!] Oldenburg beteiligt sich an den Aktionen um auf die löchrige Finazlage der Studierendenwerke in Niedersachsen aufmerksam zu machen.

#ZeltenstattWohnen Kommt zu uns auf den Mensavorplatz am Uhlhornsweg, es gibt Kaffee, Tee und Kaltgetränke. #sosstudiwerk #lernenamlimit ... MehrWeniger

3 Wochen vergangen

#ZeltenstattWohnen Kommt zu uns auf den Mensavorplatz am Uhlhornsweg, es gibt Kaffee, Tee und Kaltgetränke. #SOSStudiwerk #LernenamLimit

Minister Thümler kapituliert vor dem Wohnungsmarkt und schiebt finanzielle Verantwortung auf StudierendeSchluss mit den Beitragserhöhungen für Studierende – mehr Geld vom Land für Studiwerke in Niedersachsen

“Die Finanzhilfe des Landes an die Studentenwerke ist keine Bedarfsfinanzierung, sondern eine staatliche Grundfinanzierung”, so der Minister am 24. Oktober 2019 im niedersächsischen Landtag als Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen. Somit hat das Land die jährliche Finanzhilfe auf 16,3 Mio. Euro festgeschrieben. Bereits im April diesen Jahres haben die Geschäftsführer der Studierendenwerke darauf hingewiesen, dass eben diese Grundfinanzierung nicht ausreicht und eine deutliche Erhöhung gefordert, da die Personalkosten tarifbedingt um bis zu 20 Prozent und die Zahl der Studierenden um rund 19 Prozent gestiegen seien.

Der Sozialbeitrag der Studierende in Niedersachsen steigt stetig an, während die Finanzierung durch das Land stagniert. Die Finanzierung der Studierendenwerke speist sich somit zunehmend aus der Statusgruppe der Studierenden, welche eigentlich unterstützt werden soll. Die Landesregierung entzieht sich der Verantwortung Rahmenbedingungen zu schaffen, damit studieren für alle Gesellschaftsschichten gelingt.

Hinzu kommt ein Sanierungsstau der Wohnheime, da zugesagte Förderungen des Landes Niedersachsen für die Sanierungen ausgeblieben sind. Der Landesrechnunghof bezifferte diesen bereits im Jahr 2012 mit 149 Mio. Euro bis zum Jahr 2024. Das dieser Betrag mittlerweile angestiegen ist, kann auch den Wissenschaftsminister nicht überraschen. Die Rücklagen der Studentenwerke hierzu sind (2012 noch rund 83 Mio. Euro) nahezu verbraucht. Nun sollen Studierende zur Kasse gebeten werden.

Die Studierendenwerke in Göttingen und Hannover haben aktuell deutliche Anstiege der Beiträge auf über 115 Euro pro Semester angekündigt, in Braunschweig liegen diese schon bei 104 Euro, mit einer jährlichen Steigerung von 2 Euro, in Oldenburg ringt man schon traditionell mit einer Liquiditätslücke. Während der Anteil der Finanzhilfen des Landes an der Gesamtfinanzierung der Studierendenwerke nur noch rund 10% beträgt, erreicht der Anteil der Studierenden inzwischen mehr als 25%.

Die Rechnung der Landesregierung lautet also, dass Studierende, deren Einkünfte im Durchschnitt unter dem Hartz IV - Niveau liegen, für die Sanierung und den Neubau von Unterkünften zahlen müssen.

Die stetige finanzielle Mehrbelastung für Studierende ist auch ein genereller Nachteil für Niedersachsen als Hochschulstandort. Hohe Studierendenbeiträge, stetig steigende Mieten in den Wohnheimen und Preiserhöhungen in den Mensen und Cafeterien senken die Attraktivität ein Studium in Niedersachsen aufzunehmen. Besonders das für viele Hochschulen wichtige Ziel „Internationalisierung & internationale Wissenschaftler*innen“ gerät ins Wanken, wenn für internationale Studierende, aufgrund der wenigen Plätze und langen Wartelisten keine Unterkunftsmöglichkeiten angeboten werden können.

Die ASten des Landes Niedersachsen finden: Das darf nicht sein! Studierende müssen entlastet, der Hochschulstandort Niedersachsen muss gestärkt werden.

Um Studierende und eine möglichst breite Öffentlichkeit zu informieren, sowie die Forderungen auf allen Wegen an die Landesregierung, zuständigen Minister und Entscheidungsträger*innen zu bringen, hat sich das Bündnis SOS Studiwerk gegründet. Dieses besteht aus Vertreter*innen der ASten und studentischen Vertreter*innen in den Organen der Studierendenwerken aus nahezu allen Hochschulstandorten in Niedersachsen.

Zentrale Forderungen des Bündnisses sind:

· Ein Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro!

· Die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25%!

· Eine automatische, jährliche Erhöhung des Landeszuschusses um 3%!

Das Bündnis SOS Studiwerk in Niedersachsen fordert deshalb das Land auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden, Minister Thümler sein Versprechen vom 18.12.2017 im Landtag „Auflage eines substantiellen Sonderprogramms zur Sanierung der Wohnheime“ einzulösen und die Studierendenwerke als eine wichtige Säule des Studienstandorts Niedersachsen anzuerkennen.

Kampagnenstart mit Aktionstag und Petition

Als Auftakt einer Öffentlichkeitskampagne finden am 29.10.2019 an vielen Standorten in Niedersachsen Aktionen in Kooperation mit den Studierendenwerken statt. Ob ausschließlich Erbsensuppe in der Mensa, geschlossene Cafeterien, grillende Studis oder Infostände mit belegten Brötchen: Es soll auf die unhaltbare Situation der Unterfinanzierung der Studierendenwerke durch das Land Niedersachsen hingewiesen werden.

Ebenfalls wird an diesem Tag eine landesweite Petition gestartet, die unsere Forderungen unterstützen soll. Weitere Aktionen werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.
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3 Wochen vergangen

Minister Thümler kapituliert vor dem Wohnungsmarkt und schiebt finanzielle Verantwortung auf Studierende

Zur RCDS ÄnderungssynopseAm 13.08.2019 übergab der RCDS Niedersachsen (Ring Christlich Demokratischer Studenten [sic!]) dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (CDU) eine „Synopse zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG)“. In dieser wird die Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende, das Abschaffen des allgemeinpolitischen Mandats der niedersächsischen ASten sowie die Öffnung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten für Männer angestrebt.

Zukünftig sollen, wenn es nach dem RCDS geht, Studierende aus dem Nicht-EU Ausland eine Studiengebühr in Höhe von 1500€ entrichten, um damit Löcher im Bildungshaushalt zu stopfen. Eine Doppelbelastung für diese, da auch zukünftig für einen Platz in einem Studierendenwohnheim ein Wohnungsberechtigungsschein benötigt wird, den diese nicht erhalten können. Der Bericht des Landesrechnungshof (LRH) stützt die Forderung des RCDS. Die Hochschulen sind nach dem Jahresbericht 2019 des LRH bereits ohne die Hochschulkliniken mit über 1.5 Mrd. Euro unterfinanziert. Allerdings ist der vorgeschlagene Lösungsweg, die Erhebung von Studiengebühren für EU-Ausländer, eine Farce. Gerademal bis zu 55 Mio. Euro würden durch eine solche Gebühr in die Kassen des Landes gespült. Das Haushaltsloch würde sich damit, optimistisch gerechnet, noch nicht einmal um 4% verkleinern. Im Allgemeinen ist der Anspruch des LRH, dass sich Hochschulen über Gebühren von Studierenden gegenfinanzieren, vollkommen utopisch. Ein Bachelorstudium verursacht pro Person, abhängig vom Fach, Kosten in Höhe von 100.000 - 200.000 Euro für eine Hochschule. Diese auch nur im Ansatz auf Studierende umzulegen sorgt dafür, dass Studierende aus einkommensschwachen Familien von Universitäten ferngehalten werden bzw. dass sich diese für ein Studium, ähnlich wie es in den USA, Kanada oder Australien gängig ist, massiv verschulden müssen. Bildung wird durch solche Ansätze zur Ware, die eben nur an finanzkräftige Konsumierende verkauft wird. Als AStA stellen wir uns gegen jeden Versuch, Statusgruppen zu diskriminieren und Bildung an die finanziellen Mittel der Studierenden zu knüpfen.

Im Zuge der Kapitalisierung von Bildung wird auch eine Entpolitisierung der Hochschulen gefordert. So soll den Studierendenschaften das allgemeinpolitische Mandat entzogen und die Aufgaben der Studierendenschaften künftig über das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG) geregelt werden. Die Änderungen würden zukünftig verhindern, dass sich ASten für Studierendenbelange außerhalb der Hochschule, wie Wohnraum, Ausbau von öffentlichem Personennahverkehr und der Förderung von Kultur, einsetzen und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren für Demokratie und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen darf. Stattdessen wird der Wirkungsbereich der Studierendenschaft auf die Hochschulen begrenzt, was den Einfluss der Studierendenschaften auf die Zivilgesellschaft verringert und damit das wirksame Umsetzen von Studierendeninteressen behindert. Dabei ist die Argumentation des RCDS widersprüchlich:

„Da die Mitgliedschaft in der verfassten Studentenschaft [sic!] eine Zwangsmitgliedschaft darstellt (§20 (1) Satz 1 NHG) und bei den Hochschulwahlen viele (allgemein-)politische Standpunkte der Mandatsträger keine Rolle spielen, ist es vielen Studenten [sic!] zuwider, dass Studentenvertretungen [sic!] ein allgemeinpolitisches Mandat wahrnehmen. Suggerieren diese Organe doch oft eine Mehrheitsmeinung unter Studenten [sic!] in der Öffentlichkeit, die weder durch das Votum bei der Hochschulwahl noch durch die Wahlbeteiligung selbst gerechtfertigt ist.“

- [RCDS, Synopse zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG), Stand 08.08.2019]

Die Initiative des RCDS das politische Mandat einzuschränken begründet sich demnach aus dem Interesse „vieler Studenten [sic!]“ [Ebd.], wobei sie selbst schon in der Argumentation einräumen, dass sie gar nicht für eine Mehrheit sprechen können, da die Beteiligung an Wahlen und Hochschulpolitik viel zu gering ist. Letztlich ist die Streichung des politischen Mandats aus dem NHG lediglich ein Werkzeug, um anderslautende politische Ansichten aus der Gesellschaft zu drängen und öffentliche Kritik an den Verhältnissen und, damit verwoben, den katastrophalen Zuständen des Studierendenlebens verstummen zu lassen. Die Forderung nach „politisch neutralen Seminarangeboten“ [Ebd.] durch die Studierendenschaft unterstreicht diesen Anspruch. In der Neutralität kann letztlich keine Kritik mehr hervorgebracht werden, weil nur neutral sein kann, was Hegemonie nicht infrage stellt. Eben diese trifft aber die Kritik. Wohnraummangel, hohe Lebenshaltungskosten oder der Ärzte- und Psychologenmangel trifft Studierende im Privaten, an der Universität folgen Leistungsdruck, sanierungsbedürftige Gebäude, Raummangel oder veraltete Ausstattung. Die durch den RCDS angestrebte „Ideologiearmut“ [Vgl. ebd.] der Studierendenschaft begründet damit die Degradierung der Studierendenschaft zu einer politisch affirmativen Verwaltungsstelle, deren Kosten dann von den Studierenden getragen werden sollen.

Eine Öffnung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten für Männer unterstreicht den rückwärtsgewandten Kern der RCDS Forderung. Statt reale Diskriminierung durch patriarchale Strukturen und damit durch Männer anzuerkennen wird die Stellung von Männern im Hochschulbetrieb weiter ausgebaut und dadurch bestehende diskriminierende Strukturen zementiert. 2011 waren in Niedersachsen 57,5% der Studienabsolvent_innen weiblich, während gerade mal 23,4% der Professor_innen weiblich waren. Dem ist sich auch der RCDS bewusst, weswegen er anmerkt, dass es für diese Änderung einen „nachdrücklichen politischen Willen braucht“, denn die geltende Rechtslage erfordert gar keine Öffnung der Stelle. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ermöglicht es die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten nur für Frauen zu öffnen. Dass diese Stelle nun auch für den gesellschaftlichen Täter geöffnet werden soll, ist ein Schlag ins Gesicht für jede Frau im wissenschaftlichen Betrieb. Solange patriarchale Strukturen auch an der Uni vorherrschen, muss eine ernsthafte Gleichstellungsmaßnahme darin bestehen, dass Frauen die gleichen Möglichkeiten eingeräumt werden, wie sie der Mann hat – das Herbeifantasieren von Diskriminierung wo keine ist, läuft dem Gleichstellungsgedanken zuwider.

Als AStA stellen wir uns gegen alle vom RCDS angestrebten Änderungen am Niedersächsischen Hochschulgesetz, da sie dem Anspruch an gesellschaftskritische Hochschulen nicht gerecht werden und eine reale Verschlechterung der Position von Studierenden in der demokratischen Ordnung verursachen. Das beschneiden von Rechten der Studierendenschaft dient nicht dem Interesse dieser, sondern fordert viel mehr eine Entpolitisierung der Hochschulen, um unliebsamen Meinungen den Gar aus zu machen.
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4 Wochen vergangen

+++Solidarität mit dem Mittelbau+++
Der AStA unterstützt die Forderung der Mittelbauinitiative Oldenburg nach mehr Dauerstellen für Wissenschaftler_innen um jungen Wissenschaftler_innen „eine vertretbare Berufsperspektive in Forschung und Lehre zu eröffnen“. Eine vollständige Verwendung der Hochschulpaktmittel für Dauerstellen halten wir allerdings für zu spezifisch, auch der Ausbau der Gleichstellung, der psychologischen Beratung sowie der Digitalisierung der Universität muss mit Mitteln bedacht werden. Es braucht mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen, um der wachsenden Zahl an Studierenden eine gute Bildung zu ermöglichen!

„Was ist geplant?
Am 11. November wird es an vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen Veranstaltungen geben. Ziel ist es, neben einer gemeinsam abgestimmten politischen Erklärung bzw. Pressemitteilung und einer Informationskampagne in den Einrichtungen, durch kleine, aber medienwirksame und bildstarke öffentliche Aktionen Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erzeugen!
Wie kannst Du Dich einbringen?
Wir haben in Stud.IP eine Studiengruppe Frist ist Frust! Aktionsgruppe Uni Oldenburg eingerichtet. Im Forum sammeln wir Ideen für eine öffentliche Aktion in der Innenstadt - informiere und beteilige Dich! Über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden wir gemeinsam am 24. Oktober um 14 Uhr in der Cafeteria Ulhornsweg. Komm vorbei!“
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4 Wochen vergangen

+++Solidarität mit dem Mittelbau+++
Der AStA unterstützt die Forderung der Mittelbauinitiative Oldenburg nach mehr Dauerstellen für Wissenschaftler_innen um jungen Wissenschaftler_innen „eine vertretbare Berufsperspektive in Forschung und Lehre zu eröffnen“. Eine vollständige Verwendung der Hochschulpaktmittel für Dauerstellen halten wir allerdings für zu spezifisch, auch der Ausbau der Gleichstellung, der psychologischen Beratung sowie der Digitalisierung der Universität muss mit Mitteln bedacht werden. Es braucht mehr Geld für die Universitäten und Hochschulen, um der wachsenden Zahl an Studierenden eine gute Bildung zu ermöglichen!

„Was ist geplant?
Am 11. November wird es an vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen Veranstaltungen geben. Ziel ist es, neben einer gemeinsam abgestimmten politischen Erklärung bzw. Pressemitteilung und einer Informationskampagne in den Einrichtungen, durch kleine, aber medienwirksame und bildstarke öffentliche Aktionen Aufmerksamkeit für die Kampagne zu erzeugen!
Wie kannst Du Dich einbringen?
Wir haben in Stud.IP eine Studiengruppe Frist ist Frust! Aktionsgruppe Uni Oldenburg eingerichtet. Im Forum sammeln wir Ideen für eine öffentliche Aktion in der Innenstadt - informiere und beteilige Dich! Über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden wir gemeinsam am 24. Oktober um 14 Uhr in der Cafeteria Ulhornsweg. Komm vorbei!“

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klingt doch sinnig 😁

Nach dem Transport von 80 kg schweren Pakaten mit dem Lastenrad der Fahrradwerke Uni Oldenburg und der Schwerstarbeit unserer AStA Sprecher Sven, Jooris und Max ist nun auch der Campus Wechloy voll mit unseren tollen AStA-Kalendern! Ihr findet sie am Info-Point, in der Cafeteria und auf der Ring-Ebene. Greift zu! ... MehrWeniger

1 Monat vergangen

Nach dem Transport von 80 kg schweren Pakaten mit dem Lastenrad der Fahrradwerke Uni Oldenburg und der Schwerstarbeit unserer AStA Sprecher Sven, Jooris und Max ist nun auch der Campus Wechloy voll mit unseren tollen AStA-Kalendern! Ihr findet sie am Info-Point, in der Cafeteria und auf der Ring-Ebene. Greift zu!

Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder einen wunderbaren Kalender für euch erstellt!
Ein ganz gewöhnlicher Kalender? Falsch! Dieser Kalender ist perfekt auf euch und eure Bedürfnisse zugeschnitten. Íhr findet neben dem Kalenderteil jede Menge Informationen zur Uni, zu hochschulpolitischen Gremien, zu Vereinen und Initiativen in Oldenburg. Ihr könnt die Kalender im Mensafoyer Haarentor, vor und im AStA-Trakt und ab heute Nachmittag auch in Wechloy abholen.
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1 Monat vergangen

Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder einen wunderbaren Kalender für euch erstellt!
Ein ganz gewöhnlicher Kalender? Falsch! Dieser Kalender ist perfekt auf euch und eure Bedürfnisse zugeschnitten. Íhr findet neben dem Kalenderteil jede Menge Informationen zur Uni, zu hochschulpolitischen Gremien, zu Vereinen und Initiativen in Oldenburg. Ihr könnt die Kalender im Mensafoyer Haarentor, vor und im AStA-Trakt und ab heute Nachmittag auch in Wechloy abholen.

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Der ist mega geworden! Danke :)

Schluss mit #lernenamlimit: Her mit Wohnraum, BAföG für alle und Geld für Bildung!

Jedes Jahr der gleiche Schreck: Student*innen sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung und von welchem Geld sollen sie eigentlich leben? Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt, sie werden sogar Jahr um Jahr prekärer.

Hast Du auch keinen Platz in deinem Seminar ergattert? Kein Laborplatz bekommen? Kein Tutoriumsplatz in Sicht? – Bitte schildere uns auch deinen Fall: lernenamlimit@asta-oldenburg.de - Schluss mit Lernen am Limit!
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1 Monat vergangen

Schluss mit #LernenAmLimit: Her mit Wohnraum, BAföG für alle und Geld für Bildung!

Jedes Jahr der gleiche Schreck: Student*innen sitzen auf dem Boden des Hörsaals, finden keine Wohnung und von welchem Geld sollen sie eigentlich leben? Die prekären Rahmenbedingungen sind bekannt, sie werden sogar Jahr um Jahr prekärer.

Hast Du auch keinen Platz in deinem Seminar ergattert? Kein Laborplatz bekommen? Kein Tutoriumsplatz in Sicht? – Bitte schildere uns auch deinen Fall: lernenamlimit@asta-oldenburg.de - Schluss mit Lernen am Limit!

Folgt uns auf Twitter!

@asta_uni_oldb

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+++Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück+++

Wir, die Beauftragten für Studierende mit Kind, laden hiermit herzlich ein zum

Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück

am Freitag 11.10.19 ab 10 Uhr
im Eltern-Kind-Raum Haarentor (M00-052)
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+++Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück+++

Wir, die Beauftragten für Studierende mit Kind, laden hiermit herzlich ein zum 

Eltern-Kind Semesterstart-Frühstück
 
am Freitag 11.10.19 ab 10 Uhr 
im Eltern-Kind-Raum Haarentor (M00-052)

+++O-Wochen Auftakt+++
Auch der AStA ist mit einem Stand im A14 heute vertreten und informiert über seine Arbeit, politische Partizipation an der Hochschule und alternative O-Wochenangebote.
Außerdem haben wir 500 Freikarten für das Heimspiel des VfB Oldenburg gegen den SSV Jeddeloh am Sonntag, den 13.10. (www.facebook.com/events/392869964734722)
Kommt vorbei!
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+++O-Wochen Auftakt+++
Auch der AStA ist mit einem Stand im A14 heute vertreten und informiert über seine Arbeit, politische Partizipation an der Hochschule und alternative O-Wochenangebote. 
Außerdem haben wir 500 Freikarten für das Heimspiel des VfB Oldenburg gegen den SSV Jeddeloh am Sonntag, den 13.10. (https://www.facebook.com/events/392869964734722)
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+++Ersti Sleepover+++
Dein Sofa für die O-Woche

Auch dieses Jahr bekommen wir an der Carl von Ossietzky Universität wieder #erstis.
Die meisten von ihnen suchen jetzt Wohnraum in Oldenburg. Damit trotzdem alle schon zur O-Woche einen Schlafplatz haben und nicht auf diese wichtige Kennenlernphase verzichten müssen, gibt es eine Facebook Gruppe.
Dort können STUDIERENDE Erstis Sofa-Plätze und freie Zimmer kostenlos anbieten, bzw. Erstis können Plätze suchen.

#sofaaktion - Ich suche/biete Schlafplatz für Erstis in Oldenburg

www.facebook.com/groups/1733624136901125
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2 Monate vergangen

+++Ersti Sleepover+++
Dein Sofa für die O-Woche

Auch dieses Jahr bekommen wir an der Carl von Ossietzky Universität wieder #Erstis.
Die meisten von ihnen suchen jetzt Wohnraum in Oldenburg. Damit trotzdem alle schon zur O-Woche einen Schlafplatz haben und nicht auf diese wichtige Kennenlernphase verzichten müssen, gibt es eine Facebook Gruppe.
Dort können STUDIERENDE Erstis Sofa-Plätze und freie Zimmer kostenlos anbieten, bzw. Erstis können Plätze suchen.

#SofaAktion - Ich suche/biete Schlafplatz für Erstis in Oldenburg

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+++ Haushaltsauflösung des Initiativenhaus / houshold clearance of the
Initiativenhaus +++

Ende des Monats soll das Initiativenhaus im Uhlhornsweg 68 nun leider endgültig abgerissen werden. Bevor das aber passiert müssen sämtlich Möbel raus – und da wir ein nachhaltiger AStA sind, bieten wir euch die Möglichkeit aus dem Haus alles mitzunehmen was da ist. Es sind viele Möbel übrig geblieben so z.B. diverse Sofa, Sessel und Stühle.
Kommt vorbei und schaut ob ihr etwas für euch findet.
Am 11.09 sind wir in der Zeit von 12:00-16:00 anzutreffen, am 12.09. von 15:00-19:00.
Bringt was zum Schleppen mit

Unfortunately, at the end of this month the Initiativenhaus at Uhlhornsweg 68 will be finally teared down. But before this can happen, we have to get rid of all the furniture – we are a sustainable AStA and therefore we’d like to offer you to take everything you want.
There is a lot left, for instance some couches, armchairs and chairs.
Come over and see if you’ll find something that suits you.
On 11.09., we’ll be there from 12:00-16:00 and on the 12th from
15:00-19:00 o’clock.
Get yourself something to carry
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2 Monate vergangen

Stellungnahme nach Kontaktaufnahme mit der Kulturetage zum Thema ‚Lisa Fitz‘Am 06.09.2019 soll die Kabarettistin Lisa Fitz in der Oldenburger Kulturetage auftreten. Sie steht seit Längerem massiv in der Kritik, da sie in ihren Texten antisemitische Aussagen und Codes verwendet (siehe dazu unten). Damit reiht sie sich neben ‚Künstler_innen‘, wie Xavier Naidoo (der in der Vergangenheit durch Nähe zum Reichsbürgermilieu und ebenfalls durch antisemitische Texte aufgefallen ist) oder Kollegah (der beim Echo, in seinem Video zum Song ‚Apokalypse‘ und zuletzt im Vice-Magazin durch antisemitische Äußerungen auffiel) ein.

Zu Beginn dieser Woche erreichte unsere Mail [Der Wortlaut der Mail ist diesem Dokument am Ende beigefügt] zum Auftritt von Lisa Fitz die Kulturetage. Auf diese wurde uns vom Programmleiter der Kulturetage Andreas Holtz ein Gespräch angeboten.

Dieses fand statt am Mittwoch, den 21.08.2019 gegen 12 Uhr. Andreas Holtz verwies zunächst darauf, wie wichtig er antifaschistische Arbeit und das Engagement des AStAs, speziell auch unseres, findet. Ebenso wird bereits in der Antwort auf die Mail hingewiesen, dass man grundsätzlich in der Kulturetage Werte und Ziele des Antifaschismus vertritt. Dies ist ein Umstand, über den auch wir uns sehr freuen. Umso irritierter waren wir, als sich herausstellte, dass unser Hinweis, dass zumindest der Text des Lieds „Ich sehe was, was du nicht siehst“ [Der Text ist ebenfalls dieser Mail beigefügt.] antisemitische Aussagen und Codes enthält, geleugnet wurde.

Auffällig an der Stellungnahme der Kulturetage bzw. von Herrn Holtz ist die Tatsache, dass Antisemitismus gleichgesetzt wird mit Faschismus und scheinbar ausgeschlossen ist, Antisemit zu sein bzw. sich antisemitisch auszudrücken, wenn besagte Person sich selbst als Antifaschist oder Antikapitalist begreift. So wurde darauf verwiesen, dass hier Lisa Fitz doch lediglich eine recht plumpe Kritik am Kapitalismus äußere, aber auch auf die Probleme in sogenannten ‚No-Go-Areas‘, wie Flüchtlingsunterkünften hinweist und darum also nicht unterstellt werden kann, sie sei rechts oder gar rechtsradikal, also auch unter keinen Umständen könne es sich hier um antisemitische Aussagen oder Codes handeln.

Daher müssen wir annehmen, dass es in der Kulturetage keinen Begriff – zumindest keinen umfangreichen – von Antisemitismus gibt. Hierauf verweist schon der Umstand, dass geschrieben wurde: „Ich freue mich über deinen/euren Einsatz für eine antisemitische/antifaschistische Welt“. Hat man einen einigermaßen sensiblen Umgang mit dem Thema, so passiert ein solcher Fauxpas wohl kaum. Außerdem kann es nicht angehen, dass in einem Gespräch über Antisemitismus eine der Gesprächsparteien das Wort ‚Heuschrecke(n)‘ für eine geeignete Umschreibung für Bänker etc. hält.

Als besonders erschreckend empfanden wir außerdem die belehrende Art und Weise von Herrn Holtz, die sich niederschlug in Aussagen, wie „Eine solche Interpretation würde euch jeder Deutschlehrer um die Ohren hauen“ oder der ständigen Feststellung, dass er doch schon 19 Jahre Berufserfahrung hätte bzw. wir mal berücksichtigen sollen, dass auch Lisa Fitz schon seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Künstlerin sei, sowie der Tatsache, dass unsere Gesprächsbeiträge häufig unterbrochen wurden, während Herr Holtz äußerst langatmige Monologe hielt.

Des Weiteren wurde unsere Darstellung, wie oben im Deutschlehrerzitat schon ersichtlich wird, als unhaltbare Behauptung dargestellt, obwohl wir über Quellen offensichtlich gemacht haben, worauf sich unsere Analyse (nicht Interpretation) und unsere Urteile stützen. Absolut unangebracht war der Vorwurf, wir seien doch wörtlich ‚irre‘ Lisa Fitz Zeilen als antisemitische Aussagen und Codes zu bezeichnen. Auch wenn es sich bei der Kulturetage nicht zwangsweise um eine wissenschaftliche Einrichtung mit wissenschaftlich geschulten Mitarbeiter_innen handelt, so kann man doch von einer Einrichtung, die den Begriff ‚Kultur‘ in ihrem Namen trägt, erwarten, dass eine gewisse kultivierte Praxis der Argumentation beherrscht wird.

Ergebnis des Gesprächs war letzten Endes, dass unsere Kritik an der Einladung Lisa Fitz‘ von der Kulturetage oder zumindest dem Programmverantwortlichen nicht geteilt und als lächerlich empfunden wird, also auch keine Konsequenzen zu erwarten sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals auf die Problematik hinweisen: Antisemitismus drückt sich nicht zwangsweise in explizitem Hass gegen Juden oder jüdische Einrichtungen aus. Zunächst ist die Personifizierung der Herrschaft in der kapitalistischen Produktionsweise eine falsche Analyse, korrekt analysiert handelt es sich hierbei um ein warenvermitteltes Herrschaftsverhältnis. Das Urteil, aus diesem falschen Bewusstsein, dass die Herrschenden sich versteckt in Geheimbünden organisieren müssen, weist schon eindeutige Kennzeichen einer Verschwörungstheorie auf. Lisa Fitz spricht unter anderem von „Schattenstaat“, „Die elitären Clubs der bösen Herren“ oder „Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das“. Verbunden mit dem Stereotypen des jüdischen Geldhändlers, wie er bereits im Mittelalter sich entwickelte, da Jüdinnen und Juden bereits zu dieser Zeit großem Hass ausgeliefert waren und daher nicht in anderen Berufen bzw. Zünften tätig werden konnten, wird dieser „illustre Kreis“ ganz von selbst mit der jüdischen Weltverschwörung in Verbindung gebracht, selbst wenn Rothschild und Soros im Songtext nicht erwähnt worden wären (vgl. homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/antisemitismus_struktureller_antisemitismus.pdf, zuletzt eingesehen: 22.08.2019). Besonders irritierend war folgende Rechnung, die in diesem Zusammenhang aufgemacht wurde: Es sei ja vollkommen in Ordnung, wenn in solcher plumpen Kritik am Kapitalismus zwei von sechs Großkonzernen ‚jüdische‘ sind, erst wenn der Fokus ausschließlich auf ‚jüdischen‘ Großkonzernen läge, also bspw. alle aufgezählten Großkonzerne ‚jüdisch‘ seien, wäre das ‚problematisch‘. Solche Rechnungen erinnern sehr stark an die sogenannte ‚Salami-Methode‘, wie sie auch Adorno beschreibt (Adorno, 2019, S. 45).

Für problematisch halten wir, auf Grundlage der Analyse Theodor W. Adornos Analyse im erst vor kurzen schriftlich veröffentlichten Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“, bereits den Kontext des gesamten Programms von Lisa Fitz, wie bereits im letzten Absatz des Mailtext angedeutet wird. In diesem stellt auch Adorno fest „Er [der Antisemitismus] hat die Juden, kann man sagen, überlebt“ (Adorno, 2019, S. 34), trotz des gesellschaftlichen Tabus, sich antisemitisch äußern zu dürfen. Doch bereits dieses Tabu wird instrumentalisiert zur Agitation „mit diesem Augenzwinkernden: ‚Wir dürfen ja nichts darüber sagen, aber wir verstehen uns unter uns. Wir alle wissen, was wir meinen“ (Adorno, 2019, S. 35) quasi mit „vorgehaltener Hand“ als „Flüsterwitz“. Komisch, dass sie sich gerade so, mit vorgehaltener Hand, für ihr Programm „Flüsterwitz“ ablichten lässt, (vgl. www.lisa-fitz.de/lisa-fitz-setzt-drei-ausrufezeichen-mit-fluesterwitz/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019) in dem es ihr hauptsächlich darum geht die Menschen aufzuwecken (vgl. www.lisa-fitz.de/des-derfst-ja-net-laut-sagen-lisa-fitz-erzaehlte-fluesterwitze/, zuletzt eingesehen: 22.08.2019), eine selbstauferlegte Aufgabe, die sich in vielen verschwörungstheoretischen Kontexten, aber auch in der rechten Szene wiederfinden.

Derzeit erscheint es so, dass in der Kulturetage Raum für antisemitische Ressentiments und Codes geboten wird - das halten wir für äußerst bedenklich. Wir erhoffen uns, dass die Kulturetage, und auch ihr Programmverantwortlicher Andreas Holtz, ihren Begriff des Antisemitismus reflektieren und in Zuge dessen einen kritischen Blick auf „Künstler_innen“ wie Lisa Fitz werfen und in Zukunft die Einladung von ihresgleichen überdenken.

Tarek Probst (Referat gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent für Kultur, Sport und Events) im Auftrag des AStA

Weiter Quellenangaben:

1. W.-Adorno, Theodor: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. 3. Auflage, Berlin (Suhrkamp), 2019.



Mail vom 20.08.2019 an Andreas Holtz, Uwe Schwettmann, Bettina Stiller, Bernt Wach

Betreff: Zum Auftritt von Lisa Fitz in der Kulturetage

Liebes Kulturetage-Team,

Wir, vom AStA der CvO Universität Oldenburg, mussten mit einigem Entsetzen feststellen, dass sie die antisemitische Künstlerin Lisa Fitz eingeladen haben und ihr in ihren Räumlichkeiten eine Bühne bieten.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Lisa Fitz zumindest in ihrem Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ganz offen antisemitische Aussagen und Codes verwendet. Dieses Urteil lässt sich zurückführen auf die Definition der europäischen Union von Antisemitismus:

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“ (www.usahm.de/Dokumente/Antisemdeu.htm, Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Jedoch bleibt diese Definition noch etwas unspezifisch, denn eine besonders problematische Form des Antisemitismus ist der strukturelle Antisemitismus, der sich in „Denkstrukturen [äußert], die sich nicht ausdrücklich gegen Juden richten, allerdings dem “klassischen” Antisemitismus von der Argumentationsstruktur und dem Weltbild gleichen oder stark ähneln. Struktureller Antisemitismus äußert sich häufig in verkürzter Kapitalismuskritik, in der einer kleinen Gruppe an “Managern” oder “Bossen” die Schuld an den sozialen Verwerfungen und Krisen des Kapitalismus gegeben wird, obwohl diese Probleme systemimmanent sind. Struktureller Antisemitismus personifiziert gesellschaftliche Probleme und schafft somit einen Sündenbock, auf den die Schuld geschoben wird und der, der Logik nach, nur beseitigt werden müsse, um das Problem zu lösen. Sie geht also immer mit Säuberungsfantasien einher, die im nationalsozialistischen Holocaust ihren bisherigen Höhepunkt fanden. Man sollte jedoch auch beachten, dass nicht nur verkürzte Kapitalismuskritik strukturell antisemitisch sein kann, sondern auch andere Ideologien oder Verschwörungstheorien, mit anderen thematischen Schwerpunkten.“ ( marinaweisband.de/ueber-strukturellen-antisemitismus/; www.trend.infopartisan.net/trd0101/t120101.html Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Betrachten wir nun einige der ersten Zeilen besagten Songs, fallen sofort oben genannte Codes auf. So singt Lisa Fitz: „Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,/Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn?/Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,/die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“
Hier wird das Prinzip der Kapitalakkumulation in der kapitalistischen Produktionsweise ausschließlich einigen wenigen „Schurkenbanken“ und „Gierkonzernen“ vorgeworfen und fatalerweise dann mit der jüdischen Familie der Rothschilds oder George Soros personifiziert. „Die jüdische Bankiersfamilie der Rothschilds steht seit dem 19. Jahrhundert im Zentrum antisemitischer Hetze. Ähnlich wie im Falle Soros lautete der Vorwurf, sie würden zum Zwecke der Anhäufung von Geld über Krieg und Frieden in Europa bestimmen sowie Regierungen kontrollieren. Auf die „Juden der Könige“, wie sie damals genannt wurden, zielte auch der NS-Propagandafilm „Die Rothschilds“ von 1940 ab. Dieser Film wurde von Joseph Goebbels gemeinsam mit „Jud Süß“ und „Der ewige Jude“ gefördert und verbreitet“. (lbga-muenchen.org/2019/07/23/zur-verleihung-des-bayerischen-verdienstordens-an-lisa-fitz/ Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Zuvor wird gesungen: „Es rafft noch mehr wer großen Reichtum hat“. Dies verweist auf die NS-Ideologie, die von „schaffendem Kapital“, dass positiv auf das deutsche Volk wirkt, weil etwas erarbeitet wird spricht. Im Gegensatz dazu „das ‚raffende Kapital‘ wird identifiziert als das international vertretene und organisierte Großkapital, welches parasitär wirke, indem es die Völker aussauge, in denen es sich ansiedelt. Das ‚raffende Kapital‘ wird verkörpert vom Juden.“ (www.antisemitismus.net/theorie/kritische-theorie/antisemitismus.htm Zuletzt eingesehen: 14.08.2019)

Abgesehen von diesem Lied erscheint schon der Ankündigungstext in einer problematischen Art und Weise. Der Satz „Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht“, verweist zumindest in diesem Kontext auf verschwörungstheoretisches Denken und der Satz „In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern“, wird im Kontext der Weltreligionen, bei Helfershelfern implizit auf das Judentum verwiesen.

Hiermit sollte offensichtlich sein, dass ein Auftritt von Lisa Fitz äußerst problematisch ist und wir würden sie, von der Kulturetage, darum bitten Stellung zu diesem Umstand zu beziehen.

Antifaschistische Grüße

Tarek Probst (Referent gegen Antisemitismus) & Maximilian Linschmann (Referent Kultur, Sport und Events)



Text ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘ - Lisa Fitz

Ich sehe was, was du nicht siehst
weil´s nicht so irre lustig ist.
Ich sehe das, was du nicht sehen willst –
weil du blind bist – und lieber shoppst und chillst.
„I lies gar nix, i kauf mir jetzt a Kleid!“

Die Welt wird fieser und an wem mag´s liegen?
Ich bin umzingelt von Staatsmacht und Intrigen.
Es rafft noch mehr, wer großen Reichtum hat
und die Menschen neben mir, die werd´n nicht satt.

Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern,
Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn.
Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten,
die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.

Die Masterminds und grauen Eminenzen
JP Morgans, Goldman Sachs u. deren Schranzen,
Waffenhändler, Spekulanten, Militär,
Geheimdienste, Spione und noch mehr.

Die elitären Clubs der bösen Herrn,
denen liegt dein kleines Einzelschicksal – so fern.
Es gibt sowieso zu viele Esser,
ohne die Vielen geht´s den Wenigen besser.

Die Kaltblüter mauern unsere Freiheit ein
Jahr für Jahr – ohne Eile – Stein um Stein…
Und wir sind zu blöd, um zu kapieren,
zu träge und zu faul zum Informieren,
kaufen Taschen, Schuhe, Schoko, Fußballkarten,
während Satans Drachenreiter auf uns warten.

He, du…! — He, du…!

Mach die Ohren auf und höre, wie sie lügen!
Mach die Augen auf und sieh, wie sie betrügen!
Mach den Mund auf und sage, was du siehst!
Die Wahrheit ist oft leider ziemlich fies.

Die Weltenlenker sitzen ganz woanders –
Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das.
Der Teufel sponsert die, kackt auf den Haufen,
Die können Teile von der Welt sich einfach kaufen.

Sind nie in Flüchtlingsheimen oder an der Tafel
In großen Schlössern wird diniert zu Geschwafel,
In Luxusghettos residiern´s im Seidenhemd
Parallelwelt und Moschee sind denen fremd.

Ich sehe was, was du nicht siehst,
weil du halt ganz a Brave bist,
die immer noch ans Gute glaubt,
auch wenn man ihr das Liebste raubt.

Deine Vision ist so naiv
und dein Glaube an den Gott, der ist so tief.
Doch sag ich dir, my love, dein Gott ist tot –
auf der Welt regieren Mord und Geld und Not.

„Wo isser denn? Warum sagt er nix? I hab doch so vui bet´ ?!
“ Lisa: Aha. Ja, wo isser denn? Tja.
Dein Gott macht Urlaub, er sitzt auf den Kanaren
Und im Pazifik, wo die Atomtests waren.
Ihm macht das nix, er ist ja nur aus Luft
Und er verduftet, wenn die ganze Welt verpufft.

Dein Unwissen birgt große Gefahr,
denn was du nicht weißt, wird immerdar
Elitenwissen bleiben und geheim
Und sie fangen uns wie Fliegen auf dem Leim.

Wir müssen aufstöbern, zeigen und enthüllen
Sie aus dem Fuchsbau jagen und zerknüllen
die Verbrecher gegen Liebe und das Menschenrecht –
Doch im Deutschen wurzelt leider tief der Knecht.

Geh hinaus und mach die Augen ganz weit auf!
Benutz dein Hirn und lern begreifen, was da lauft…
Mach dich auf deinen Weg, musst dich beeilen.
Schau genau hin und lies zwischen den Zeilen!

Wart nicht, mein Lieb, du musst dich sputen
Die Zeit arbeitet nicht mehr für die Guten…
Es ist nicht fünf vor zwölf – s´ ist fünf nach eins
und wenn du wo Gewissen suchst – s´gibt keins.

Gierige Männer, Mördergreise,
spielen vom Tod die böse alte Weise,
reißen im Fallen die halbe Welt mit sich,
wach auf und handle – lass dich nicht im Stich.

Alles, was das Volk je wollte
und was es bekommen sollte,
wurde niemals ihm geschenkt,
Wir müssen kämpfen – daran denkt!!

Wer kann den Tango der Verleugnung besser tanzen….
Die Elite – oder die dummen Schranzen? (4x wiederholen)
Hey Du! Wach auf…!
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3 Monate vergangen

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Die Superreichen dürfen halt nicht kritisiert werden, auch wenn sie Kriege anzetteln und Massenmord begehen. Ganz im Sinne von Carl von Ossietzky. Tolle Entwicklung. Ironie off.

Danke, dass Ihr Euch und die DIG Oldenburg dafür einsetzt!

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/
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3 Monate vergangen

Morgen um 18 Uhr findet im Haus am Ulhornsweg 68 das erste Orgatreffen der Students For Future statt, kommt vorbei! Unten findet ihr alle wichtigen Informationen.

Hallo liebe (potenziellen) Klimaschützer*innen,

euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass es an unserer ach so nachhaltigen Uni keine Students for Future Gruppe gibt. Warum eigentlich nicht? Wir wollen das ändern!

Uns ist klar, dass in den Semesterferien vielleicht noch nicht so viele Menschen am Start sind, aber angesichts des globalen Klimastreiks am 20. bzw. 27.9. wollen wir bis dahin nicht komplett untätig sein. Wir wollen mit interessierten Studierenden am 4. September um 18 Uhr ein Treffen machen, um mal herauszufinden, wer potenziell dabei ist und was ihr euch vorstellen könnt. Dabei geht es vor allem erstmal um ein Kennenlernen und ein Überlegen, wie wir das ganze mehr in die Breite tragen können.

Das Ganze soll eher im überschaubaren Rahmen eines Orgatreffens, und weniger in einer Art Studentischer Vollversammlung passieren. Leitet diese Mail gerne an interssierte Menschen weiter!

Wann? Mittwoch, den 4. September um 18 Uhr
Wo? Initiativenhaus Uhlhornsweg 68
Wer? Jede*r die Lust auf Students For Future hat

Viele Grüße,
Fabi und Max

Bildquelle: https://fridaysforfuture.de/flyer-plakat-sticker/

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Ich konnte gestern leider nicht dabei sein, würde aber gerne über weitere Treffen/das Besprochene informiert werden - an wen kann ich mich da wenden?

KessErziehen

Beim Workshop „KessErziehen“ geht es vor allem um weniger Stress und mehr Freude in der Erziehung und Alltag mit Kind und Studium.

Ziel des Workshops ist es, eine andere Haltung in der Erziehung einzunehmen, sein Kind zu ermutigen und stärken, einfach entspannt erziehen, ohne schimpfen.



Referentin des Workshops ist Julia Schallehn. Sie zeichnet sich vor allem durch den Encouraging-Master und Erfahrung als vierfache Mutter für diesen Workshop aus. Zudem hat sie zahlreiche Fortbildungen zu diesem Thema absolviert.



Der Workshop soll im Wintersemester 2019/20 an 7 Terminen á 90 Minuten immer freitags stattfinden. Start am 25.10.19 von 8.30 Uhr bis 10 Uhr.

Pro Person wird der Workshop nur 25 € kosten (pro Termin also nur etwa 3,6€), den restlichen Betrag übernimmt der AStA Universität Oldenburg.



Anmeldung unter studierenmitkind@asta-oldenburg.de, natürlich auch beim Eltern-Kind-Café möglich.







Habt ihr Fragen, dann schreibt uns jederzeit einfach ebenfalls an: studierenmitkind@asta-oldenburg.de



Wir freuen uns auf euch!
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3 Monate vergangen

+++Ein Angriff auf demokratische Prinzipien und die fortschreitende Verschulung des Studiums+++

Im hochschulöffentlichen Teil der Senatssitzung am 21. August wurden zwei äußerst bedenkliche Anträge behandelt, zu denen wir Stellung beziehen möchten.

Mit dem Antrag des Wahlamtsleiters wurde offen versucht, zentrale demokratische Prinzipien mit der Begründung eines geringen bürokratischen Aufwands zu unterlaufen. Konkret eingereicht wurde ein Änderungsantrag der Wahlordnung für die Gremienwahlen. Paragraph 7 — Wahlbenachrichtigung — sollte um folgenden Abschnitt ergänzt werden: „Durch Beschluss des Wahlausschusses kann auf die Übersendung der Wahlbenachrichtigung verzichtet werden“. Nun stellt die Wahlbenachrichtigung einen elementaren Teil demokratischer Verfahren dar - nur wer über anstehende Wahlen Bescheid weiß, hat die Möglichkeit wählen zu gehen. Gerechtfertigt wurde der Versuch eines solch herben Einschnitts in demokratische Prinzipien mit einem geringerem bürokratischen Aufwand, begründet durch eine Kosten-Nutzen-Kalkulation aufgrund der ja ohnehin geringen Wahlbeteiligung, und einer möglichen Anwendung dieses Abschnittes nur in Ausnahmefällen. Wir sind froh, dass sich der Senat ohne weitere Diskussionen einstimmig gegen diesen Abschnitt entschieden hat. Bedenklich ist, dass wir einen amtierenden Wahlamtsleiter haben, der bereit ist, für eine verschlankte Bürokratie demokratische Prinzipien über Bord zu werfen.

Der Prozess der Verschulung des Studiums schreitet mit der genehmigten Änderung der Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge weiter voran. Mit einer äußerst schwachen Begründung, dem Hinweis auf die Zulassungsbeschränkung des Studienganges Sozialwissenschaft, wurden aus dem Professionalisierungsbereich – welcher einen Blick über den Tellerrand des auferlegten Studienverlaufsplans erlaubt – elementare Module der Forschung in den Sozialwissenschaften gestrichen. Dass diese Module nun nur noch von Studierenden des Fachbachelors Sozialwissenschaften belegt werden können, wird billigend in Kauf genommen. Außer den beiden Studierendenvertreter_innen hat im Senat leider niemand gegen diese fortschreitende Beschränkung eines selbstbestimmten Studiums gestimmt.
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3 Monate vergangen

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Gute Arbeit vom AStA! Ihr dürft denen nicht weiterhin so etwas durch gehen lassen! Schade das es für die SoWis nicht gereicht hat. Der Senat hat hier eine frappierend falsche Auffassung worum es in einem Studium für das Individuum geht. Bei der geringen Wahlbeteiligung hätte ich einen Vorschlag, den ich von der Uni Köln erfahren habe. Dort wurde in den 60er/70er Jahren mal zu einer StuPa-Wahl unter den Wählenden ein Auto verlost, welches durch ein Autohaus gesponsert wurde. Vielleicht könnte man mit einem wohlgesinnten Akteur etwas ähnliches auf die Beine stellen? Natürlich nicht notwendigerweise in dem Ausmaß und auch nur mit einem neutralen und fairen Partner. Natürlich kann man jetzt argumentieren, die Leute würden dann nur irgendwas wählen wegen der Verlosung. Aber ich traue den Studierenden mehr zu. Vielleicht kann man so die Hemmschwelle zur Befassung mit Hochschulpolitik , die wohl vorliegt, auflösen. Arbeitet weiter für uns, so wie ihr es ja aktuell tut 🤙

Zählt eine e-Mail denn in diesem Fall als Wahlbenachrichtigung?

Zum 26. BAföG-ÄnderungsgesetzAm 15.07.2019 wurde die 26. Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes veröffentlicht und ist damit formal in Kraft. Zentral steht die Erhöhung der Bedarfssätze, auch bei der aktuell massiven Bewerbung durch die Studenten- [sic!] und Studierendenwerke – die Förderungszahlen sollen bis 2021 um 100 000 Personen steigen, da diese zuletzt rückläufig waren. Erhielten 2017 noch 782 000 Personen Leistungen nach dem BAföG, waren es 2018 nur noch 727 000 Personen, ein Minus von 7,1% [1]. Der Grundbedarf steigt zum Wintersemester 2019 von bisher 399€ auf 419€, die Wohnpauschale legt 75€ zu auf 325€ und der Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung steigt um 23€ auf 109€ für unter 30-Jährige. Insgesamt klettert der „BAföG-Höchstsatz“ von 735€ auf 853€ für Studierende [2].

Auch an den Rückzahlungsmodalitäten tut sich was: „Maximal müssen 77 Monate lang 130 € pro Monat einkommensabhängig zurückgezahlt werden. Das sind insgesamt maximal 10.010 €. […] Wer wegen seines zu geringen Einkommens niedrigere Rückzahlungsraten als 130 € pro Monat beantragt, wird nach 77 Monatsraten schuldenfrei – auch, wenn insgesamt weniger als 10.010 € zurückgezahlt wurden. Wenn trotz nachweisbarem Bemühen und Mitwirken binnen 20 Jahren nicht die 77 Tilgungsraten gezahlt werden können, werden die dann noch bestehenden Schulden erlassen“ [3]. Ein einfacher Zugang zu einem Bildungskredit bei geringem Risiko sich massiv zu verschulden, dass insbesondere Menschen aus einkommensschwachen Verhältnissen ein Studium ermöglichen soll.

Leider versäumt der Gesetzgeber die Realität von Studierenden zu sehen und im Gesetz zu implementieren. So bietet das Studentenwerk [sic!] in Oldenburg gerade mal knapp 1000 Wohnheimplätze im Preisrahmen des BAföG an – bei fast 16000 Studierenden allein an der Universität Oldenburg. Auch bei Wohnalternativen aus der privaten Hand sieht es nicht besser aus. Bereits 2017 stieg in Oldenburg die durchschnittliche Nettokaltmiete bei Wohnungen bis 40qm auf 10€/qm [4]. Neben den explodierenden Wohnungskosten steigen auch die Semesterbeiträge, in Oldenburg sind diese aufgrund des Semestertickets bei mittlerweile 401,27€, sowie die Lebenshaltungskosten im Allgemeinen. Dabei sollte es ebenso wenig ein Geheimnis sein, dass Studierende heute ein eigenes Laptop zum Studieren benötigen, wie auch dass die Lebensmittelpreise seit Jahren deutlich stärker steigen als die Inflationsrate – das Leben der Moderne ist deutlich teurer als es der BAföG Rahmen zulassen würde.

Weiterhin behandelt der Gesetzgeber Schüler_innen, Studierende und Auszubildende als Menschen zweiter Klasse. So lag die Armutsgrenze 2018 bei 1035€ – 182€ über dem „BAföG-Höchstsatz“ nach der 26. BAföG-Novelle [5]. Im Tenor der vorherrschenden neoliberalen Ideologie wird dabei immer wieder darauf verwiesen, dass Studierende praktisch dankbar für das BAföG sein müssten. Die SPD Politikerin und MdB Elisabeth Kaiser lässt in ihrer Pressemitteilung vom 06.08.2019 verlauten: „Das BAföG ist wieder eine echte Alternative zum Nebenjob und ermöglicht es den Geförderten, sich voll auf ihre Ausbildung zu konzentrieren.“ [6]. Dass die Eigenfinanzierung einer Ausbildung, ausschließlich der feuchte Traum eines jeden Kapitalisten ist, für jeden Auszubildenden allerdings massive Selbstausbeutung bedeutet, ist in der deutschen sozialen Marktwirtschaft des 21. Jhd. scheinbar vollkommen irrelevant. Die Äußerung von Frau Kaiser ist allerdings im Kontext ihres Abstimmungsverhaltens nur schlüssig. Als echte Sozialdemokratin kämpft auch sie erfolgreich gegen Klimaschutz (Drucksache 19/10290, Drucksachse 19/9920) und für die Verschärfung von Asylgesetzen (Drucksache 19/10047) [7].

Alle wichtigen Änderungen zum BAföG sind zu finden unter:

www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Quellen:

[1] www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/08/PD19_291_214.html

[2] www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl

[3] www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

[4] Wohnungsmarktbericht 2018, Stadtplanungsamt Stadt Oldenburg

[5] www.boeckler.de/wsi_50647.htm

[6] www.vogtlandspiegel.de/mdb-elisabeth-kaiser-zum-thema-bafoeg/1939396/

[7] www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/520786-520786

Bildquelle: www1.wdr.de/verbraucher/quintessenztippsundtrends-1150~_v-gseagaleriexl.jpg
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3 Monate vergangen

Zum 26. BAföG-Änderungsgesetz

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Was regt ihr euch über die hohen Kosten des Semestertickets auf? Die scheiße habt ihr verzapft. Die Lösung ist doch ganz einfach. Ein drei Stufen System. Stufe 1: Verpflichtendes Semesterticket, 12€ im Semester, gilt nur in Linie 306 Stufe 2: Optionales Semesterticket, gilt für alle Busse in Oldenburg. Stufe 3: Landesweites Semesterticket, kostet dann eventuell 600€-800€, wer das nutzen will zahlt das, wer nicht halt nicht. Da wäre schon mal ein Monat essen locker wieder drinnen für die, die grade im Sommersemester gerne mit dem Fahrrad fahren oder direkt neben der Uni wohnen.

+++Pressemitteilung: Wohnheime für Studierende sanieren+++

Für die Renovierung von Wohnheimen der niedersächsischen Studentenwerke sieht der Haushalt des Landes Niedersachsen wieder keine Mittel vor. Daher fordern die ASten (Allgemeinen Studierendenausschüsse) des Landes Niedersachsen Geld für die Renovierung von Wohnheimen. Außerdem fordern wir die Übernahme der tariflichen Lohnsteigerungskosten für Angestellte der Studentenwerke, um die Semesterbeiträge der Studierenden nicht noch weiter zu erhöhen.

Die Zahl der Studierenden hat sich seit der letzten Anhebung der Landesmittel für die Studentenwerke im Jahr 2014 massiv erhöht. Die Studentenwerke kümmern sich um die Bedürfnisse der Studierenden, wie die Unterbringung, Verpflegung und soziale Beratung. Weil die staatliche Förderung nicht reicht, stoßen die Studentenwerke an ihre Grenzen, wenn sie den Fragen und Problemen der Studierenden gerecht werden wollen. Ein Beleg dafür sind die langen Wartelisten für studentische Wohnheimplätze.

Was in den letzten Jahren nicht gestiegen ist, ist das Geld des Landes Niedersachsen für die Unterbringung der immer mehr werdenden Studierenden. Neue Wohnheime müssen gebaut und alte renoviert werden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler verspricht in seiner Rede zur Unterrichtung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Niedersächsischen Landtag am 18.12.2017: „Daneben müssen auch bestehende Wohnheime saniert werden […]. Dafür plant das MWK ein Sonderprogramm aufzulegen, um die Studentenwerke finanziell zu unterstützen“. Für die Renovierung von teilweise 35 Jahre alten Wohnheimen gibt es aber bis heute kein Programm und somit keine Zuschüsse. Die Kosten dafür soll jetzt die aktuelle Studierendengeneration tragen. Die ASten des Landes Niedersachsen finden: Das darf nicht sein!

Die Preise für das Mensa-Essen werden an einigen Standorten verdoppelt, die Semesterbeiträge fast jährlich erhöht. Einige Studentenwerke haben Erhöhungen der Beiträge von über 35 % auf bis zu 107 Euro angekündigt. Die ASten des Landes sehen hier versteckte Studiengebühren, die es längst nicht mehr geben sollte! Während der Beitrag für das Studentenwerk in München bei 62 Euro und in Stuttgart bei 55 Euro liegt, wird dieser im kommenden Wintersemester in Hannover und Göttingen 107 Euro und in Braunschweig 100 Euro betragen.

Das Land zieht sich aus seiner Verantwortung zurück, die Studierenden werden zur Kasse gebeten.
Die Landesregierung steht jetzt in der Pflicht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und sich der Problematik anzunehmen.
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4 Monate vergangen

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Notfalls kann man ja erstmal einbehaltene Kautionen für angeblich nicht gewischte Schrankinnenwände nutzen. Damit dürften ja schon zwei - drei neue Wohnheime entstehen können. 👍🏼

+++Servicepost+++
Einige haben es sicher schon mitbekommen: Derzeit ist es nicht möglich ein Fahrzeug bei Cambio über den AStA zu mieten. Aufgrund der Tarifumstellungen bei Cambio kann das bisherige Verleihsystem im AStA nicht beibehalten werden. Derzeit prüfen wir, ob und wie der AStA weiterhin Studierende beim Mieten von Fahrzeugen unterstützen kann.
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4 Monate vergangen

+++Servicepost+++
Einige haben es sicher schon mitbekommen: Derzeit ist es nicht möglich ein Fahrzeug bei Cambio über den AStA zu mieten. Aufgrund der Tarifumstellungen bei Cambio kann das bisherige Verleihsystem im AStA nicht beibehalten werden. Derzeit prüfen wir, ob und wie der AStA weiterhin Studierende beim Mieten von Fahrzeugen unterstützen kann.

+++Gegenkundgebung zum AfD Stammtisch heute+++
antifaelf.blogsport.de/2019/07/16/afd-plant-stammtisch-an-der-graf-anton-guenther-schule-in-oldenburg/
Treffpunkt: Mittwoch, 17.07.2019, 18:00 Uhr, Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg

+++Gegen antisemitische Propaganda an unserer Universität+++
Immer wieder tauchen an der Universität Flyer der „NachDenkSeiten“ auf. So auch an den Pinnwänden des AStA. Der AStA hat diese nicht autorisiert und wird sie auch weiterhin nach Sichtung unverzüglich von allen Plattformen des AStA entfernen. Das antisemitische, vermeintlich Linke, Propagandablatt wurde 2003 von den Schröder-SPD frustrierten Sozialdemokraten Albrecht Müller und Wolfgang Lieb gegründet. 2015 verlässt Wolfgang Lieb die „NachDenkSeiten“, die zu dem Zeitpunkt bereits ein beliebtes Medium bei Anhängern von „attac“ und „linken“ Gewerkschaftern geworden sind, mit der Begründung, sein Mitherausgeber, Albrecht Müller, glaube gerne an Verschwörungstheorien [1]. Müller führte unter anderem Interviews mit Ken Jebsen, der bei RBB aufgrund von Antisemitismusvorwürfen gegen ihn gefeuert wurde, dem Israelhasser Martin Lejeune und mit Verschwörungstheoretikern wie Udo Ulfkotte und Daniele Ganser, letzterer wurde mit Zweifeln an den islamistischen Terroranschlägen am 11. September 2001 berühmt und befand, dass die Möglichkeit eines „inside job“ untersucht werden müsse [2].
Das sich ausgerechnet Mitglieder von „attac“ auf den „NachDenkSeiten“ wohl fühlen, scheint wenig verwunderlich, angesichts der Tatsache das „attac“ schon seit Jahren hilflos gegenüber linkem Antisemitismus ist, da dieser breit in der Basis verwurzelt ist. Bereits 2003 veröffentlichte die Zeit einen Artikel, in dem über die Problematik berichtet wird. So forderte „Linksruck“, eine Mitgliedsorganisation von „attac Deutschland“ „die "bedingungslose" Solidarität mit der Intifada gegen den "rassistischen Kolonialstaat Israel"“ denn „die Beschränkung unserer Solidarität auf die friedlichen Kräfte des palästinensischen Widerstands bedeutet in Wahrheit den Ausschluss der überwältigenden Mehrheit der Palästinenser und der antiimperialistisch fühlenden arabischen Massen aus der weltweiten Antikriegsbewegung."“ [3]. In guter deutscher Tradition soll also weiter, gemeinsam mit Islamisten und Rechtsextremen, geeint in der Querfront, gegen Jüd_innen, Israel, die USA und das „Finanzkapital“ gehetzt werden.
Tom Uhlig und Volker Koehnen schrieben Ende 2018 einen Beitrag zur verkürzten Neoliberalismus-Kritik der „NachDenkSeiten“: „Das Nachrichtenportal der NachDenkSeiten, dass sich selbst links verortet, argumentiert in dieser neoliberalismuskritisch antisemitischen Linie. Ein Paradebeispiel ist der Anfang Oktober erschienene Text über den Rücktritt des Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein. „Klar ist an dieser Stelle schonmal; als Inbegriff des ‚ehrbaren Kaufmanns‘ wird Blankfein nicht mehr in die Geschichtsbücher eingehen. Denn seine Bank Goldman Sachs ist nicht irgendwer; sie stand lange Zeit in Verruf, die ‚gierige Krake‘ im System zu sein, die Verkörperung des Raubtierkapitalismus schlechthin“, kommentierte die Redaktion den Rücktritt. Immerhin ist die „gierige Krake“ – schon seit dem Nationalsozialismus ein antisemitisches Symbol – in Anführungszeichen gesetzt, andererseits wird dieses Bild unbestimmten anderen untergejubelt. Weiter geht es dann mit dem Aufruf eines Kronzeugen: Greg Smith, ehemaliger Mitarbeiter, soll in der New York Times „das ‚giftige und zerstörerische‘ Wesen der Bank“ angeprangert haben. Praktischerweise wird gleich der Link mitgeliefert, mit dem sich belegen lässt, dass Smith eigentlich von einem „environment […] as toxic and destructive as I have ever seen it“ spricht, also keine Aussagen über einen vermeintlichen Wesenskern seines ehemaligen Arbeitgebers trifft, sondern das Betriebsklima moniert. Über das Denken von „Blankfein & Co“ weiß die Redaktion noch „was Kritiker schon lange über moderne Investmentbanken sagen, nämlich dass diese ein räuberisches und ausbeuterisches Geschäft betreiben und mit der Realwirtschaft eine parasitäre Beziehung eingegangen sind.“ Gier, Krake, Gift, Zerstörung, Räuber und Parasiten – gebrochen durch halbherzige Distanzierungsgesten verrät die Redaktion in der kurzen Meldung, in welchen Begriffen sie über den Kapitalismus „nachdenkt“: vornehmlich in antisemitischen Bildern.“ [4]. In ihrer Stellungnahme zur Analyse von Uhlig und Koehnen wird von der Redaktion der „NachDenkSeiten“ zur Verteidigung behauptet, man habe die „Antisemitismus-Keule“ gegen sie ausgepackt und es sei „abwegig“, „Redakteuren der NachDenkSeiten Antisemitismus zu unterstellen“ [5]. Begründungen seitens der Redaktion fehlen vollständig, stattdessen wird an das antisemitische Weltbild des Lesenden appelliert, der dann in der chiffrierten Sprache der NachDenkSeiten schon erkennen wird, dass auch diese Analyse nur Teil einer (((Verschwörung))) ist, die darauf abzielt „Finanzkapitalismus“ und „US-Kriege einen Schutzschirm“ umzulegen [5].
„Antisemitismus ist nach dem Politikwissenschaftler Samuel Salzborn „die Unfähigkeit oder der Unwillen, abstrakt zu denken und konkret zu fühlen““ [4]. Ein Antisemit wird sich folglich nicht mit Argumenten überzeugen lassen. Viel mehr erfordert dies, dass es kein Raum für Antisemitismus und damit keine Gesellschaft für Antisemiten gibt. Sprecht die Verteilenden der „NachDenkSeiten“-Flyer gerne darauf an, dass an dieser Universität kein Platz für antisemitische Hetze ist.

Quellen:
[1] taz.de/Onlinemagazin-Nachdenkseiten/!5242175/
[2] kurier.at/kultur/daniele-ganser-in-wien-die-merkwuerdige-welt-des-9-11-zweiflers/223.799.635
[3] www.zeit.de/politik/attac
[4] www.belltower.news/antisemitismus-von-links-die-verkuerzte-neoliberalismuskritik-der-nachdenkseit...
[5] www.nachdenkseiten.de/?p=47801

Bildquelle: antifaramallah.files.wordpress.com/2009/12/antifa-logo.jpg
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4 Monate vergangen

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Treffpunkt: Mittwoch, 17.07.2019, 18:00 Uhr, Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg

+++Gegen antisemitische Propaganda an unserer Universität+++
Immer wieder tauchen an der Universität Flyer der „NachDenkSeiten“ auf. So auch an den Pinnwänden des AStA. Der AStA hat diese nicht autorisiert und wird sie auch weiterhin nach Sichtung unverzüglich von allen Plattformen des AStA entfernen. Das antisemitische, vermeintlich Linke, Propagandablatt wurde 2003 von den Schröder-SPD frustrierten Sozialdemokraten Albrecht Müller und Wolfgang Lieb gegründet. 2015 verlässt Wolfgang Lieb die „NachDenkSeiten“, die zu dem Zeitpunkt bereits ein beliebtes Medium bei Anhängern von „attac“ und „linken“ Gewerkschaftern geworden sind, mit der Begründung, sein Mitherausgeber, Albrecht Müller, glaube gerne an Verschwörungstheorien [1]. Müller führte unter anderem Interviews mit Ken Jebsen, der bei RBB aufgrund von Antisemitismusvorwürfen gegen ihn gefeuert wurde, dem Israelhasser Martin Lejeune und mit Verschwörungstheoretikern wie Udo Ulfkotte und Daniele Ganser, letzterer wurde mit Zweifeln an den islamistischen Terroranschlägen am 11. September 2001 berühmt und befand, dass die Möglichkeit eines „inside job“ untersucht werden müsse [2].
Das sich ausgerechnet Mitglieder von „attac“ auf den „NachDenkSeiten“ wohl fühlen, scheint wenig verwunderlich, angesichts der Tatsache das „attac“ schon seit Jahren hilflos gegenüber linkem Antisemitismus ist, da dieser breit in der Basis verwurzelt ist. Bereits 2003 veröffentlichte die Zeit einen Artikel, in dem über die Problematik berichtet wird. So forderte „Linksruck“, eine Mitgliedsorganisation von „attac Deutschland“ „die bedingungslose Solidarität mit der Intifada gegen den rassistischen Kolonialstaat Israel“ denn „die Beschränkung unserer Solidarität auf die friedlichen Kräfte des palästinensischen Widerstands bedeutet in Wahrheit den Ausschluss der überwältigenden Mehrheit der Palästinenser und der antiimperialistisch fühlenden arabischen Massen aus der weltweiten Antikriegsbewegung.“ [3]. In guter deutscher Tradition soll also weiter, gemeinsam mit Islamisten und Rechtsextremen, geeint in der Querfront, gegen Jüd_innen, Israel, die USA und das „Finanzkapital“ gehetzt werden.
Tom Uhlig und Volker Koehnen schrieben Ende 2018 einen Beitrag zur verkürzten Neoliberalismus-Kritik der „NachDenkSeiten“: „Das Nachrichtenportal der NachDenkSeiten, dass sich selbst links verortet, argumentiert in dieser neoliberalismuskritisch antisemitischen Linie. Ein Paradebeispiel ist der Anfang Oktober erschienene Text über den Rücktritt des Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein. „Klar ist an dieser Stelle schonmal; als Inbegriff des ‚ehrbaren Kaufmanns‘ wird Blankfein nicht mehr in die Geschichtsbücher eingehen. Denn seine Bank Goldman Sachs ist nicht irgendwer; sie stand lange Zeit in Verruf, die ‚gierige Krake‘ im System zu sein, die Verkörperung des Raubtierkapitalismus schlechthin“, kommentierte die Redaktion den Rücktritt. Immerhin ist die „gierige Krake“ – schon seit dem Nationalsozialismus ein antisemitisches Symbol – in Anführungszeichen gesetzt, andererseits wird dieses Bild unbestimmten anderen untergejubelt. Weiter geht es dann mit dem Aufruf eines Kronzeugen: Greg Smith, ehemaliger Mitarbeiter, soll in der New York Times „das ‚giftige und zerstörerische‘ Wesen der Bank“ angeprangert haben. Praktischerweise wird gleich der Link mitgeliefert, mit dem sich belegen lässt, dass Smith eigentlich von einem „environment […] as toxic and destructive as I have ever seen it“ spricht, also keine Aussagen über einen vermeintlichen Wesenskern seines ehemaligen Arbeitgebers trifft, sondern das Betriebsklima moniert. Über das Denken von „Blankfein & Co“ weiß die Redaktion noch „was Kritiker schon lange über moderne Investmentbanken sagen, nämlich dass diese ein räuberisches und ausbeuterisches Geschäft betreiben und mit der Realwirtschaft eine parasitäre Beziehung eingegangen sind.“ Gier, Krake, Gift, Zerstörung, Räuber und Parasiten – gebrochen durch halbherzige Distanzierungsgesten verrät die Redaktion in der kurzen Meldung, in welchen Begriffen sie über den Kapitalismus „nachdenkt“: vornehmlich in antisemitischen Bildern.“ [4]. In ihrer Stellungnahme zur Analyse von Uhlig und Koehnen wird von der Redaktion der „NachDenkSeiten“ zur Verteidigung behauptet, man habe die „Antisemitismus-Keule“ gegen sie ausgepackt und es sei „abwegig“, „Redakteuren der NachDenkSeiten Antisemitismus zu unterstellen“ [5]. Begründungen seitens der Redaktion fehlen vollständig, stattdessen wird an das antisemitische Weltbild des Lesenden appelliert, der dann in der chiffrierten Sprache der NachDenkSeiten schon erkennen wird, dass auch diese Analyse nur Teil einer (((Verschwörung))) ist, die darauf abzielt „Finanzkapitalismus“ und „US-Kriege einen Schutzschirm“ umzulegen [5].
„Antisemitismus ist nach dem Politikwissenschaftler Samuel Salzborn „die Unfähigkeit oder der Unwillen, abstrakt zu denken und konkret zu fühlen““ [4]. Ein Antisemit wird sich folglich nicht mit Argumenten überzeugen lassen. Viel mehr erfordert dies, dass es kein Raum für Antisemitismus und damit keine Gesellschaft für Antisemiten gibt. Sprecht die Verteilenden der „NachDenkSeiten“-Flyer gerne darauf an, dass an dieser Universität kein Platz für antisemitische Hetze ist.

Quellen:
[1] https://taz.de/Onlinemagazin-Nachdenkseiten/!5242175/
[2] https://kurier.at/kultur/daniele-ganser-in-wien-die-merkwuerdige-welt-des-9-11-zweiflers/223.799.635
[3] https://www.zeit.de/politik/attac
[4] https://www.belltower.news/antisemitismus-von-links-die-verkuerzte-neoliberalismuskritik-der-nachdenkseiten-78239/
[5] https://www.nachdenkseiten.de/?p=47801 

Bildquelle: https://antifaramallah.files.wordpress.com/2009/12/antifa-logo.jpg

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Es ist löblich, dass ihr euch gegen die NachDenkSeiten-Flyer aussprecht. 😁 Bevor ich spekuliere, habe ich eine Frage zu einem anderen Punkt. Warum habt ihr dieses Beitragsbild verwendet? 🤔

Carl von Ossietzky würde sich im Grabe umdrehen,wenn er mitbekommen würde, was ihr heutzutage veranstaltet. Wann beginnt ihr endlich gegen den wahrhaftigen Faschismus zu arbeiten, anstatt dafür?

Marten Peters am GAG?!?

Gegen jeden Rassismus, abstraktes Denken, also kein Antisemitismus. Schöne neue Welt die uns erwartet.https://www.youtube.com/watch?v=dVAINZ2QxQs

Euer Engagement in allen Ehren, aber wenn ihr euch gegen antidemokratische und rassistische Kräfte einsetzt, was sagt ihr dann hierzu? mondoweiss.net/2019/07/residents-israeli-snipers/

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Heute 18 Uhr im AStA

Die Vorlesungszeit ist vorbei, die meisten Klausuren sind geschrieben und die Hausarbeiten werden bestimmt auch irgendwann fertig. Gute Gründe, endlich mal wieder das Tageslicht der Welt zu erblicken. Wer Lust darauf hat, kann dies gerne gemeinsam mit dem AStA tun: Wir werden am Montag, den 15. Juli ab 18 Uhr gemeinsam grillen und das (hoffentlich) schöne Wetter genießen. Die Veranstaltung findet auf der Dachterrasse des AStA-Trakts statt. Kommt vorbei und plaudert mit uns über dies und jenes und über andere brisante Themen! Für Getränke und ein wenig vegetarische und vegane Nahrung ist gesorgt, mitgebrachtes Zeugs für den Grill ist gerne gesehen!
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4 Monate vergangen

Heute 18 Uhr im AStA

Die Vorlesungszeit ist vorbei, die meisten Klausuren sind geschrieben und die Hausarbeiten werden bestimmt auch irgendwann fertig. Gute Gründe, endlich mal wieder das Tageslicht der Welt zu erblicken. Wer Lust darauf hat, kann dies gerne gemeinsam mit dem AStA tun: Wir werden am Montag, den 15. Juli ab 18 Uhr gemeinsam grillen und das (hoffentlich) schöne Wetter genießen. Die Veranstaltung findet auf der Dachterrasse des AStA-Trakts statt. Kommt vorbei und plaudert mit uns über dies und jenes und über andere brisante Themen! Für Getränke und ein wenig vegetarische und vegane Nahrung ist gesorgt, mitgebrachtes Zeugs für den Grill ist gerne gesehen!Image attachment

Vortrag: Rechte Codes und Symbole erkennen! // Recognizing right-wing codes and symbols!

Deutschland hat Probleme – eines davon ist Rechtsextremismus. Durch den rechtsextremistisch motivierten Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist das Thema momentan hochaktuell und auf der politischen Agenda, jedoch gibt es auch zuvor eine teils unbearbeitete, verschwiegene und lange Tradition rechter Gewalt und rechter Gruppierungen in Deutschland. Seit 1990 sind 193 Menschen aus rechtsextremistischen Motiven ermordet worden, der NSU-Komplex wartet immernoch auf die gänzliche Aufklärung und die Betroffenen auf die Entschädigung und Anerkennung der strukturellen Diskriminierung und Gewalt, die auch von Polizei und Verfassungsschutz ausging.

Die rechtsextreme Szene verwendet eine Vielzahl von Symbolen und Codes. Diese finden sich beispielsweise in sogenannten Memes, auf Propagandamaterialien, Kleidung und in Musik wieder. Auch an der Universität Oldenburg und im Stadtgebiet Oldenburgs fallen immer wieder Personen mit T-Shirts von rechten Bands oder rechte Sticker und Flugblätter auf.

Nicht alle diese Symbole sind leicht zu erkennen, zudem entstehen laufend neue. Der Vortrag und die anschließende Diskussion von und mit Kevin Mennenga von der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus gibt einen Einblick in verschiedene Teilszenen und deren Codes.



Eine Veranstaltung des Antirassismusreferats im AStA der Universität Oldenburg

Datum/date: 09.07.2019

Zeit/time: 19 Uhr

Raum/room: A1 0-006



Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
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5 Monate vergangen

Vortrag: Rechte Codes und Symbole erkennen! // Recognizing right-wing codes and symbols!

Deutschland hat Probleme – eines davon ist Rechtsextremismus. Durch den rechtsextremistisch motivierten Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist das Thema momentan hochaktuell und auf der politischen Agenda, jedoch gibt es auch zuvor eine teils unbearbeitete, verschwiegene und lange Tradition rechter Gewalt und rechter Gruppierungen in Deutschland. Seit 1990 sind 193 Menschen aus rechtsextremistischen Motiven ermordet worden, der NSU-Komplex wartet immernoch auf die gänzliche Aufklärung und die Betroffenen auf die Entschädigung und Anerkennung der strukturellen Diskriminierung und Gewalt, die auch von Polizei und Verfassungsschutz ausging.

Die rechtsextreme Szene verwendet eine Vielzahl von Symbolen und Codes. Diese finden sich beispielsweise in sogenannten Memes, auf Propagandamaterialien, Kleidung und in Musik wieder. Auch an der Universität Oldenburg und im Stadtgebiet Oldenburgs fallen immer wieder Personen mit T-Shirts von rechten Bands oder rechte Sticker und Flugblätter auf.

Nicht alle diese Symbole sind leicht zu erkennen, zudem entstehen laufend neue. Der Vortrag und die anschließende Diskussion von und mit Kevin Mennenga von der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus gibt einen Einblick in verschiedene Teilszenen und deren Codes.

 

Eine Veranstaltung des Antirassismusreferats im AStA der Universität Oldenburg

Datum/date: 09.07.2019

Zeit/time:      19 Uhr

Raum/room: A1 0-006

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

+++Solidarität mit Carola Rackete und der privaten Seenotrettung+++

Jedes Jahr sterben tausende Menschen im Mittelmeer, auf der Flucht vor Terror, Krieg, Gewalt und Armut. Auch 2019 setzt sich das Sterben im Mittelmeer fort – „597 Menschen sind dieses Jahr im Mittelmeer gestorben.“ twittert neues deutschland am 30. Juni [1]. Diese Menschen vor der eigenen Haustür vor dem Ertrinken zu retten ist kein Verbrechen, sondern ethisch und rechtlich geboten. Die von der EU propagierte Lösung, die Geflüchteten aus Seenot zu retten und nach Libyen zurückzuführen, ist eine Farce, denn der failed state leidet unter Gefechten bei denen nach Angaben der WHO mindestens 432 Menschen getötet, 2069 Menschen verletzt und mehr als 50 000 vertrieben wurden [2]. Die Zustände in den Lagern der Geflüchteten sind grausam, Menschenhandel, Hunger, Krankheit und Gewalt an der Tagesordnung [3]. Die Politik Salvinis ist lediglich die im Wesentlichen von Deutschland der EU aufgezwungenen Flüchtlingspolitik, denn auf die schon 2014 aus Italien und Griechenland kommenden Hilferufe zur Bewältigung der Krise erklärte Deutschland die wirtschaftlich stark gebeutelten Länder haben sich an die Dublin-Regeln zu halten, nach denen das Ankunftsland auch die Asylverfahren abwickeln muss – wobei Deutschland gleichzeitig ablehnte aktiv Fluchtursachen zu bekämpfen [4].
Vom 18.Oktober 2013 bis zum 31. Oktober 2014 finanzierte die EU noch das Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum, das innerhalb dieses einen Jahres rund 150 000 Menschen das Leben rettete. Dieses wurde mit der Begründung eingestellt, es habe einen Pull-Effekt und würde die Motivation, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen, erhöhen, außerdem seien die Kosten zu hoch. Ab dem 1. November 2014 begann die Operation Triton. Diese hat nicht länger die Seenotrettung als Ziel, sondern den „Schutz“ der EU-Außengrenzen und ist auch organisatorisch bei Frontex in den Grenzschutz eingegliedert. Das Budget schrumpfte von jährlich etwa 110 Millionen Euro bei Mare Nostrum auf etwa 30 Millionen Euro bei der Operation Triton. Als im April 2015 1200 Menschen innerhalb einer Woche ertrinken mussten, weil die Ressourcen zur Rettung nicht ausreichten, erkannte sogar der konservative Präsident der Europäischen Kommission, Jean Claude Juncker, dass es ein Fehler war, die Mare Nostrum einzustellen [5] [6] [7] [8].
Darauf folgte allerdings keine Wiederbelebung der staatlichen Seenotrettung, sondern eine Aufstockung von Frontex, von etwa 700 Beamt_innen auf 10 000 bis zum Jahr 2027 [9]. 2016 erhielt Frontex 254 Millionen Euro. Dies macht deutlich, dass es zu keinem Zeitpunkt an den finanziellen Mitteln mangelte, viel mehr, dass der politische Wille fehlt. Dabei ist die mediale Inszenierung des bösen Italiens, dass die Heldin der Seenotrettung nicht anlegen lässt, ebenso zynisch wie ein deutscher Außenminister, der die Freilassung der Sea-Watch Kapitänin fordert, nachdem zuvor im Wesentlichen auf deutsches Drängen hin eine Festung Europa errichtet und im deutschen Bundestag die Hau-Ab-Gesetze durchgesetzt wurden [10]. Eben jene Gesetze erlauben die Unterbringung in Lagern für bis zu 18 Monate, Abschiebehaft, Leistungskürzungen und -streichungen, die Einschränkung des Datenschutzes und die Einschränkung der Wohnortwahl von Geflüchteten [11]. Rassismus und deutsche Ideologie sind zentrale Elemente der aktuellen Politik.
Dass privat organisierte Seenotrettung überhaupt notwendig ist, sollte Skandal genug sein. Im Kontext der Untätigkeit Deutschlands und der EU, welche im Dienste des Kapitals lieber mit Autokraten und barbarischen Milizen zusammenarbeiten statt aktiv Fluchtursachen zu bekämpfen und Menschenrechte zu sichern, ist die Verhaftung der „Sea Watch 3“-Kapitänin Carola Rackete ein weiterer Sargnagel der Idee eines geeinten und gleichberechtigten Europas. Wenn ein Schiff, welches den Notstand erklärt hat, nicht in einem europäischen Hafen anlegen darf, zeigt dies einmal mehr, dass die EU und Deutschland bereit sind über Leichen zu gehen, um die eigenen Interessen durchzusetzen.
Der AStA der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg solidarisiert sich mit Carola Rackete und allen Seenotrettungsinitiativen!

Quellen:
[1] twitter.com/ndaktuell/status/1145369125633560576
[2] www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/libyen-buergerkrieg-kaempfe-tote-verletzte-tripolis-who
[3] www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Libyen-misshandelt-und-versklavt-Gefluechtete-article2055829...
[4] jungle.world/artikel/2019/26/deutsche-politik-und-ihre-folgen
[5] de.wikipedia.org/wiki/Mare_Nostrum_(Marineoperation)
[6] de.wikipedia.org/wiki/Triton_(Operation)
[7] jungle.world/artikel/2015/09/wir-sind-frontex
[8] jungle.world/artikel/2015/17/zwischen-wort-und-tat-liegt-ein-meer
[9] www.euractiv.de/section/eu-innenpolitik/news/frontex-soll-bis-2027-auf-10-000-beamte-ausgebaut-we...
[10] www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/seenotrettung-maas-fordert-freilassung-sea-watch-kapitaeni...
[11] www.nds-fluerat.org/38559/aktuelles/hau-ab-gesetz-bundesregierung-missachtet-grundgesetz-und-inte...
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Samstag, 13 Uhr, Julius-Mosen-Platz: Kundgebung: Für die Rechte von Geflüchteten #TogetherForRescue

+++Uni-Krabbler+++
Krabbelgruppe für Kinder von Uni-Angehörigen:
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5 Monate vergangen

+++Uni-Krabbler+++
Krabbelgruppe für Kinder von Uni-Angehörigen:

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Soll man sich anmelden oder einfach rumkommen?

Tatjana Menser

+++Reflexion zum Sommerfest+++

Letzten Mittwoch fand das internationale Sommerfest am Campus Haarentor statt. Auch das Antirassismus-Referat des AStA hat daran teilgenommen, um seine Aktivitäten vorzustellen und auf die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit Rassismus aufmerksam zu machen.
Leider divergieren die Ansprüche des AStA und die der Universität an ein internationales Sommerfest. Sichtbar wurde dies schon in der „Briefing Mail“, in der darauf aufmerksam gemacht wird, dass von einer Jury die zwei besten Stände mit Preisen ausgezeichnet werden und dabei unmittelbar die Bewertungskriterien mitgegeben werden: Deko/Kostüme, persönliches Engagement, originelle Ideen, besondere Köstlichkeiten und gute Laune „😊“. Gepaart mit der Aufteilung nach Nationalstaaten suggeriert dies auf der einen Seite die Wunschvorstellung nach gut gelaunten Ausländer_innen, die ihre Kultur möglichst repräsentativ, klischeehaft, durch Köstlichkeiten und Kostüme präsentieren, auf der anderen Seite den Wunsch nach klarer Verortbarkeit der einzelnen Kulturen, wobei diese streng nach Nation getrennt für sich zu existieren haben. Es entsteht der Eindruck einer Forderung nach Ethnopluralismus, welcher in diesem vermeintlich pluralen Fest reinkarniert. Es wird weiterhin suggeriert, dass es so etwas wie eine starre Kultur gäbe, der Personen angehörten – welche man ihnen im besten auch ansehen könne – und die sie zu repräsentieren hätten. Daraus resultiert zwangsläufig eine Reduktion von Menschen auf ihre "Kultur“.
Die zunehmende Entpolitisierung des Sommerfests, welches mal einen anderen Anspruch hatte, sehen wir als äußerst problematisch. Es kann nicht der Anspruch einer weltoffenen Universität sein, dass vollkommen naiv mit Nationalsymboliken umgegangen wird, wie zum Beispiel im Falle der mehrfach auf dem Sommerfest zu findenden Nationalflagge des Irans, ein Land in dem Antisemitismus und Israelhass tief verwurzelt sind, Homosexualität mit dem Tod bestraft werden kann und das qua Gesetz die Steinigung bei Ehebruch vorschreibt [1][2][3]. Durch das Zeigen solcher Flaggen wird offen Solidarität und Zugehörigkeit zu dieser islamistischen Barbarei bekundet, statt Toleranz und Weltoffenheit einzufordern.
Wir hoffen, dass die Kritik des AStA auf offene Ohren stößt und zukünftige internationale Sommerfeste wieder klare Kante zeigen für Aufklärung und Moderne, gegen einen sonst wie gearteten Ethnopluralismus.

Quellen:
[1] jungle.world/artikel/2019/07/tradition-des-hasses
[2] jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2017/04/iran-massenverhaftungen-wegen-homosexualitaet
[3] www.spiegel.de/politik/ausland/steinigungen-in-iran-wer-beim-ersten-wurf-toetet-bricht-das-gesetz...

Quelle aller Bilder:
uol.de/internationales-sommerfest/
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5 Monate vergangen

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Paulo Coelho @paulocoelho Vor 23 Stunden We may love our country And despise our government

Kritik am Sommerfest in seiner jetzigen Form ist mit Sicherheit gerechtfertigt. Der Vorwurf aber, dass das Sommerfest die "Forderung nach Ethnopluralismus" implizit durch die Verwendung von Nationalflaggen trägt, ist vermessen. Nationalstaaten und Flaggen, die - zugegeben - das bürgerliche Koordinatensystem auf der Welt repräsentieren, sind nicht gleichzusetzen mit irgendwelchen Ethnien oder konstruierten Völkern. Das Sommerfest steht in seinem Auftritt für Zusammenhalt und Diversität trotz unterschiedlicher Herkunftstaaten. D.h., dass wir genausogut argumentieren könnten, dass dort alle als Menschen mit unterschiedlichem Background Dinge kennenlernen, die sie vorher nicht kannten. Das Sommerfest ist doch keine "Exot*innenausstellung" und da gibt es auch keinen "Alle-haben-ihr-Land-wohin-sie-gehören"-Scheiß! Es ist also nicht schlüssig, hier einen Ethnopluralismus ertrüffeln zu wollen. Die angesprochene Entpolitisierung sehe ich allerdings auch. Aber: Ich hoffe, euer Post beschadet nicht nachhaltig das Verhältnis zu den vielen ehrenamtlichen Studis und zum International Office, die das Sommerfest jedes Jahr auf die Beine stellen. Und die auch sonst super Arbeit leisten, beispielsweise damals, als wir zusammen das Semesterticket für geflüchtete Studierende mit den Verkehrsbetrieben verhandelt haben. Zusammenarbeit könnte ja mal wieder vernünftig aufgenommen werden. Dann können solche Sachen auch besprochen werden und vielleicht fließt eure Kritik dann auch mit in die Planung ein. So aber gibt man dem ISO und den Studis nur einen Schuss vor den Bug.

+++Veranstaltungshinweis+++
Symposium Biopolitik und Rassismus am 27.06. ab 10:00 Uhr in der Karl-Jaspers-Villa
Anmeldung an: christine.zunke@uol.de

Workshop 1: Das "gefährliche Gewaltopfer". Zur Kritik eines aktuellen Diskurses über Geflüchtete (10:00-13:00 Uhr)

Dass die Sorge um Menschen sich auch mit Gewalt gegen sie verschränken kann, ist bekannt. So lassen sich machtvolle Prozesse der Sozialdisziplinierung und Repression auch unter den Etiketten von Therapie und Integration finden. Die deutsche Akademie der Wissenschaften, die Leopoldina, sorgt sich beispielsweise in einer aktuellen Stellungnahme um das psychische Wohl von Geflüchteten. Sie schlägt ein Screening aller Geflüchteten und flächendeckende Kurzzeittherapien vor, um Traumatisierten schnelle Hilfe zu verschaffen. Dabei unterstellen die Wissenschaftler*innen jedoch die folgende Gleichung: Geflüchtete = potentiell traumatisierte = potentiell Gefährdete = potentiell gefährlich. Als Folge dieser argumentativen Kette wird die Figur des "sich nicht integrierenden psychisch labilen Flüchtlings" als eine Gefahr für die deutsche
„Aufnahmegesellschaft" behauptet. Solche Konstruktionen einer "gefährlichen Klasse der Flüchtlinge" stellen eine der Grundlagen eines einflussreichen Diskurses dar, der auch Legitimationsvorlagen in Bezug auf neue Abschieberegelungen, Polizei- und Psychiatriegesetze liefern kann. In unserem Workshop wollen wir diesen Diskurs über "gefährliche traumatisierte Flüchtlinge“ an Hand der Stellungnahme der Leopoldina
analysieren. Dazu sollen die Grundlagen der Wissensproduktion hinter der Stellungnahme und die Konsequenzen der dort artikulierten politischen Vorschläge ebenso in den Blick genommen werden wie
explizite und implizite Annahmen über die Verknüpfungen von Gesellschaft und Subjekt sowie Biologie und Psyche.

Referenten:
Marcus Balzereit, Erziehungswissenschaftler (Frankfurt)
Tobias Heinze, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für
Politikwissenschaft

Workshop 2: Warum Gesellschaftswissenschaft keine Naturreportage ist - und wie das Aufgreifen bestehender rassistischer und nationalistischer Ideologien im Wissenschaftsbetrieb seinen Platz gefunden hat. (14:00-17:00 Uhr)

In der politischen Diskussion wie auch in wissenschaftlichen Diskursen wird gerne darauf verwiesen, dass die eigene Position durch die neuesten Erkenntnisse über die biologische Natur der Menschen bewiesen
worden sei. Selbst scheinbar nicht biologisch begründete Theorien weisen gar nicht selten biologistische Argumentationen auf. So werden z.B. auch ökonomische Probleme gerne mit ethnischen Eigenarten der
Protagonist*innen erklärt. Biologistische Erklärungen menschlichen Verhaltens, wie sie insbesondere durch die Gen- und Hirnforschung (populär-)wissenschaftlich hergestellt werden, spiegeln als Resultate
empirischer Forschung auch reale Diskriminierungen und gesellschaftliche Machtverhältnisse wider und finden so Anschluss an die Gesellschaftswissenschaften. Neben den populistischen konservativen Sichtweisen, die durch die menschliche Biologie erklärt werden sollen, nutzen durchaus auch gut gemeinte und sich selbst als
progressiv verstehende Positionen Biologismen, um ihren Standpunkt zu stützen. Dabei wird nicht immer so weit gegangen, den Menschen für gänzlich unfrei und seiner biologischen Natur ausgeliefert zu
erklären. Doch menschliche Handlungen und gesellschaftliche Verhältnisse werden nicht als solche reflektiert, sondern ganz oder teilweise auf ihre vermeintliche Naturbasis zurückgeführt. Den Kritiker*innen dieser Verhältnisse wird dann entgegnet, die Menschen seien eben so, wie sie seien. Der Weg, um Veränderungen zu erreichen, führe deshalb nicht über die politische Kritik am Bestehenden, sondern müsse von einer grundlegenden (unhinterfragten) Anerkennung des Bestehenden ausgehen. Neben der offensichtlichen Brauchbarkeit von biologischen Erklärungen für herrschaftsbezogenes Denken und Handeln ist es gerade die
Übereinstimmung mit den Erfahrungen der apersonalen Herrschaft in der kapitalistischen Gesellschaft, die ihre Erklärung über biologische Grundkonstanten und Verhaltensmuster so plausibel machen. Die Mechanismen, nach denen unkritische Forschungsarbeit oft unbewusst rassistische/ethnizistische Vorstellungen reproduziert, sollen in diesem Workshop aus verschiedenen Perspektiven aufgezeigt und gemeinsam diskutiert werden.

Referent*innen:
Anna-Sophie Schönfelder, Universität Osnabrück, Fachgebiet politische Theorie
Matthias Spekker, Universität Osnabrück, Fachgebiet politische Theorie
Sascha Wittneben, Matthias Claudius Gymnasium Gehrden (Biologie, Philosophie)
Oliver Voß, Universität Hildesheim, Institut für Medien, Theater und
Populäre Kultur
Johannes Zimmermann, Universität Kiel, Institut für experimentelle Medizin
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5 Monate vergangen

+++Veranstaltungshinweis+++
Symposium Biopolitik und Rassismus am 27.06. ab 10:00 Uhr in der Karl-Jaspers-Villa 
Anmeldung an: christine.zunke@uol.de

Workshop 1: Das gefährliche Gewaltopfer. Zur Kritik eines aktuellen Diskurses über Geflüchtete (10:00-13:00 Uhr)

Dass die Sorge um Menschen sich auch mit Gewalt gegen sie verschränken kann, ist bekannt. So lassen sich machtvolle Prozesse der Sozialdisziplinierung und Repression auch unter den Etiketten von Therapie und Integration finden. Die deutsche Akademie der Wissenschaften, die Leopoldina, sorgt sich beispielsweise in einer aktuellen Stellungnahme um das psychische Wohl von Geflüchteten. Sie schlägt ein Screening aller Geflüchteten und flächendeckende Kurzzeittherapien vor, um Traumatisierten schnelle Hilfe zu verschaffen. Dabei unterstellen die Wissenschaftler*innen jedoch die folgende Gleichung: Geflüchtete = potentiell traumatisierte = potentiell Gefährdete = potentiell gefährlich. Als Folge dieser argumentativen Kette wird die Figur des sich nicht integrierenden psychisch labilen Flüchtlings als eine Gefahr für die deutsche 
„Aufnahmegesellschaft behauptet. Solche Konstruktionen einer gefährlichen Klasse der Flüchtlinge stellen eine der Grundlagen eines einflussreichen Diskurses dar, der auch Legitimationsvorlagen in Bezug auf neue Abschieberegelungen, Polizei- und Psychiatriegesetze liefern kann. In unserem Workshop wollen wir diesen Diskurs über gefährliche traumatisierte Flüchtlinge“ an Hand der Stellungnahme der Leopoldina 
analysieren. Dazu sollen die Grundlagen der Wissensproduktion hinter der Stellungnahme und die Konsequenzen der dort artikulierten politischen Vorschläge ebenso in den Blick genommen werden wie 
explizite und implizite Annahmen über die Verknüpfungen von Gesellschaft und Subjekt sowie Biologie und Psyche.

Referenten:
Marcus Balzereit, Erziehungswissenschaftler (Frankfurt)
Tobias Heinze, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für 
Politikwissenschaft

Workshop 2: Warum Gesellschaftswissenschaft keine Naturreportage ist - und wie das Aufgreifen bestehender rassistischer und nationalistischer Ideologien im Wissenschaftsbetrieb seinen Platz gefunden hat. (14:00-17:00 Uhr)

In der politischen Diskussion wie auch in wissenschaftlichen Diskursen wird gerne darauf verwiesen, dass die eigene Position durch die neuesten Erkenntnisse über die biologische Natur der Menschen bewiesen 
worden sei. Selbst scheinbar nicht biologisch begründete Theorien weisen gar nicht selten biologistische Argumentationen auf. So werden z.B. auch ökonomische Probleme gerne mit ethnischen Eigenarten der 
Protagonist*innen erklärt. Biologistische Erklärungen menschlichen Verhaltens, wie sie insbesondere durch die Gen- und Hirnforschung (populär-)wissenschaftlich hergestellt werden, spiegeln als Resultate 
empirischer Forschung auch reale Diskriminierungen und gesellschaftliche Machtverhältnisse wider und finden so Anschluss an die Gesellschaftswissenschaften. Neben den populistischen konservativen Sichtweisen, die durch die menschliche Biologie erklärt werden sollen, nutzen durchaus auch gut gemeinte und sich selbst als 
progressiv verstehende Positionen Biologismen, um ihren Standpunkt zu stützen. Dabei wird nicht immer so weit gegangen, den Menschen für gänzlich unfrei und seiner biologischen Natur ausgeliefert zu 
erklären. Doch menschliche Handlungen und gesellschaftliche Verhältnisse werden nicht als solche reflektiert, sondern ganz oder teilweise auf ihre vermeintliche Naturbasis zurückgeführt. Den Kritiker*innen dieser Verhältnisse wird dann entgegnet, die Menschen seien eben so, wie sie seien. Der Weg, um Veränderungen zu erreichen, führe deshalb nicht über die politische Kritik am Bestehenden, sondern müsse von einer grundlegenden (unhinterfragten) Anerkennung des Bestehenden ausgehen. Neben der offensichtlichen Brauchbarkeit von biologischen Erklärungen für herrschaftsbezogenes Denken und Handeln ist es gerade die 
Übereinstimmung mit den Erfahrungen der apersonalen Herrschaft in der kapitalistischen Gesellschaft, die ihre Erklärung über biologische Grundkonstanten und Verhaltensmuster so plausibel machen. Die Mechanismen, nach denen unkritische Forschungsarbeit oft unbewusst rassistische/ethnizistische Vorstellungen reproduziert, sollen in diesem Workshop aus verschiedenen Perspektiven aufgezeigt und gemeinsam diskutiert werden.

Referent*innen:
Anna-Sophie Schönfelder, Universität Osnabrück, Fachgebiet politische Theorie
Matthias Spekker, Universität Osnabrück, Fachgebiet politische Theorie
Sascha Wittneben, Matthias Claudius Gymnasium Gehrden (Biologie, Philosophie)
Oliver Voß, Universität Hildesheim, Institut für Medien, Theater und 
Populäre Kultur
Johannes Zimmermann, Universität Kiel, Institut für experimentelle Medizin

Wir sind heute bis 14:00 Uhr auf dem Hochschulinformationstag in A14 und informieren über den AStA, dessen Angebote und Aufgaben. Kommt vorbei! ... MehrWeniger

5 Monate vergangen

Wir sind heute bis 14:00 Uhr auf dem Hochschulinformationstag in A14 und informieren über den AStA, dessen Angebote und Aufgaben. Kommt vorbei!

Das Autonomes Schwulenreferat Uni Oldenburg und der AStA haben gemeinsam gestern mit einem Infostand und einer Fußgruppe zusammen mit 40 weiteren Gruppen am 25. CSD Nordwest in Oldenburg teilgenommen. "Rund 12.000 Menschen sind bei der größten Christopher-Street-Day-Parade Niedersachsens durch die Straßen Oldenburgs gezogen. Das diesjährige Motto: "Vielfalt statt Einfalt." Der bunte und schrille Umzug mit Teilnehmern aus Ostfriesland, dem Ammerland und Oldenburg selbst wurde von etwa 8.000 Zuschauern in den Straßen der Stadt empfangen." schreibt das NDR - ein voller Erfolg! Insbesondere angesichts der Tatsache, dass beim ersten CSD in Oldenburg 1995 die Teilnehmer_innen sich noch vermummen mussten, um sich vor Diskriminierung zu schützen [1]. Wir sind froh über diesen gesellschaftlichen Fortschritt und hoffen: nach Mutti, kommt der Genderwahn!

Quellen:
[1] www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Bunt-in-Oldenburg-Tausende-feiern-bei...
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5 Monate vergangen

Das Autonomes Schwulenreferat Uni Oldenburg und der AStA haben gemeinsam gestern mit einem Infostand und einer Fußgruppe zusammen mit 40 weiteren Gruppen am 25. CSD Nordwest in Oldenburg teilgenommen. Rund 12.000 Menschen sind bei der größten Christopher-Street-Day-Parade Niedersachsens durch die Straßen Oldenburgs gezogen. Das diesjährige Motto: Vielfalt statt Einfalt. Der bunte und schrille Umzug mit Teilnehmern aus Ostfriesland, dem Ammerland und Oldenburg selbst wurde von etwa 8.000 Zuschauern in den Straßen der Stadt empfangen. schreibt das NDR - ein voller Erfolg! Insbesondere angesichts der Tatsache, dass beim ersten CSD in Oldenburg 1995 die Teilnehmer_innen sich noch vermummen mussten, um sich vor Diskriminierung zu schützen [1]. Wir sind froh über diesen gesellschaftlichen Fortschritt und hoffen: nach Mutti, kommt der Genderwahn!

Quellen:
[1] www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Bunt-in-Oldenburg-Tausende-feiern-bei-groesstem-CSD,csd888.htmlImage attachment

Die Nightline ist ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende.
Ihr erreicht uns im Semester Donnerstag und Sonntag von 21:00 bis 23:00 Uhr

Bei Anfragen zur Mitarbeit, Informationen oder Spendenmöglichkeiten kontaktieren Sie uns über

nightline@asta-oldenburg.de

Wir sind ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende. Wir bieten dir ein offenes Ohr für alles auch über Dinge, über die du sonst nicht reden kannst – absolut anonym und ohne Vorurteile. Worum es in unserem Gespräch geht, und was du uns erzählst, entscheidest alleine du.

Du zögerst noch uns anzurufen?
Nicht sicher, ob du richtig bei uns bist?
Probiers einfach aus!

Du willst zuerst noch mehr über uns und unsere Arbeitsweise erfahren? Dann besuch uns auf unserer Website asta-oldenburg.de/nightline/

Eine Betreuung bei akuten psychiatrischen Erkrankungen gehört nicht zu unseren Aufgaben. Du befindest dich in einer akuten Krise? Die Nummer der Telefonseelsorge erreichst du rund um die Uhr unter: 0800/111 0 111
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5 Monate vergangen

Die Nightline ist ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende.
Ihr erreicht uns im Semester Donnerstag und Sonntag von 21:00 bis 23:00 Uhr

Bei Anfragen zur Mitarbeit, Informationen oder Spendenmöglichkeiten kontaktieren Sie uns über

nightline@asta-oldenburg.de

Wir sind ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende. Wir bieten dir ein offenes Ohr für alles auch über Dinge, über die du sonst nicht reden kannst – absolut anonym und ohne Vorurteile. Worum es in unserem Gespräch geht, und was du uns erzählst, entscheidest alleine du.

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Keine Nähmaschinen mehr!

Workshop & Film zur Feministischen Gedächtnisarbeit in Indien und Deutschland

Ein Angebot vom Medienbüro Oldenburg e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Teilnahme ist kostenlos
Empfehlung für Verpflegung 5€ pro Tag
Filmvorführung: Spendenempfehlung 9€

Kommunikationssprache: Englisch und Deutsch mit Übersetzungshilfen.

Weitere Informationen zu den Gästen und Inhalten auf www.cine-k.de unter „Reihen“
Anmeldung bis zum 24.06.2019 an keinenaehmaschinenmehr@outlook.de
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5 Monate vergangen

Keine Nähmaschinen mehr!

Workshop & Film zur Feministischen Gedächtnisarbeit in Indien und Deutschland

Ein Angebot vom Medienbüro Oldenburg e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Teilnahme ist kostenlos
Empfehlung für Verpflegung 5€ pro Tag
Filmvorführung: Spendenempfehlung 9€

Kommunikationssprache: Englisch und Deutsch mit Übersetzungshilfen.

Weitere Informationen zu den Gästen und Inhalten auf www.cine-k.de unter „Reihen“
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AStA Brunch ein voller Erfolg:
Am Mittwoch Vormittag gab es bei Brötchen, Keksen, Obst und Kaffee die Möglichkeit euren neuen AStA der Legislatur 2019/20 kennenzulernen und mit den Referent_innen und Beauftragten über alle euch am Herzen liegenden Themen zu sprechen. So wurde zum Beispiel über die anstehende Europawahlen am Sonntag, die Übersetzung von Prüfungsordnungen oder den Raummangel an der Universität gesprochen.
Wir Bedanken uns bei allen Besucher_innen für die netten Gespräche und die wichtigen Impulse, die ihr für unsere Arbeit gegeben habt.
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6 Monate vergangen

AStA Brunch ein voller Erfolg: 
Am Mittwoch Vormittag gab es bei Brötchen, Keksen, Obst und Kaffee die Möglichkeit euren neuen AStA der Legislatur 2019/20 kennenzulernen und mit den Referent_innen und Beauftragten über alle euch am Herzen liegenden Themen zu sprechen. So wurde zum Beispiel über die anstehende Europawahlen am Sonntag, die Übersetzung von Prüfungsordnungen oder den Raummangel an der Universität gesprochen.
Wir Bedanken uns bei allen Besucher_innen für die netten Gespräche und die wichtigen Impulse, die ihr für unsere Arbeit gegeben habt.

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Wer ist denn diese hübsche Frau dort in der Mitte? ;)

ich hoffe, ihr habt eure besucher auf die aktuellen quellen zur übersetzung von prüfungsordnungen und der verbesserung der situation für ausländische studenten hingewiesen. 😁 beispielsweise hier: rcds-oldenburg.de/wordpress/berichte-aus-der-hochschulpolitik/unsere-uni-wird-internationaler/

Die Beratungszeiten des AStA haben sich geändert. Die neuen Beratungszeiten findet ihr hier sowie unter asta-oldenburg.de/beratungszeiten ... MehrWeniger

6 Monate vergangen

Die Beratungszeiten des AStA haben sich geändert. Die neuen Beratungszeiten findet ihr hier sowie unter asta-oldenburg.de/beratungszeiten

Der AStA für die Legislaturperiode 2019/20 wurde auf der konstituierenden Studierendenparlamentssitzung am 25/26. April gewählt. Campus Grün Oldenburg, Liste Informatik und Die Linke.SDS Oldenburg arbeiten seit dem für die Interessen der Studierenden mit 12 Referent_innen und 4 Vorstandsmitgliedern in 9 Referaten. Ihr könnt uns während unserer Sprechzeiten im AStA Trakt finden, sowie digital Ansprechen via EMail oder per Nachricht an unsere Facebookseite.

Vorstand:
Sprecher_innen-Team:
Max Wevelsiep Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr; Mittwoch 8-10 Uhr EMail: max.wevelsiep@asta-oldenburg.de
Sven Lampe Sprechstunde: Donnerstag 9-11 Uhr E-Mail: sven.lampe@asta-oldenburg.de
Jooris Mettler Sprechstunde: Dienstag 10-12 Uhr; Freitag 10-12 Uhr E-Mail: jooris.mettler@asta-oldenburg.de
Finanzreferent_in:
Holger Robbe Sprechstunde: Dienstag 10-12 Uhr; Donnerstag 10-12 Uhr E-Mail: holger.robbe@asta-oldenburg.de

Referat für politische Bildung:
Julia Strachanowski Sprechstunde: Mittwoch 10-12Uhr E-Mail: julia.strachanowski@asta-oldenburg.de
Finja Krüger Sprechstunde: Montag 14-16Uhr E-Mail: finja.krueger@asta-oldenburg.de

Referat für Nachhaltigkeit:
Pierre Monteyne Sprechstunde: Mittwoch 10-12 Uhr pierre.monteyne@asta-oldenburg.de
Ann-Cathrin Neumann Sprechstunde: Dienstag 13-15 Uhr E-Mail: ann-cathrin.neumann@asta-oldenburg.de

Referat für Kultur, Sport und Events:
Maximilian Linschmann Sprechstunde: Mittwoch 8-10 Uhr E-Mail: max.linschmann@asta-oldenburg.de

Referat für Hochschulgruppenförderung & Verwaltung:
Hannah Steinmetz Sprechstunde: Campus Card: Montag 12-13 Uhr, Förderanträge: Mittwoch 10-11.30 Uhr E-Mail: hannah.steinmetz@asta-oldenburg.de
David Dohmann Sprechstunde: Dienstag 9-11 Uhr; Donnerstag 11-13 Uhr; Freitag 9-12 Uhr E-Mail: david.dohmann@asta-oldenburg.de

Referat für externe Hochschulpolitik:
Cleo Deters Sprechstunde: Mittwoch 13-15 Uhr E-Mail: cleo.deters@asta-oldenburg.de

Referat gegen Antisemitismus:
Tarek Probst Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr E-Mail: tarek.probst@asta-oldenburg.de

Referat für Antirassismus:
Hodan Ali Farah Sprechstunde: Mittwoch 10-12 Uhr, Donnerstag 14-16 Uhr E-Mail: hodan.ali.farah@asta-oldenburg.de
Marie Wilke Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr, Mittwoch 10-12 Uhr E-Mail: marie.wilke@asta-oldenburg.de

Referat für Soziales und interne Hochschulpolitik:
Katharina Corleis Sprechstunde: Montag 9-10 Uhr E-Mail: katharina.corleis@asta-oldenburg.de

Referat für Öffentlichkeitsarbeit:
Jooris Mettler Sprechstunde: siehe Oben E-Mail: siehe Oben
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6 Monate vergangen

Der AStA für die Legislaturperiode 2019/20 wurde auf der konstituierenden Studierendenparlamentssitzung am 25/26. April gewählt. Campus Grün Oldenburg, Liste Informatik und Die Linke.SDS Oldenburg arbeiten seit dem für die Interessen der Studierenden mit 12 Referent_innen und 4 Vorstandsmitgliedern in 9 Referaten. Ihr könnt uns während unserer Sprechzeiten im AStA Trakt finden, sowie digital Ansprechen via EMail oder per Nachricht an unsere Facebookseite.  

Vorstand: 
Sprecher_innen-Team: 
Max Wevelsiep Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr; Mittwoch 8-10 Uhr EMail: max.wevelsiep@asta-oldenburg.de
Sven Lampe Sprechstunde: Donnerstag 9-11 Uhr E-Mail: sven.lampe@asta-oldenburg.de
Jooris Mettler Sprechstunde: Dienstag 10-12 Uhr; Freitag 10-12 Uhr E-Mail: jooris.mettler@asta-oldenburg.de
Finanzreferent_in: 
Holger Robbe Sprechstunde: Dienstag 10-12 Uhr; Donnerstag 10-12 Uhr E-Mail: holger.robbe@asta-oldenburg.de

Referat für politische Bildung: 
Julia Strachanowski Sprechstunde: Mittwoch 10-12Uhr E-Mail: julia.strachanowski@asta-oldenburg.de
Finja Krüger Sprechstunde: Montag 14-16Uhr E-Mail: finja.krueger@asta-oldenburg.de

Referat für Nachhaltigkeit: 
Pierre Monteyne Sprechstunde: Mittwoch 10-12 Uhr pierre.monteyne@asta-oldenburg.de
Ann-Cathrin Neumann Sprechstunde: Dienstag 13-15 Uhr E-Mail: ann-cathrin.neumann@asta-oldenburg.de

Referat für Kultur, Sport und Events: 
Maximilian Linschmann Sprechstunde: Mittwoch 8-10 Uhr E-Mail: max.linschmann@asta-oldenburg.de

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Hannah Steinmetz Sprechstunde: Campus Card: Montag 12-13 Uhr, Förderanträge: Mittwoch 10-11.30 Uhr E-Mail: hannah.steinmetz@asta-oldenburg.de
David Dohmann Sprechstunde: Dienstag 9-11 Uhr; Donnerstag 11-13 Uhr; Freitag 9-12 Uhr E-Mail: david.dohmann@asta-oldenburg.de

Referat für externe Hochschulpolitik: 
Cleo Deters Sprechstunde: Mittwoch 13-15 Uhr E-Mail: cleo.deters@asta-oldenburg.de

Referat gegen Antisemitismus: 
Tarek Probst Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr E-Mail: tarek.probst@asta-oldenburg.de

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Hodan Ali Farah Sprechstunde: Mittwoch 10-12 Uhr, Donnerstag 14-16 Uhr E-Mail: hodan.ali.farah@asta-oldenburg.de
Marie Wilke Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr, Mittwoch 10-12 Uhr E-Mail: marie.wilke@asta-oldenburg.de

Referat für Soziales und interne Hochschulpolitik: 
Katharina Corleis Sprechstunde: Montag 9-10 Uhr E-Mail: katharina.corleis@asta-oldenburg.de

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Jooris Mettler Sprechstunde: siehe Oben E-Mail: siehe Oben

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und am 10. Mai weiß Eure eigene Webseite noch nichts davon!

Aufruf: Anmeldung zum Besuch der Gedenk- und Begräbnisstätte Esterwegen am 11. Mai

Auch dieses Jahr wird an der Begräbnisstätte Esterwegen den Ermordeten durch den Nationalsozialismus gedacht. Der AStA der Carl von Ossietzky Universität wird daran teilnehmen und lädt alle Studierenden (und Nicht-Studierende) ein, sich anzuschließen. Zunächst fahren wir zur Gedenkstätte Esterwegen und nehmen dort an einer Führung teil. Im Vortrag wird über die Geschichte der 15 Emslandlager berichtet, außerdem wird das Gelände des ehemaligen Konzentrations- und Strafgefangenenlagers besichtigt. Nach der Führung wird es noch Zeit geben, die Dauerausstellung und die Sonderausstellung zu Carl von Ossietzky selbstständig zu besichtigen. Im Anschluss fahren wir zur Begräbnisstätte Esterwegen an der B 401. Bei der dort stattfindenden Gedenkveranstaltung sprechen u. a. Historiker*innen, Nachfahren und aktive Antifaschist*innen.

Die Veranstaltung findet am 11. Mai statt. Wir werden mit einem Reisebus dorthin fahren. Los geht es um 11 Uhr am Oldenburger Hauptbahnhof, voraussichtlich werden wir gegen 17:30 Uhr dort wieder ankommen. Die Teilnahmegebühren betragen für Studierende und Schüler*innen drei Euro, für alle anderen fünf Euro. Anmelden könnt ihr euch bis zum 8. Mai per Mail an max.wevelsiep@asta-oldenburg.de. Gebt uns bitte Bescheid, wenn ihr einen barrierefreien Buszugang benötigt, damit wir das rechtzeitig beim Busunternehmen anmelden können.
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6 Monate vergangen

Eine Veranstaltung der Fachschaft für materielle Kultur: Im Rahmen des "Fashion Revolution Day" laden wir, die Fachschaft für
Materielle Kultur: Textil, euch alle ein, am 24. April 2019 mit uns auf die Straße zu gehen und für mehr Gerechtigkeit, Transparenz,
Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Sicherheit in der weltweiten Textilproduktion und mehr Konsumbewusstsein zu demonstrieren!

Wir treffen uns um 15 Uhr auf dem Oldenburger Schlossplatz und hoffen
auf eure tatkräftige Unterstützung!

Hintergrund:

Am 24. April 2013, also vor sechs Jahren ist in Sabhar, Bangladesh die Textilfabrik Rana Plaza in sich zusammen gebrochen. Der Zwang ihre Arbeit zu verrichten, trieb am 24. April 2013 mehr als 3000 Arbeiter*innen an ihren gewohnten Arbeitsplatz. Einen Tag zuvor wurde der Zutritt offiziell polizeilich verboten, da auf Grund von Sicherheits- und Baumängeln die zu erbringenden Standards nicht mehr gewährleistet werden konnten. Gegen 9 Uhr Ortszeit kam es zum großflächigen Einsturz des achtstöckigen Gebäudes. Laut Angaben der ARD vom 10. Mai 2013 wurden in den Trümmern der Rana Plaza 2438 Verletzte und 1127 Leichen geborgen.

Die britische Bewegung „Fashion Revolution“ hat darauf hin den Fashion Revolution Day ausgerufen, um der Menschheit eine Mahnung
auszusprechen. Als Zeichen der Solidarität und gegen Resignation und ungehindertes Fortbestehen dieser Systeme gilt es weiterhin
aufzuklären, umzudenken und auf ein humanes Miteinander hinzuarbeiten.
Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Sklaverei ähnliche Systeme, tägliche Verstöße gegen die Menschenrechte, sexuelle Übergriffe auf Arbeiter*innen, massive Umweltverschmutzung und intransparentes
Wirtschaften weit über unsere Ressourcen hinaus…, das sind nur einzelne Probleme, die es schon lange zu bekämpfen gilt.

Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße von der Fachschaft MK:T
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7 Monate vergangen

Eine Veranstaltung der Fachschaft für materielle Kultur: Im Rahmen des Fashion Revolution Day laden wir, die Fachschaft für  
Materielle Kultur: Textil, euch alle ein, am 24. April 2019 mit uns auf die Straße zu gehen und für mehr Gerechtigkeit, Transparenz,  
Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Sicherheit in der weltweiten Textilproduktion und mehr Konsumbewusstsein zu demonstrieren! 

Wir treffen uns um 15 Uhr auf dem Oldenburger Schlossplatz und hoffen  
auf eure tatkräftige Unterstützung! 

Hintergrund: 

Am 24. April 2013, also vor sechs Jahren ist in Sabhar, Bangladesh die Textilfabrik Rana Plaza in sich zusammen gebrochen. Der Zwang ihre Arbeit zu verrichten, trieb am 24. April 2013 mehr als 3000 Arbeiter*innen an ihren gewohnten Arbeitsplatz. Einen Tag zuvor wurde der Zutritt offiziell polizeilich verboten, da auf Grund von Sicherheits- und Baumängeln die zu erbringenden Standards nicht mehr gewährleistet werden konnten. Gegen 9 Uhr Ortszeit kam es zum großflächigen Einsturz des achtstöckigen Gebäudes. Laut Angaben der ARD vom 10. Mai 2013 wurden in den Trümmern der Rana Plaza 2438 Verletzte und 1127 Leichen geborgen. 

Die britische Bewegung „Fashion Revolution“ hat darauf hin den Fashion Revolution Day ausgerufen, um der Menschheit eine Mahnung  
auszusprechen. Als Zeichen der Solidarität und gegen Resignation und ungehindertes Fortbestehen dieser Systeme gilt es weiterhin  
aufzuklären, umzudenken und auf ein humanes Miteinander hinzuarbeiten.  
Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Sklaverei ähnliche Systeme, tägliche Verstöße gegen die Menschenrechte, sexuelle Übergriffe auf Arbeiter*innen, massive Umweltverschmutzung und intransparentes  
Wirtschaften weit über unsere Ressourcen hinaus…, das sind nur einzelne Probleme, die es schon lange zu bekämpfen gilt. 

Wir freuen uns auf euch! 

Liebe Grüße von der Fachschaft MK:T

+++ Dauerleihgabe für das THW Oldenburg +++

Wir hatten gestern Besuch von Axel Brandt, dem Ortsbeauftragten des THW OV Oldenburg - NI und
Daniel Kaszanics, dem Gruppenführer der 1. Bergung, welcher an unserer Uni auch Wirtschaftsinformatik studiert.

Wir möchten das THW mit der großen Spendentonne als Dauerleihgabe darin unterstützen, Spenden zu sammeln. Ihr (als Studierende) könnt selbige aber auch weiterhin ausleihen und für von Euch geplante Veranstaltungen nutzen! Ein Gewinn für alle also! Denn an eine solche Tonne zu kommen ist gar nicht so einfach, da ihr eigener Preis durch ihre besondere Gußform bereits ins Vierstellige geht.

Daniel Kaszanics auf die Fragen, wozu denn Geld gesammelt werde und was das THW in Oldenburg derzeit mache:

"Mit der Tonne soll Geld für eine neue Küche gesammelt werden. Die alte ist noch als Teeküche ausgelegt und nach 20 Jahren einfach auf. Vor allem war Sie nie dafür gedacht über 150 ehrenamtliche Einsatzkräfte und eine über auf über 70 Personen gewachsene Jugendgruppe zu versorgen. Eine solche müssen wir aus eigenen Mitteln finanzieren und diese muss natürlich auch den aktuellen Hygienevorschriften entsprechen. Dafür werden wir in den kommenden Monaten mit einer Kampagne sammeln.

Nach dem großen Einsatz beim Moorbrand in Meppen und der Sprengung des Funkturms auf dem Fliegerhorst steht derzeit die Ausbildung neuer Helfer und der Aufbau einer neuen Fachgruppe Notversorgung am Standort Oldenburg im Vordergrund."

Wir wünschen dem THW OV Oldenburg - NI viel Erfolg beim Sammeln der Spenden!
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7 Monate vergangen

+++ Dauerleihgabe für das THW Oldenburg +++

Wir hatten gestern Besuch von Axel Brandt, dem Ortsbeauftragten des THW OV Oldenburg - NI und
Daniel Kaszanics, dem Gruppenführer der 1. Bergung, welcher an unserer Uni auch Wirtschaftsinformatik studiert.

Wir möchten das THW mit der großen Spendentonne als Dauerleihgabe darin unterstützen, Spenden zu sammeln. Ihr (als Studierende) könnt selbige aber auch weiterhin ausleihen und für von Euch geplante Veranstaltungen nutzen! Ein Gewinn für alle also! Denn an eine solche Tonne zu kommen ist gar nicht so einfach, da ihr eigener Preis durch ihre besondere Gußform bereits ins Vierstellige geht.

Daniel Kaszanics auf die Fragen, wozu denn Geld gesammelt werde und was das THW in Oldenburg derzeit mache:

Mit der Tonne soll Geld für eine neue Küche gesammelt werden. Die alte ist noch als Teeküche ausgelegt und nach 20 Jahren einfach auf. Vor allem war Sie nie dafür gedacht über 150 ehrenamtliche Einsatzkräfte und eine über auf über 70 Personen gewachsene Jugendgruppe zu versorgen. Eine solche müssen wir aus eigenen Mitteln finanzieren und diese muss natürlich auch den aktuellen Hygienevorschriften entsprechen. Dafür werden wir in den kommenden Monaten mit einer Kampagne sammeln.

Nach dem großen Einsatz beim Moorbrand in Meppen und der Sprengung des Funkturms auf dem Fliegerhorst steht derzeit die Ausbildung neuer Helfer und der Aufbau  einer neuen Fachgruppe Notversorgung am Standort Oldenburg im Vordergrund.

Wir wünschen dem THW OV Oldenburg - NI viel Erfolg beim Sammeln der Spenden!